Thailand rechnet mit fünf Mio. Chinesen

Chinesische Touristen auf Besichtigungstour in Bangkok. Foto: epa/Rungroj Yongrit
Chinesische Touristen auf Besichtigungstour in Bangkok. Foto: epa/Rungroj Yongrit

BANGKOK: Trotz der Sorgen um den derzeitigen Abwärtstrend auf dem chinesischen Immobilienmarkt bleibt die Thailändische Tourismusbehörde (TAT) zuversichtlich, dass im Jahr 2023 fünf Millionen Touristen aus China ins Land kommen werden. Während der anhaltenden Pandemie sparen die Reisenden weiterhin für Auslandsreisen, daher erwartet TAT-Gouverneur Yuthasak Supasorn einen Anstieg des chinesischen Tourismus, da die Touristen aus der Volksrepublik daran interessiert sind, internationale Reiseziele zu erkunden.

Das Ziel der Agentur, 5 Millionen Besucher aus China zu erreichen, entspricht 50 Prozent der Zahl von 2019, als etwa 10 Millionen Ankünfte verzeichnet wurden. Angesichts der riesigen Bevölkerung Chinas von über 1,4 Milliarden Menschen scheint dieses Ziel erreichbar zu sein. Tatsächlich haben von Januar bis Mai bereits über 1,1 Millionen chinesische Touristen Thailand besucht.

Um den Tourismus aus dem „Reich der Mitte“ weiter zu fördern, führt die TAT Gespräche mit der Abteilung für konsularische Angelegenheiten, um die Beantragung von Visa und die Überprüfung von Dokumenten für chinesische Reisende zu erleichtern.

Ein innovativer Schritt zur Förderung des Inlandstourismus besteht darin, den „Aberglauben-Tourismus“ (superstition tourism) als Teil des Angebots einzuführen. Dieses Konzept zielt darauf ab, das Interesse von Kurzstreckentouristen, einschließlich chinesischer Besucher, zu wecken. Es wird erwartet, dass dieses neue Projekt im Jahr 2021 einen Umsatz von 15 Milliarden Baht (480 Millionen US-Dollar) generiert, was im Vergleich zu den 10,8 Milliarden Baht (346 Millionen US-Dollar) im Jahr 2019 eine deutliche Steigerung darstellt, berichtet die „Bangkok Post“.

In Zeiten der Schwierigkeiten suchen die Menschen verstärkt nach moralischer Unterstützung, und diese Nachfrage passt gut zur lokalen Kultur und dem Glauben Thailands, was wirtschaftlich genutzt werden kann. Aus diesem Grund plant die TAT, 12 Aberglaube-China-Tourismusrouten in jeder Region einzurichten und vom 30. Juni bis 2. Juli 2023 eine Sonderveranstaltung mit dem Titel „Amazing Muteverse“ in der Shopping Mall CentralWorld abzuhalten.

Da sich der weltweite Markt für Aberglauben-Tourismus bis 2033 verdreifachen und einen Wert von 40,9 Milliarden US-Dollar erreichen soll, gibt es in diesem Sektor erhebliches Wachstumspotenzial. Yuthasak ist zuversichtlich, dass die Schwächung des Yen gegenüber dem US-Dollar die thailändischen Touristen nicht von Auslandsreisen abhalten wird, da auch die thailändische Währung Schwankungen unterliegt.

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Urs Widmer 21.06.23 13:30
Und täglich grüsst das Murmeltier.
Ingo Kerp 21.06.23 11:50
In der Einleitung des Artikel steht die Begründung für die existierende Sorge und Gefahr. Die "anhaltende Pandemie", die in TH von der TAT gänzlich ausgeblendet wird, was chines. Touris anbelangt. Dabei ist inzwischen weltweit bekannt, das sich täglich Mio von Chinesen infizieren. Wenn TH so wild auf chines. Touris ist, koennte CHN das Gesundheitsrisiko verlagern und die Infizierten nach TH schicken.
Andy 20.06.23 18:30
5 Chinesen mit dem Kontrabass
Die TAT und ihre Glaskugel.
Die sollen mir mal die Lottozahlen der nächsten Ziehung übermitteln.
Aberglauben Tourismus, da fällt mir nix mehr ein.

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