BANGKOK: Die Verschuldung der Haushalte hat nach Angaben der Universität der thailändischen Handelskammer einen Rekordwert von 340.000 Baht pro Haushalt erreicht. Das entspricht gegenüber dem Vorjahr einem Anstieg von 7,4 Prozent.
Laut Thanawat Pholwichai, Direktor des Zentrums für Wirtschaftsprognosen der Universität, wurden bei einer Umfrage vom 11. bis 23. November 1.201 Personen interviewt. Mehr als 88 Prozent der Befragten gaben an, Schulden zu haben, hauptsächlich aufgrund allgemeiner Ausgaben wie dem Kauf eines Fahrzeugs oder eines Hauses sowie aufgrund von Kreditkartenausgaben. Mehr als 59 Prozent gaben formelle Schulden und 40,8 Prozent informelle Schulden an. Die monatlichen Ratenzahlungen betrugen 16.000 Baht für formelle Schulden und 5.222 Baht für informelle Schulden.
Thanawat äußerte sich besorgt über die historisch hohe Verschuldung der privaten Haushalte, die er dem stagnierenden Wirtschaftswachstum, den globalen Handelskonflikten und den höheren Preisen für Konsumgüter zuschrieb. Viele Menschen sehnten sich danach, sparsamer zu sein und ihre Lebenshaltungskosten zu senken, könnten dies aber nicht, weil die Warenpreise weiter stiegen.