Thailand im Kreislauf der Flutkatastrophen gefangen

Weite Teile im thailändischen Nordosten leiden unter der sich jährlich wiederholenden Flutkatastrophen. Foto: epa/efe/Royal Thai Government
Weite Teile im thailändischen Nordosten leiden unter der sich jährlich wiederholenden Flutkatastrophen. Foto: epa/efe/Royal Thai Government

BANGKOK: Der Council of Engineers Thailand (CoE) und das Engineering Institute of Thailand (EIT) haben die Regierung aufgefordert, aus den jüngsten Überschwemmungen Lehren zu ziehen, um den endlosen Kreislauf der Flutkatastrophen zu beenden.

Als Lösungen schlagen Experten bessere Katastrophenwarnsysteme und eine verbessere Infrastruktur für den Hochwasserschutz vor. Dazu gehörten Dämme, wie sie die Niederlande errichtet hätten, um niedrig gelegene Gebiete wie die Provinz Ubon Ratchathani zu schützen. Laut Professor Suchatvee Suwansawat, Präsident des Council of Engineers Thailand, müssten auch die Wassereinzugsgebiete vergrößert werden, um den Abfluss besser kontrollieren zu können. In städtischen Gebieten mit wenigen Hochwassereinzugsgebieten sollten Entwässerungskanäle als Reservoir für Hochwasser genutzt werden.

Auf dem Seminar zum Hochwasserschutz äußerten sich Ingenieure über mangelnde Warnsysteme. In der Provinz Ubon Ratchathani hätten Behörden vorab Daten über die Tropenstürme „Podul“ und „Kajiki“ gehabt. „Sie haben es jedoch versäumt, rechtzeitig Informationen und Warnungen zu veröffentlichen. Der Schaden hätte sich in Grenzen gehalten, wenn die Warnungen viel früher versandt worden wären", sagte Professor Suwatana Chittladdakorn, Dozent für Hydrologie an der Universität Kasetsart. Die Regierung habe ausreichend Daten und ein ausgeklügeltes Hochwasserwarnsystem, aber es fehle ein gutes Management. Zudem würden die verschiedenen Behörden nicht zusammenarbeiten.

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Siam Fan 22/09/2019 13:09
Ach, daher weht der Wind!
Ganz egal, was die thailändischen Experten nicht selbst können, es muß produktneutral ausgeschrieben werden und die Ausschreibung darf eben nicht auf die Holländer zugeschnitten sein. Es hat seit 2011 jetzt etwa für 1.000 mrd TB Hochwasserschutzmaßnahmen gegeben. Jetzt (danach) hat es in TH Trockenheit und an anderen Stellen Hochwasser. Eine Ausschreibung im Wettbewerb würde sicher neue, für TH passendere Ideen bringen! TH hat sehr wenig mit dem Flachland NL gemeinsam. Auch die Nordseestürme gibt es nicht in TH. Bis die Flutwelle der Schneeschmelze aus den Alpen in Holland ist, ist sie in TH schon im Meer. TH ist 12mal so groß wie NL und die Berge sind rund 5mal höher. Stauseen sind wohl in NL gar nicht bekannt. TH ist 1770km lang, da wäre man von NL schon in Italien. TH hat(te) einen Dyke mit einem Khlong OBENDRAUF. Etwas Vergleichbares gibt es in NL nicht. Auch auf den karibischen Inseln haben sie eher ein schlechtes Zeugnis abgelegt.Da sind die Schäden 1Jahr nach dem Sturm nur zu einem kleinen Teil behoben! Wenn es in NL einmal so regnen würde, wie in TH, wäre wieder Halb-NL abgesoffen! In TH bringt man mit den Khlongs das Wasser nur mit der Schwerkraft über den Dyke, in Holland braucht es Pumpen.
Ingo Kerp 22/09/2019 12:29
Alles bekannt und keine neuen Erkenntnisse. Wann wird gehandelt?