BURIRAM: In der nordostthailändischen Provinz Buriram sind weitere Gemeinden, Schulen und Krankenhäuser evakuiert worden, nachdem Artilleriegeschosse zunehmend auch Gebiete fernab der kambodschanischen Grenze trafen.
Die Behörden ordneten am Sonntag (27. Juli 2025) die Evakuierung von Anwohnern in den Bezirken Chalerm Phrakiat, Lahan Sai und Non Dindaeng an, nachdem Einschläge in Lahan Sai gemeldet wurden und weiterhin Schüsse sowie Explosionen zu hören waren. Zuvor war die Maßnahme lediglich für den Bezirk Ban Kruat verhängt worden.
Bewohner sollen gefährdete Zonen verlassen
Bewohner wurden aufgefordert, gefährdete Zonen zu verlassen und sich entweder zu Verwandten oder in Notunterkünfte in Schulen und buddhistischen Tempeln außerhalb des Beschussradius zu begeben. Zahlreiche staatliche Stellen und Hilfsorganisationen setzten Fahrzeuge ein, um Menschen ohne eigenes Transportmittel in Sicherheit zu bringen. Rettungskräfte evakuierten zudem Menschen mit Behinderungen, Senioren, Kinder sowie bettlägerige Patienten aus Wohnhäusern und Kliniken.
Krankenhäuser verlegen Patienten vorsorglich
Patienten und medizinisches Personal der Krankenhäuser Chalerm Phrakiat und Lahan Sai wurden vorsorglich verlegt. Lediglich Notfallteams blieben vor Ort, um Überweisungen in andere Kliniken zu ermöglichen.
Nach Angaben der Bildungsbehörden in Buriram wurden 85 Schulen in Grenznähe in den Bezirken Ban Kruat und Lahan Sai bis auf Weiteres geschlossen.
Sarut Kasemsuk, Leiter des Dorfes Don Nonghaen Pattana im Bezirk Chalerm Phrakiat, erklärte, dass Sicherheitskräfte die Krankenhäuser bewachten, während einige Dorfbewohner trotz der Evakuierungsanordnung in ihren Häusern blieben.