Sparen bei der Heißwäsche

Sparen bei der Heißwäsche

Ein Leser hat einen attraktiven Corona-Rabatt im Waschsalon seines Vertrauens entdeckt, ein Tipp für Sparfüchse, den er natürlich nicht für sich allein behalten möchte:

Liebe Redaktion, seit seiner Eröffnung vor ca. einem Jahr wasche ich meine Wäsche in einem sogenannten „WashXpress“-Selbstbedienungs-Waschsalon in der Soi 16 in Naklua. Auch wenn der Spaß dort nicht ganz billig ist, schätze ich die Waschleistung der neuen Maschinen dort sehr, kein Vergleich zu den ständig verdreckten Münzautomaten am Straßenrand, bei denen nur Kaltwäsche möglich ist. Da der Waschsalon auch mit Trocknern ausgestattet ist, hat man in knapp einer Stunde die Wochenration Schmutzwäsche gewaschen, getrocknet und kann sie schrankbereit nach Hause bringen. Nun zum Spartipp: Ein kleiner Zettel an der Wand informiert die Kunden auf Thailändisch darüber, dass Ihnen in Corona-Zeiten Kochwäsche empfohlen wird, um Viren beim Waschen abzutöten. Um der Empfehlung Nachdruck zu verleihen, offeriert der Betreiber die Kochwäsche (60°C) zum selben Preis wie eine 40°C-Wäsche. Eine tolle Sache!

Tom Gabler, Pattaya


Die im Magazin veröffentlichten Leserbriefe geben nicht die Meinung der Redaktion wieder. DER FARANG behält sich darüber hinaus Sinn wahrende Kürzungen vor. Es werden nur Leserbriefe mit Namensnennung veröffentlicht!

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Marco Egloff 28.05.20 16:08
Also, bei uns ist es folgendermassen mit der Waschtemperatur: Die Sonne regelt die Temperatur. Wir haben eine Maschine ohne Heizung, je nach Sonnenstand wirds dann um die 40 bis 45 Grad. Man braucht desshalb keine Sortierung der Wäsche, geht auch nichts ein. Sauber wirds auch und Hygienisch eigentlich auch, wir leben noch.
Was man aber unterlassen sollte ist, Weichspühler mit Bleichmittel verwechseln!! Ich wurde darum als Batikkünstler Familienintern kurzeitig bewundert um anschliessend als ein wenig "dummer Falang" bezeichnet zu werden. Jetzt halte ich jedesmal mein Riechorgan an die zur Auswahl stehenden 5 bis 10 Flaschen, somit gibts keine neuen Batikunterhosen mehr.
Hansruedi Bütler 25.05.20 09:25
Behüllte Viren
Alle Viren die eine Hülle tragen sind extrem empfindlich auf physikalische Veränderungen, wie der Stabilität gegenüber Umwelteinflüssen und Desinfektionsmitteln. So inaktiviert eine Änderung des Umgebungs-pH um drei Einheiten ins basische oder 4-5 ins saure, behüllte Viren. Schon eine Einwirkung mit Tensiden (Seifen), 20-30 Sek. im Neutralbereich (pH 7), inaktiviert behüllte Viren, genauso wie eine Veränderung der ansonsten "feuchten" Umgebung, mit Alkoholen (Ethyl-, Isopropylalkohol). Genauso verhalten sich Mittel, wie Wundbenzin, welche die lipoide Struktur der Hülle zertört und damit den Virus austrocknet. Bitte beachten: Unbehüllte Viren bedürfen drastischeren Maßnahmen.
aurel aurelis 24.05.20 20:15
Keime sterben früher.
Ich habe wiederholt gelesen, dass beim Händewaschen die Seife mindestens 20 bis 30 Sekunden einwirken soll. Davon würde auch der Schutzmantel der SARS-Cov-2 Viren so angegriffen, dass sie kurzfristig eingehen.
Ich kümmere mich in unserem Haushalt und in der Massagepraxis um die Wäsche. Ich lasse die Maschinen ab 22h00 auf Nachstrom laufen. Da ist meine Familie schon im Bett. In der Praxis wasche ich jetzt mit 60°C, weil ich gegenüber dem Hygieneplan nicht lügen will. Mit dem Nachstrom ist es sowieso günstiger. Am Nächsten Tag kommen im Ablufttrockner nochmals 50°C drauf. Im Haushalt wasche ich fast alles mit 30°C. Ich habe keine Lust die Klamotten meiner Frau, meiner Stieftochter (25) und unseres Sohnes (6 ½) zu sortieren.
Weißes kriege ich extra. Im Wärmepumpentrockner wird es auch nicht wirklich warm. Reicht!
Im Urlaub in TH habe ich mal die Stieftochter zur Waschmaschine gehen lassen. Scheinbar war die Maschine auf “Kochen“. Nachher war alles orange, auch meine 2 Paar beigen Jeans.
Hansruedi Bütler 24.05.20 20:12
Kochwäsche?
Stimmt, da Wasser erst bei 100°C kocht, nennt man dies Kochwäsche, denn so war es früher. Mit zunehmender Verbesserung der Waschmittel erreichte man aber schon unterhalb 95° jenen Punkt, der Mikroorganismen abtötete, da der pH der Seifenlauge stabil eingestellt werden konnte. Zur Desinfektion bei diesen Temperaturen setzte man der Waschflotte Peroxide in Form von Percarbonat/Perborat ein, die oberhalb 60° Aktivsauerstoff in der Waschlauge freisetzten. So wurde die Wäsche sauber und mikrobenfrei. Mit der Einführung von Tetraacetylethylendiamin (TAED) gelangte ein Aktivator in die Waschmittel (Zumischung 4-8%), welcher mit den zugemischten Percarbonaten/Perboraten schon ab 23° und pH 10, Peressigsäure (starkes Oxidationsmittel) bildet und so garantiert, dass eine "Heisswäsche" auch unter 60° den hygienischen Anforderungen gerecht wird. Einen hohen Bekanntheitsgrad innerhalb der Bevölkerung erlangte TAED in den auslaufenden 1970er-Jahren durch einen Werbespot des Waschmittels OMO, in dessen Slogan es hieß: „OMO, mit TAED-System“. TAED zerfällt bei der sogenannten Perhydrolyse, der Reaktion mit Wasserstoffperoxid aus dem Bleichmittel Percarbonat unter den Bedingungen eines Waschprozesses bereits bei 23 °C zu >99 % zu DAED, das leicht bioabbaubar ist. Die gebildete Peroxyessigsäure hat bakterizide, viruzide und fungizide Eigenschaften und zerstört rasch >99,99 % der Mikroorganismen. Dadurch wirkt die Kombination von TAED mit Percarbonat desinfizierend und desodorierend.
Hans-Dieter Volkmann 24.05.20 15:29
Sparen bei Heißwäsche
Kaum eine Waschmaschine erreicht bei eingestellten 60 Grad auch tatsächlich 60 Grad. Sie bleiben fast alle darunter. Grund ist, sie wollen alle als stromsparend gelten und sind technisch entsprechen gebaut.