BANGKOK: Die Fluggesellschaft Thai AirAsia hat ihren Sommerflugplan 2026 aufgrund stark gestiegener Kerosinpreise angepasst und mehrere internationale Verbindungen vorübergehend ausgesetzt oder reduziert.
Hintergrund sind die anhaltenden Spannungen im Nahen Osten sowie die daraus resultierende Verteuerung von Öl und Flugkraftstoff.
Viele Routen ab Don Mueang ausgesetzt
Betroffen sind insbesondere Verbindungen ab dem Flughafen Don Mueang in Bangkok. Ausgesetzt werden die Strecken Don Mueang–Kathmandu (28. April bis 1. August), Don Mueang–Denpasar (1. Mai bis 30. Juni), Don Mueang–Singapur (12. Mai bis 30. Juni), Don Mueang–Hongkong (11. Mai bis 30. Juni), Don Mueang–Kuala Lumpur (29. April bis 24. Oktober), Don Mueang–Ahmedabad (27. Mai bis 25. Oktober), Don Mueang–Guwahati (28. April bis 24. Oktober), Don Mueang–Jaipur (11. Mai bis 24. Oktober) sowie Don Mueang–Lucknow (2. Juni bis 24. Oktober). Zuvor lagen die Frequenzen je nach Strecke zwischen täglichen Flügen und mehreren Verbindungen pro Woche.
Frühere Ausfälle bleiben bestehen
Zusätzlich bleiben bereits früher gestrichene Verbindungen weiterhin ausgesetzt. Dazu zählen die Flüge Suvarnabhumi–Narathiwat (FD4252/4253) vom 21. April bis 24. Oktober 2026 sowie die Strecke Don Mueang–Xi’an (FD588/589) vom 11. Mai bis 23. Oktober 2026. Ebenfalls betroffen sind die Flüge Hongkong–Okinawa (FD518/519) vom 7. Mai bis 24. Oktober 2026.
Auch Routen ab Phuket gestrichen
Auch ab Phuket wurden mehrere Routen eingestellt. Die Verbindung Phuket–Chennai (FD192/193) entfällt vom 13. April bis 24. Oktober 2026, wobei Flug FD193 zusätzlich vom 14. April bis 25. Oktober nicht durchgeführt wird. Die Strecke Phuket–Kochi (FD196/197) ist vom 17. April bis 23. Oktober ausgesetzt, Flug FD197 darüber hinaus vom 18. April bis 24. Oktober 2026.
Kerosinpreise steigen deutlich an
Nach Angaben aus der Branche haben sich die Preise für Flugkraftstoff des Typs Jet A-1 infolge der geopolitischen Lage deutlich erhöht und liegen inzwischen bei über 140 US-Dollar pro Barrel, nachdem sie zuvor bei rund 80 US-Dollar lagen. Der Anteil der Treibstoffkosten an den Gesamtkosten eines Fluges, der zuvor etwa 30 Prozent betrug, ist entsprechend gestiegen.
Langstrecken besonders betroffen
Vor allem Mittel- und Langstreckenverbindungen geraten dadurch unter Druck, da hier der Treibstoffanteil besonders hoch ist. Airlines reagieren mit Frequenzkürzungen und temporären Streckenaussetzungen, um die Betriebskosten zu begrenzen. Inzwischen zeigen sich erste Auswirkungen auch im Inlandsverkehr, da die Branche insgesamt auf die weiterhin volatile Entwicklung der Energiepreise reagieren muss.