Ta-Kwai-Tempel weiter unzugänglich

Streitkräfte warnen vor Einsturz und Minenfeldern

Der stark beschädigte Ta-Kwai-Tempel nach den jüngsten Kampfhandlungen. Foto: Royal Thai Army
Der stark beschädigte Ta-Kwai-Tempel nach den jüngsten Kampfhandlungen. Foto: Royal Thai Army

SURIN: Experten warnen vor akuter Einsturzgefahr an Teilen des Prasat Ta Khwai im thailändisch-kambodschanischen Grenzgebietes. Der Tempel wurde während des jüngsten militärischen Konflikts zwischen Thailand und Kambodscha schwer beschädigt. Aus Sicherheitsgründen bleibt das Gelände für die Öffentlichkeit gesperrt, da die Bausubstanz als instabil gilt und in der Umgebung weiterhin zahlreiche nicht geräumte Landminen liegen.

Vertreter des Fine Arts Department haben den Tempel in der Provinz Surin begutachtet und arbeiten an Restaurierungsplänen. Nach Angaben von Lt. Col. Sarayut Malasai, Kommandeur des 22. Infanteriebataillons der Task Force 2, sei das Areal jedoch weiterhin unsicher und ausschließlich für autorisiertes Personal zugänglich. Besonders abseits der betonierten Wege befänden sich ausgedehnte Minenfelder, darunter auch im Bereich des Hügels 350.

Nur begrenzte Minenräumung erfolgt

Die bisherigen Räummaßnahmen hätten sich auf das notwendige Maß zur Sicherung militärischer Operationen beschränkt. Große Teile des Geländes seien noch nicht vollständig entmint, dies sei jedoch Teil eines langfristigen Plans. Der Ta-Kwai-Tempel stammt aus der Zeit zwischen dem 11. und 13. Jahrhundert und wurde im Khmer-Stil während der Angkor-Periode errichtet.

Soldaten sichern das Tempelgelände während der militärischen Kontrolle. Foto: Royal Thai Army
Soldaten sichern das Tempelgelände während der militärischen Kontrolle. Foto: Royal Thai Army

Nach Angaben des Bataillonskommandeurs benötigten thailändische Truppen rund zehn Tage, um im Dezember die Kontrolle über das Gebiet um den Tempel zu übernehmen. Das schwierige Gelände habe den Einsatz erschwert, da gegnerische Kräfte über höher gelegene Positionen verfügten und ihre Stellungen über Jahre hinweg befestigt hatten. Opfer habe es an diesem Ort nicht gegeben.

Kambodschanische Truppen auf Abstand

In der Region Chong Haeo seien weiterhin kleine kambodschanische Einheiten beobachtet worden, die thailändische Aktivitäten aus der Distanz überwachten. Inzwischen hätten sich kambodschanische Kräfte im Umfeld des Tempels und von Hügel 350 auf etwa einen Kilometer zurückgezogen und konzentrierten ihre Präsenz westlich des Hügels. Nach militärischen Angaben versuchen sie derzeit, beschädigte Verteidigungsstellungen wieder aufzubauen.

Gedenken an die gefallenen Soldaten in der Provinz Surin. Foto: Royal Thai Army
Gedenken an die gefallenen Soldaten in der Provinz Surin. Foto: Royal Thai Army

Die thailändischen Streitkräfte hätten die Sicherheit in dem Gebiet inzwischen gemäß militärischen und lokalen Entwicklungsrichtlinien hergestellt. Das Areal sei kein neu beanspruchtes Territorium, sondern historisch thailändisches Gebiet, das über Jahrzehnte hinweg von kambodschanischer Seite schrittweise besetzt worden sei, so Sarayut unter Verweis auf Karten im Maßstab 1:50.000. Operativ und taktisch befinde sich Thailand derzeit im Vorteil, während kambodschanische Einheiten Abstand hielten.

Sicherheit hat Vorrang vor Tourismus

Über eine mögliche spätere touristische Nutzung des Areals müsse auf höherer Ebene entschieden werden. Vorrang habe derzeit der Aufbau stabiler Verteidigungslinien für den Fall erneuter Spannungen. Drohnenflüge, die zuvor häufig beobachtet worden seien, würden aktuell nicht mehr registriert, möglicherweise infolge von Gesprächen auf Kommandoebene.

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