RAYONG: Ein 23-jähriger Mann ist von der thailändischen Polizei festgenommen worden. Ihm wird vorgeworfen, über die Plattform X eine geschlossene, kostenpflichtige Abonnentengruppe betrieben und dort sexuelles Missbrauchsmaterial mit einer minderjährigen Jugendlichen verbreitet zu haben. Die Ermittler gehen davon aus, dass mit dem Angebot innerhalb von fünf Monaten mehrere Hunderttausend Baht eingenommen wurden.
Wie Pol. Maj. Gen. Witthaya Sriprasertphap, Kommandeur der Anti-Human Trafficking Division (AHTD), mitteilte, erfolgte die Festnahme des Verdächtigen Jirawat auf Grundlage von Vorwürfen wegen Menschenhandels und Verstößen gegen das Computerkriminalitätsgesetz.
Hinweis deckte geheime Gruppe auf
Die Ermittlungen wurden nach einem Hinweis der Destiny Rescue Foundation eingeleitet. Diese hatte nach eigenen Angaben ein X-Konto entdeckt, das rund 100 Mitglieder zählte und mutmaßlich mit der Produktion und Verbreitung von Videos einer minderjährigen Jugendlichen aus der Provinz Rayong Gewinne erzielte.
Nach Angaben der Polizei betrieb der Verdächtige die geschlossene Gruppe etwa fünf Monate lang. Für den Zugang zu exklusiven Inhalten sollen Mitglieder 299 Baht bezahlt haben. Ein erweitertes Paket mit zusätzlichen Vorteilen kostete den Ermittlungen zufolge 999 Baht.
17-Jährige aus Netzwerk gerettet
Im Zuge der Ermittlungen identifizierten die Behörden ein 17-jähriges Opfer, das unter dem Pseudonym „Miss A“ geführt wird. Die Jugendliche wurde in staatlichen Schutz genommen und wird als Opfer von Menschenhandel betreut.
Bei der Festnahme stellten die Beamten ein Mobiltelefon sicher, das nach bisherigen Erkenntnissen zur Aufnahme und Bearbeitung der Videos verwendet worden sein soll. Forensische Untersuchungen der digitalen Daten förderten nach Angaben der Ermittler zudem zahlreiche weitere Dateien mit jungen weiblichen Personen zutage. Die Behörden prüfen derzeit mögliche weitere Opfer und wollen diesen rechtliche Unterstützung sowie Schutzmaßnahmen anbieten.
Die Polizei teilte außerdem mit, dass die Ermittlungen ausgeweitet wurden. Dabei sollen nun auch die Abonnenten der kostenpflichtigen Gruppe identifiziert werden.