Thailand will 10.000 reiche Ausländer anziehen

Foto: The Nation
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BANGKOK: Thailand will im Rahmen seiner nachhaltigen Tourismusstrategie mehr als 10.000 hochqualifizierte Ausländer anziehen, die sich das exklusive Elite-Visum leisten können.

Derzeit gibt es etwa 20.200 Inhaber der „Thailand Elite Card“ im Königreich, und es wird erwartet, dass diese Zahl weiter steigt.

Apichai Chatchalermkit, amtierender Präsident der Thailand Privilege Card Company, die das Elite-Visumsprogramm betreibt, erklärte am Dienstag gegenüber der Presse, dass die Tourismusbehörden fortan der sozialen Verantwortung Vorrang einräumen werden. Mit dieser Neuausrichtung sollen mehr umweltbewusste Ausländer mit hohem Einkommen angezogen werden.

Daher hat das Unternehmen auf der Grundlage der ESG-Philosophie (Environment, Social and Governance, deutsch: Umwelt, Soziales und Unternehmensführung) Strategien zur Verbesserung der Dienstleistungen und zur Sicherstellung eines nachhaltigen Wachstums ausgearbeitet.

Khun Apichai, der auch stellvertretender Gouverneur der Abteilung für Tourismusprodukte und -geschäfte der thailändischen Tourismusbehörde (TAT) ist, erklärte, dass im Rahmen des ESG-Wirtschaftsmodells die Gemeinschaften gestärkt und der Weg für ein Wachstum geebnet werden soll.

„Es sind mehr Maßnahmen erforderlich, um Qualitätstouristen in das Land zu locken, und das ESG-Wirtschaftsmodell wird viel damit zu tun haben“, erläuterte Khun Apichai und fügte hinzu: „Das Unternehmen hat ein wertschöpfendes Netzwerk auf der Grundlage des ESG-Wirtschaftsmodells unter dem Konzept eines ‚Netzwerks für integratives Wachstum und nachhaltige Gesellschaft‘ geschaffen."

Im Rahmen dieses Konzepts habe das Unternehmen einen Teil der Gewinne aus dem Verkauf der Mitgliedskarten in Organisationen investiert, die sich für den lokalen Tourismus und die soziale Entwicklung einsetzen. Die Organisationen, die von dieser Investition profitieren, sind die Hug Muang Nan Foundation, Operation Smile und Dynamic School Thailand.

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„Unsere Mitglieder werden erkennen und schätzen, dass ihr Besuch in Thailand sehr wertvoll ist“, so Khun Apichai. Jeder „Elite Card“-Inhaber dürfte laut Khun Apichai während seines Aufenthalts in Thailand mindestens 100.000 Baht an Einnahmen generieren.

Thailand ist bei ausländischen Touristen seit jeher beliebt, und nach Angaben der TAT verzeichnete das Land zwischen dem 1. Januar und dem 30. September 2022 etwa 5,6 Millionen Ankünfte, die 200 Milliarden Baht an Einnahmen generierten.

Diese Zahlen stehen im Einklang mit der Welttourismusorganisation (UNWTO), die vor kurzem eine Liste der Länder veröffentlicht hat, die sich am Aufschwung des Tourismus orientieren. Thailand führte die Liste in Bezug auf Hotelbuchungen an und belegte den zweiten Platz unter 10 Ländern in Bezug auf das Touristenvertrauen.

Die Thailand Privilege Card Company wurde im Jahr 2003 gegründet und ist der Betreiber der „Thailand Elite Card“. Das Unternehmen ist ein staatliches Unternehmen, das der TAT untersteht, die auch der alleinige Anteilseigner ist.

„Thailand Elite Card“-Mitglieder erhalten eine ganze Reihe von Vorteilen, darunter ein Mehrfacheinreisevisum für fünf Jahre, einen 24/7-Concierge-Service und andere exklusive Dienstleistungen. Die Kosten für ein Elite-Visum können zwischen 600.000 und 1 Million Baht liegen.

