Strafen gegen Taxi-Betrug in Bangkok

Foto: epa-efe/Narong Sangnak
Foto: epa-efe/Narong Sangnak

BANGKOK: Das thailändische Department of Land Transport (DLT) hat angekündigt, härter gegen Fahrer im öffentlichen Nahverkehr vorzugehen, die sich nicht an geltende Standards halten – insbesondere im Umgang mit Touristen.

Wie DLT-Vizedirektor und Sprecher Seksom Akraphand erklärte, spiele der Tourismussektor eine zentrale Rolle für die Wirtschaft des Landes. Die Qualität der öffentlichen Verkehrsmittel habe direkten Einfluss auf das Image Thailands, da viele ausländische Besucher auf diese Dienste angewiesen seien.

Zur Sicherstellung der Einhaltung der Vorschriften entsendet das DLT täglich Verkehrsinspektoren, um Missbrauch gegenüber Touristen und Einheimischen zu verhindern. Dabei werde auch gezielte Verkehrsunterstützung in stark frequentierten Touristengebieten geleistet – etwa in der Nähe großer Einkaufszentren, an Sanam Luang, in Chinatown (Yaowarat), an den Flughäfen Suvarnabhumi und Don Mueang sowie am Busbahnhof Mo Chit.

Zudem wurde das Pilotprojekt „Ratchaprasong Model“ ins Leben gerufen – eine Kooperation mit der Touristenpolizei, der Polizeiinspektion Lumpini, dem Bezirksamt Pathumwan und Einkaufszentren in der beliebten Ratchaprasong-Gegend. Ziel ist eine verstärkte Kontrolle vor Ort und das konsequente Vorgehen gegen Verstöße.

Zwischen dem 1. Oktober 2024 und dem 30. April 2025 wurden laut DLT landesweit 3.960 Fahrer wegen Fehlverhaltens belangt – etwa wegen Fahrgastverweigerung, Nichtbenutzung des Taxameters oder Nichtanfahrens vereinbarter Ziele. Insgesamt wurden 9.375 Ordnungswidrigkeiten geahndet.

Im selben Zeitraum wurden im Rahmen eines Punktesystems zur Bewertung des Fahrverhaltens 2.032 Strafpunkte vergeben, in 71 Fällen kam es zum Entzug der Fahrerlaubnis.

Der jüngste Fall, der für öffentliche Empörung sorgte, betrifft einen Taxifahrer namens Sali. Er verlangte am 23. Mai 2025 nahe des Einkaufszentrums Iconsiam von einer thailändischen Passagierin einen Pauschalpreis von 150 Baht und verweigerte die Fahrt bei Ablehnung des Angebots. In einem viral verbreiteten Video erklärte er, lieber einen ausländischen Fahrgast aufgenommen zu haben.

Das DLT verhängte daraufhin eine Geldstrafe von 1.000 Baht, suspendierte seine Lizenz für einen Monat und verpflichtete ihn zu einer Schulung im Gemeindedienst. Bei Wiederholung, so die Behörde, droht der endgültige Lizenzentzug.

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Klaus Berbel 03.06.25 09:20
Ich habe in meinem letzten Urlaub das erste mal die Grab-App ausprobiert. Kann ich jedem empfehlen.
Ich werde alles in meiner Macht stehende tun, dass Taxifahrer in Thailand keinen einzigen Baht mehr von mir bekommen. Durch deren Verhalten, wie oben beschrieben, habe ich auch keinerlei Mitleid.
Siegfried Kienberger 31.05.25 17:30
@Fabian Hauser
Bolt und Grab sind wesentlich teurer als ein Taxi mit eingeschaltetem Taxameter. Der Vorteil von den Fahrdiensten ist, das man sie bestellen kann und man nicht darauf angewiesen ist ein Taxi auf der Strasse zu suchen.
Thomas Sylten 31.05.25 16:40
Beschwerdenummer ?
Ich hätte öfter mal Grund, einen Taxifahrer wg. Fahrt- oder Meterverweigerung anzuschwärzen: Leider fehlt mir die dafür vorgesehene Telefonnummer - kennt die hier jemand?
Fabian Hauser 31.05.25 15:30
Taxizustand vs Bolt/Grab
Letzten Monat in BKK hatte ich 3x an einem Abend das Taxi wieder verlassen, weil der Fahrer sich weigerte nach Taxameter zu Fahren. Leider sind Bolt und Grab nicht zu erkennen und ein Taxi kann oft innert Sekunden herangewinkt werden. Mit der APP sind die Preise teilweise auch noch besser und vor allem kann ich mein Ziel zuvor eingeben und ein Mögliches Verständigungsproblem umgehen.
Oft sind die Grab/Bolt Fahrzeuge in einem gepflegteren Zustand und auch das Fahrwerk ist nicht so "Ausgeschlagen" wie bei den Taxis mit xMillionen Km auf der Uhr.
Im weiteren haben die auch keinen Gastank im Kofferraum und die Zuladung vom Koffer ist gesichert.
Ab dem Flughafen BKK verwende ich jedoch oft die Taxis ganz links mit dem Schalter und der kleinen Wartehalle...Dort ist der Zähler immer an und die Preise sind OK.
Oliver Harms 31.05.25 15:10
Thais als Checker oder Lockvogel?
Das dürfte wohl ziemlich weniger negative Ergebnisse bringen.
Wenn man die Probleme wirklich bekämpfen möchte,dann müssen die Behörden auf freiwillige Farangs wie sie bei der Touristen Polizei tätig sind zurück greifen.
Dann finden sie Taxler ohne Ende in den Touristen Bezirken.Wobei ich persönlich mit Taxlern bei mir außerhalb in den Lokal Gebieten und auch an den beiden Airports noch nie schlechte Erfahrungen mit Taxlern gemacht habe.Egal wohin ich will,sie stellen immer ihren Meter ein.

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