BANGKOK: Das thailändische Verkehrsministerium erwartet, dass die beiden wichtigsten Flughäfen des Landes bis zum Jahr 2029 zusammen rund 120 Millionen Passagiere pro Jahr abfertigen werden. Mit umfangreichen Investitionen in Infrastruktur, Technologie und Personal soll Thailand seine Position als regionales Luftverkehrsdrehkreuz weiter ausbauen.
Verkehrsminister Phiphat Ratchakitprakarn stellte das Ziel am Dienstag (16. Juni 2026) nach einem Besuch bei der Flugsicherungsorganisation Aeronautical Radio of Thailand (Aerothai) sowie der Flughafenbetreibergesellschaft Airports of Thailand (AOT) vor. Nach seinen Angaben arbeitet die Regierung daran, die Wettbewerbsfähigkeit des Luftfahrtsektors zu stärken und langfristiges Wachstum zu sichern.
Drehkreuz zwischen China und Indien
Nach Prognosen der AOT soll der Flughafen Suvarnabhumi bis 2029 jährlich rund 73 Millionen Passagiere abfertigen. Für den Flughafen Don Mueang werden weitere 43 Millionen Reisende erwartet. In diesen Zahlen sind große Regionalflughäfen wie Chiang Mai, Chiang Rai, Phuket, Krabi, Khon Kaen und Ubon Ratchathani nicht enthalten. Phiphat verwies auf die geografische Lage Thailands als wichtigen Standortvorteil. Das Land liege im Zentrum der ASEAN-Region und zwischen den bevölkerungsreichen Märkten Chinas und Indiens. Dadurch bestehe großes Potenzial, sich als regionales Drehkreuz für den Passagier- und Luftfrachtverkehr zu etablieren.
Milliardenprojekt für Suvarnabhumi
Um das erwartete Wachstum zu bewältigen, treibt die AOT mehrere Ausbauprojekte voran. Am Flughafen Suvarnabhumi ist eine östliche Terminalerweiterung im Wert von zwölf Milliarden Baht geplant. Das Projekt soll die Kapazität des Flughafens, die derzeit bei 60 Millionen Passagieren pro Jahr liegt, weiter erhöhen. Der Baubeginn wird vorbehaltlich der Zustimmung des Kabinetts für das Jahr 2027 angestrebt.
Neues Terminal für Don Mueang
Auch die dritte Ausbaustufe des Flughafens Don Mueang befindet sich im Genehmigungsverfahren. Geplant sind unter anderem ein neues internationales Terminal sowie zusätzliche Verkehrsanbindungen.
Nach Einschätzung des Verkehrsministers befindet sich die Luftfahrtbranche trotz der anhaltenden Spannungen im Nahen Osten weiterhin auf Wachstumskurs.