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Dirk 12.10.22 21:30
Realität?
Ich lese immer nur etwas von Generieren,erwarten,locken,anziehen etc....
Als Tourist erwarte ich erstmal Gleichberechtigung und keine Abzocke.
Rolf W. Schwake 12.10.22 21:20
Blindwütiger Aktionismus ...
... scheint manchem Politiker mehr zu liegen als Realitätssinn. Ganz abgesehen davon, daß diese "Upper-Class" von Acapulco über Monaco bis zu den Malediven wesentlich rechtssichere Ziele und mindestens gleich schöne und interessante Ziele vorziehen dürfte, sollte man an einen Ausspruch unseres ehemaligen Reichskanzlers Otto von Bismarck denken : "Wenn der Staat Geld benötigt, dann muß er an das Portemonnaie des kleinen Mannes". Ich unterstütze diejenigen, die schon viele Jahre in Thailand leben und mit ihrem Geld nicht nur die dortige Wirtschaft, das dortige Finanzamt, sondern auch die Familien ihrer Partnerinnen und Partner unterstützen - und sich trotzdem ständig bei der Immigration melden müssen. Es ist eine Schande zu sehen, wie der Staat "Superreichen", die nicht kommen werden, hofiert und dabei diejenigen vergißt, die schon viele Jahre zu Thailands Wohlstand beitragen
Ralph von Mühldorfer 12.10.22 15:50
Gold von Thailand ist unendlich schmutzig
Andamanen See - ja - sehr schön
Ingo Kerp 12.10.22 12:20
10.000 reiche Ausländer? Warum nur 10.000? Was ist man denn so bescheiden und kleinlaut geworden. Gerade die TAT jongliert doch immer mit Zahlen, bei denen einem schwindelig wird. Jetzt darf man aber gespannt sein, wie diese Aktion ausgeht.
Beat Sigrist 12.10.22 12:00
Ein Vorschlag für die Farangzeitung
Der Farang sollte eine anonymisierte Umfrage bei den bestehenden Residenten in Thailand erheben über die monatlichen Ausgaben, welche monatlich in Thailand getätigt werden. Jeder Resident, welcher mehr als 100 000 Baht im Monat ausgibt, sollte dann automatisch und gratis ein 5 Jahresvisum bekommen, mit mehreren Re -Entries. Vielleicht bekämen dann viele Rentner etwas mehr Wertschätzung hier von den Behörden und der Regierung. Über 50 % aller Rentner haben hier in Thailand eine Frau oder Freundin oder Freund und auch die und deren Familien werden massiv finanziell unterstützt. Es leben ca. 80 000 Rentner im schönen Thailand und total leben etwa 160 000 Ausländer in Thailand, welche jeden Monat ein Vermögen hier ausgeben. Wenn nur 50% davon 100 000 im Monat ausgeben, gäbe dies eine Summe von 8 000 000 000 Baht pro Monat. Nehmen wir mal an, dass die restlichen 50% einen Betrag von 40 000 im Monat ausgeben, käme nochmals eine Summe von 3 200 000 000. Total investieren also die hier lebenden Ausländer ca. 11 200 000 000 Baht jeden Monat in Thailand. Und dies Jahr für Jahr auch in Coronazeiten! Ich denke dies ist eine starke und zuverlässige Gruppe von Menschen, welche es verdient haben, dementsprechend mit etwas weniger Behördengänge belastet zu werden.
Hans-Jürgen Thomas Kirchner 12.10.22 11:20
Wille und Umsetzung
sind zwei verschiedene Paar Schuhe.
Abwarten und Tee trinken.
David Ender 12.10.22 10:40
Rechtssicherheit? Rueckerstattung bei Ableben?
Wie man diesen Deal auch dreht und wendet: Vermoegende Auslaender wird man damit nicht in grosser Zahl locken koennen. Erstens gibt es im Koenigreich keine ausreichende Rechtssicherheit. Falls es sich die Regierung naechstes Jahr anders ueberlegt, gibt es keine unabhaengige Instanz wo man verbriefte Rechte durchsetzen kann. Zweitens - warum soll ich 10 oder 20 Jahre Visumrechte kaufen, wenn mich naechstes Jahr womoeglich der Herzkasper ereilt? Gibts denn eine Rueckerstattung fuer die restlichen 19, nicht "konsumierten" Jahre? Mir koennte es ja wurscht sein, doch meine thailaend. Ehefrau eben nicht. Und drittens - die neu gestrickten Spezialdeals fuer hochqualifizierte Digitalnomaden sind mit Fallstricken im Einkommensrecht verbunden. Siehe Punkt Eins - jede aktuelle Regel kann nach Gutduenken schon naechstes Jahr gaendert werden. Dann allerdings kennt das Finanzamt in Bangkok die Einkommensstroeme. Nach thailaend. Recht kann bis zu 10 Jahre rueckgegriffen werden, bei Spitzensteuersaetzen welche manch entwickeltes Erste Welt Land blass werden lassen. ... Ergo: Wer schlau und gehoben liquide ist bleibt immer schoen unterm Radar und parkt seine Patente, Rechte, Einkommensstroeme eben weiterhin anderswo, wo es dramatisch guenstiger und sicherer ist. Und behaelt auch einen Wohnsitz da um steuerlich sauber zu bleiben. ... Warum man aus Pattaya/Rayong bis heute kein "neues Hong Kong" gemacht hat verstehe ich bis absolut nicht. Braeuchte bloss einen Masterplan und Rechtssicherheit.
Andreas Hamm 12.10.22 09:10
Na dann träumt mal schön weiter. Und die Hoffnung stirbt zuletzt

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