THAI: Korruption beim Kauf neuer Airbus-Flugzeuge

Ein Airbus A340-600 der Fluggesellschaft Thai Airways International. Foto: epa/Narong Sangnak
Ein Airbus A340-600 der Fluggesellschaft Thai Airways International. Foto: epa/Narong Sangnak

BANGKOK: Einige Mitarbeiter von Thai Airways International (THAI) wurden nach Angaben eines vom Verkehrsministerium eingesetzten Ermittlungsteams in den Jahren 2003 und 2004 bei dem Kauf von Flugzeugen ungewöhnlich reich.

Laut dem stellvertretenden Verkehrsminister Thaworn Senneam hat die THAI zwischen 2003 und 2004 zehn Großraumflugzeuge vom Typ Airbus A340 gekauft. Die Ermittlungen ergaben, dass einige THAI-Mitarbeiter Gewinne aus der Verwaltung von Beschaffungsprojekten, einschließlich des A340-Geschäfts, in die Tasche gesteckt haben sollen. „Korruption ist definitiv vorgekommen", sagte Polizei-Generalleutnant Charnthep Sesaves, der die Ermittlungen leitete.

Die Flugzeuge sollten auf Direktflügen zwischen Bangkok, New York und Los Angeles eingesetzt werden. Zwei Jahre nach Aufnahme der Bangkok-US-Dienste verzeichnete die Fluggesellschaft Verluste in Höhe von 12 Milliarden Baht. Die Verluste weiteten sich auf 39 Milliarden Baht aus, nachdem die gleichen Flugzeuge auf anderen Strecken eingesetzt wurden. Die Direktflüge in die USA wurden fortgesetzt, obwohl das Büro des Nationalen Rates für wirtschaftliche und soziale Entwicklung Einwände gegen die Anschaffung dieses Flugzeugtyps durch die THAI erhoben hatte. Die Behörde stellte einen rentablen Betrieb der treibstofffressenden Flugzeuge in Frage.

Die Ergebnisse des Charnthep-Teams werden an die Nationale Antikorruptionskommission weitergeleitet. Im Laufe dieses Monats sollen weitere Einzelheiten der Untersuchung bekannt gegeben werden.

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Klaus Olbrich 22.08.20 13:37
Korruption gibt es ueberall in der Welt.
Warum sollte es in Thailand anders sein?
Da gibt's noch vieles andere was bisher unbemerkt blieb.
Bei jedem neuen Gesetz was erlassen wird, da werden Gelder abgezeigt und verschwinden in dunklen Kanälen.
Ingo Kerp 22.08.20 13:07
So weiß man nun zumindest, wo ein Teil der Milliardenverluste hergekommen ist. Andererseits, erstaunen wird es wohl keinen in TH.
Markus Boos 22.08.20 09:37
Nicht doch
Korruption in Thailand? Kann ich mir nicht vorstellen.
Ja. Nachts träum ich auch. ;-))
Jörg LOHKAMP 21.08.20 19:21
Korruption bei Beschaffungsprojekten
ist ja nicht neues und weltweit weit verbreitet. Ich bin sicher - ohne Korruption + Bestechung - läßt sich seit Beginn der modernen Luftfahrt kein Flugzeug verkaufen. Nicht zu diesen " Mondpreisen " die die Hersteller aufrufen. Wie anders könnten dermaßen hohe Preisnachlasse beim Kauf gewährt werden ?

Es gibt doch nur 2 weltweite Wettbewerber + einige kleinere Hersteller, 85 % Marktanteil liegen entweder bei Boeing oder Airbus.

Die Konkurrenz beider Konzerne ist doch schon legendär + politisch aufgeladen (gegenseitige Sanktionen + jahrelange Gerichtsprozesse). Was liegt daher näher wenn Entscheidungsträger in der Beschaffung von Flugzeugen auch einen " kleinen Anteil " einfordern, vielfach wird von Seiten der Hersteller auch
" finanzielle Unterstützung " von sich aus angeboten - soweit " alles normal " !!!.

Würde mehr kontrolliert würde auch mehr Korruption bekannt. Kann man nicht dauerhaft verhindern, aber vielleicht hilft schon wenn man Entscheidungsträger - regelmäßig - als Vorsichtmaßnahme austauscht + auf andere Posten versetzt.
Ole Bayern 21.08.20 17:12
Wie soll es denn auch anders sein .....
.... der Fisch stinkt immer vom Kopf an . Aber in Thailand kann man beruhigt sein . Solche Sachen und Korruptionsfälle sind regelmäßig verjäht ....da kratzt die eine Krähe der Anderen kein Auge aus. Ausbaden müssen das Fehlverhalten und Missmangement dann die " kleinen " Leute. VG Ole

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