Deutscher tot in Wohnhaus entdeckt

Obduktion soll Klarheit über Todesursache bringen

Polizisten und Forensiker untersuchten das Wohnhaus in Pathum Thani, in dem ein 59-jähriger Deutscher tot aufgefunden wurde. Bild: Khaosod English
Polizisten und Forensiker untersuchten das Wohnhaus in Pathum Thani, in dem ein 59-jähriger Deutscher tot aufgefunden wurde. Bild: Khaosod English

PATHUM THANI: Ein 59-jähriger deutscher Staatsbürger ist am Sonntagmorgen (7. Juni 2026) tot in seinem Wohnhaus in der Provinz Pathum Thani aufgefunden worden. Die Polizei untersucht die Umstände des Todes.

Der Mann wurde gegen 11.32 Uhr von seiner Ehefrau in einem ehemaligen Personalzimmer im Erdgeschoss des zweistöckigen Wohnhauses im Dorf Mueang Ek in der Gemeinde Lak Hok entdeckt. Nach Angaben der Ermittler saß er auf einem Stuhl. Über seinem Kopf befand sich eine Plastiktüte, die mit einer Stickstoffflasche verbunden war.

Handschriftliche Notiz sichergestellt

Am Fundort stellten die Beamten zudem eine handschriftliche Notiz sicher. Nach der von den Ermittlern angefertigten Übersetzung lautete der Inhalt: „Wer auch immer mich findet – ich möchte nicht, dass mir jemand hilft.“

Die Ermittlungen leitete Pol. Maj. Namchok Duangsuwan von der Polizeiwache Pak Khlong Rangsit. Unterstützt wurde er von Mitarbeitern der forensischen Abteilung des Justizministeriums sowie freiwilligen Rettungskräften. Nach Angaben seiner Ehefrau hatte ihr Mann am Morgen zunächst einen normalen Eindruck gemacht. Als die gemeinsame Tochter im Haus nach ihm suchte, weil sie ihn nicht finden konnte, wurde schließlich das ehemalige Dienstbotenzimmer überprüft. Dort entdeckte die Familie den Mann regungslos auf dem Stuhl sitzend.

Keine Hinweise auf Probleme bekannt

Die Ehefrau erklärte gegenüber der Polizei, dass ihr Mann als Programmierer gearbeitet, seit mehr als zehn Jahren in Thailand gelebt und überwiegend von zu Hause aus gearbeitet habe. Er sei eher zurückgezogen gewesen und habe seine Zeit meist im Haus verbracht. Am Tag vor seinem Tod habe er längere Telefonate mit Familienangehörigen in Deutschland sowie einem Freund in Thailand geführt. Hinweise auf Probleme oder besondere Auffälligkeiten habe dabei niemand bemerkt.

Der Leichnam wurde zur gerichtsmedizinischen Untersuchung an das Institut für Rechtsmedizin des Justizministeriums überführt. Die genaue Todesursache soll nun durch eine Obduktion festgestellt werden.


Wer sich in einer emotionalen Notlage befindet, kann sich rund um die Uhr an die Samariter von Thailand unter den Telefonnummern 02-713.6791 für englischsprachige Hilfe und 02-713.6793 für Hilfe auf Thai wenden. Zusätzlich steht die thailändische Hotline für psychische Gesundheit unter der Kurzwahl 1323 zur Verfügung.

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