PATHUM THANI: Wegen Verstößen gegen Hygiene- und Lebensmittelvorschriften haben Behörden eine Fleischverarbeitungsfabrik im Bezirk Lam Luk Ka geschlossen. Dabei wurden mehr als 10.000 Produktverpackungen sichergestellt.
Die Kontrolle erfolgte auf Anordnung von Pol Maj Gen Kongkrit Lertsittikul, dem Leiter der Verbraucherschutzpolizei (Consumer Protection Police Division, CPPD), nachdem mehrere Beschwerden über den Betrieb der Fabrik eingegangen waren. An dem Einsatz beteiligten sich außerdem Mitarbeiter der Lebensmittel- und Arzneimittelbehörde (FDA), des Department of Livestock Development sowie der Gesundheitsbehörde der Provinz Pathum Thani.
Hygienemängel und abgelaufene Lizenz
Nach Angaben der FDA ergaben die Ermittlungen, dass in der Fabrik verschiedene Fleischprodukte unter Bedingungen hergestellt und verpackt wurden, die nicht den gesetzlichen Hygienevorschriften entsprachen. Zudem war die Betriebslizenz für die Lebensmittelproduktion bereits am 31. Dezember 2025 abgelaufen. Eine Verlängerung war nicht beantragt worden.

Der von den Behörden lediglich als Atthapol identifizierte Betreiber erklärte demnach, dass die Fabrik seit rund zehn Jahren in Betrieb sei. Das Unternehmen habe zahlreiche Produkte hergestellt und landesweit vertrieben. Die monatliche Produktionsmenge habe bei rund 30 Tonnen mit einem geschätzten Verkaufswert von mindestens drei Millionen Baht gelegen. Den Namen der Fabrik veröffentlichten die Behörden nicht.
Tausende Produkte falsch registriert
Zu den hergestellten Produkten gehörten unter anderem Fleischbällchen, Würste und vietnamesische Wurstwaren. Bei der Durchsuchung stellten die Beamten zahlreiche Verstöße fest. Sechs Produktlinien mit insgesamt 6.109 Verpackungen verfügten über keine Registrierungsnummern. Weitere zehn Produktlinien mit insgesamt 2.507 Verpackungen waren mit Registrierungsnummern gekennzeichnet, die von den Behörden bereits widerrufen worden waren. Zudem fanden die Ermittler vier Produktlinien mit insgesamt 1.800 Verpackungen, auf denen gefälschte Registrierungsnummern verwendet wurden.

Neben den Fertigprodukten beschlagnahmten die Behörden auch Rohstoffe, Maschinen und weitere Produktionsanlagen. Der Gesamtwert der sichergestellten Waren und Ausrüstungsgegenstände wird auf mehr als sieben Millionen Baht geschätzt.
Proben werden im Labor untersucht
Produktproben wurden zur Analyse an das Department of Medical Sciences übergeben. Sollten dabei verbotene Substanzen oder Schadstoffwerte oberhalb der gesetzlichen Grenzwerte festgestellt werden, drohen dem Betreiber zusätzliche Anklagen wegen der Herstellung verunreinigter Lebensmittel. Dafür sieht das Gesetz Freiheitsstrafen von bis zu zwei Jahren und/oder Geldstrafen von bis zu 20.000 Baht vor.

Gegen die Fabrik und ihren Eigentümer wurden zunächst mehrere Vorwürfe nach dem Lebensmittelgesetz erhoben. Dazu zählen der Betrieb einer Lebensmittelproduktionsstätte ohne gültige Genehmigung, die Herstellung und der Verkauf falsch gekennzeichneter beziehungsweise gefälschter Lebensmittel sowie die Fortsetzung der Produktion nach Ablauf der Betriebslizenz. Der Betreiber wurde festgenommen und zur weiteren rechtlichen Verfolgung an Ermittler der Verbraucherschutzpolizei übergeben.