BANGKOK: Die thailändischen Behörden haben Eltern und Schulen zur erhöhten Wachsamkeit aufgerufen, nachdem Zollbeamte eine Sendung mit LSD-Blottern in buntem Comic-Design abgefangen haben, die mutmaßlich für Thailand bestimmt war.
Nach Angaben des Office of the Narcotics Control Board (ONCB) und des Customs Department nutzen Drogenschmuggler zunehmend auffällige und kindgerechte Motive auf den kleinen Papierstücken, um synthetische Drogen zu verpacken. Dadurch könnten die Blotter für Kinder und Jugendliche harmlos oder sogar attraktiv erscheinen.
LSD auf bedrucktem Löschpapier
LSD (Lysergsäurediethylamid) ist in Thailand als Betäubungsmittel der Kategorie 1 eingestuft. Die Droge wird üblicherweise auf kleinen Papierquadraten mit farbigen Mustern oder Comicfiguren aufgebracht. Konsumenten legen das Papier auf die Zunge, sodass der Wirkstoff über die Mundschleimhaut aufgenommen wird.

Auslöser der Warnung ist die Sicherstellung von 529 LSD-Blottern aus Deutschland am 21. Juli 2026. Die Behörden gehen davon aus, dass die Sendung nach Thailand geschmuggelt werden sollte. Der geschätzte Straßenverkaufswert beträgt mehr als 200.000 Baht.
Halluzinogene mit hohem Risiko
Nach Angaben der Behörden handelt es sich bei LSD um ein starkes Halluzinogen, das die Wahrnehmung verändern, das Urteilsvermögen beeinträchtigen sowie Angstzustände oder Paranoia auslösen kann. Unter dem Einfluss der Droge bestehe zudem ein erhöhtes Risiko für Unfälle und andere gesundheitliche Schäden.

Eltern werden deshalb aufgefordert, mit ihren Kindern offen über die Gefahren illegaler Drogen zu sprechen, sie davor zu warnen, unbekannte Gegenstände von Fremden anzunehmen, und verdächtige Substanzen den Behörden zu melden. Auch Schulen sollen auf mögliche Risiken aufmerksam gemacht werden.