Trump meldet Einigung auf Ende der Kämpfe

US-Präsident spricht von Waffenruhe, Bestätigung fehlt jedoch weiter

US-Präsident Donald Trump erklärte, Thailand und Kambodscha seien zu einem Ende der Kämpfe bereit. Foto: epa/Francis Chung
US-Präsident Donald Trump erklärte, Thailand und Kambodscha seien zu einem Ende der Kämpfe bereit. Foto: epa/Francis Chung

WASHINGTON: Die Kämpfe zwischen Thailand und Kambodscha haben zahlreichen Menschen das Leben gekostet und Hunderttausende in die Flucht getrieben - nun schaltet sich erneut der US-Präsident ein.

Thailand und Kambodscha haben sich nach den Worten von US-Präsident Donald Trump zur Einstellung der Kämpfe bereiterklärt. Trump sagte, er habe mit Kambodschas Ministerpräsidenten Hun Manet und Thailands Ministerpräsidenten Anutin Charnvirakul telefoniert, sie hätten sich darauf geeinigt, alle Kampfhandlungen «ab heute Abend einzustellen», schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social. Unklar blieb, auf welche Zeitzone er sich bezog. In der Region war es zum Zeitpunkt des Posts bereits Nacht. Die beiden Länder selbst bestätigten die Einigung zunächst nicht.

Trump lobt Friedenswillen beider Länder

«Beide Länder sind bereit für FRIEDEN und die Fortsetzung des Handels mit den Vereinigten Staaten von Amerika», schrieb Trump weiter. Er wolle auch dem malaysischen Regierungschef Anwar Ibrahim für seine Unterstützung bei den Gesprächen danken.

Die Kämpfe zwischen Thailand und Kambodscha an mehreren Fronten der Grenze dauern seit Tagen an. Hintergrund ist ein jahrzehntelanger Streit um Gebietsansprüche. Beide Staaten beschuldigen sich gegenseitig, eine zuletzt geltende Waffenruhe im Gebiet entlang der etwa 800 Kilometer langen gemeinsamen Grenze zuerst verletzt zu haben.

Hohe Opferzahlen und Massenflucht

Die Kämpfe haben über 500.000 Bewohner der Region in die Flucht getrieben und mehr als 20 Menschen das Leben gekostet, darunter mehrere Zivilisten. Zudem gab es Hunderte Verletzte infolge der Gefechte.

Bereits im Juli hatten beide Länder nach schweren Kämpfen eine Waffenruhe vereinbart. Ende Oktober unterzeichneten sie in Anwesenheit Trumps in Malaysia eine gemeinsame Erklärung, die Schritte zu einem dauerhaften Frieden vorsah. Doch im November wurde die vereinbarte Feuerpause nach einem neuerlichen Vorfall an der Grenze erst einmal ausgesetzt. Seit dem vergangenen Sonntag hat sich die Lage nochmals verschärft.

Überzeugen Sie sich von unserem Online-Abo:
Die Druckausgabe als voll farbiges PDF-Magazin weltweit herunterladen, alle Artikel vollständig lesen, im Archiv stöbern und tagesaktuelle Nachrichten per E-Mail erhalten.
Pflichtfelder
Josef Herrmann 14.12.25 14:37
Ingo Kerp
Aha und wir habe keine Probleme? Übrigens ist es unverschämt jemanden für sein Aussehen zu beleidigen zumal man selbst nicht mal sein Bild zeigt!
Michael Meier 14.12.25 07:50
GM Johann
Nach dem peinlichen "Friedenspokal" von Infantino fehlt nur noch eine "Friedenschale" von Putler für Trump´s Glückseeligkeit !
Chris Jomtien 13.12.25 20:50
Vielschichtige Problematik
@Hartmut Wirth Was auch immer der Hauptgrund für die Differenzen ist, mit "Es geht einzig und allein darum, ..." lässt sich das nicht zusammenfassen.
Die Casinos bestehen schon seit vielen Jahrzehnten, der derzeitige Grenzverlauf bereits seit über einem Jahrhundert und (illegale) Callcenter gibt es wohl überall auf der Welt, sogar in Deutschland, obwohl da das Lohnniveau weit höher und das Internet zumeist traurig langsam ist.
Hartmut Wirth 13.12.25 16:40
Streit zwischen Thailand und Kambodscha
Nein, dieses Mal geht es nicht um Landstreitigkeiten,wie nan uns hier weismachen will.

Es geht einzig und allein darum, dass Thailand die lukrativen Einnahmequellen einer elitären Politikerclique "zerstört" hat (jetzt tatsächlich): Abhängen der Call-Center von Strom und Internet und dann durch die hinterhältige und feige Minenverlegung die Grenzschließung, was zwangsläufig dazu führte, dass über die Grenze keine Spieler mehr in die Casinos können. Und wieder ein enormer finanzieller Einbruch. Und dann die Ankündigung, eigene Casinos zu errichten: das Geld der thailändischen Spieler ist in thailändischen Taschen besser aufgehoben.
Also: was zuviel ist, ist zuviel. Und deswegen wurde unter einem vorgeschobenen Vorwand Krieg "gespielt".
Ingo Kerp 13.12.25 12:40
Nein, so wirklich erfolgreich war der Orangen-Mann mit seinen Friedensbemühungen bisher nicht. Außer viel Gerede und Tamtam ist nichts weltbewegendes dabei herumgekommen. Er sollte sich besser um die Probleme in seinem mehr als verschuldeten Land kümmern.

Sind Sie bereits Online-Abonnent? Lesen Sie die vollfarbige PDF-Ausgabe DER FARANG.