PATTAYA: Nach heftigen Regenfällen ist am Jomtien Beach in Pattaya erneut dunkel gefärbtes Wasser aus der Kanalisation ins Meer geflossen. Gleichzeitig verursachte die starke Strömung erhebliche Erosionsschäden am Strand, wodurch Wassersportanbieter ihre Schnellboote nur noch mit großem Aufwand an Land bringen können. Unternehmer und Anwohner fordern nun eine schnelle Lösung des seit Jahren wiederkehrenden Problems.
Am Freitag (3. Juli 2026) veröffentlichte der Facebook-Nutzer Thanathan Pramunpong ein Video, das zeigt, wie dunkel gefärbtes Wasser aus einem Entwässerungsrohr in das Meer am Jomtien Beach strömt. Nach seinen Angaben trat das Problem unmittelbar nach den starken Regenfällen erneut auf und beeinträchtigte sowohl das Meer als auch die Umwelt in dem beliebten Badegebiet.

Journalisten überprüften anschließend den Bereich gegenüber der Jomtien Soi 14, der im Video zu sehen ist. Dabei bestätigte sich, dass kontinuierlich dunkel gefärbtes Wasser aus einem Entwässerungsrohr ins Meer floss. Zudem war ein Geruch wahrnehmbar, der an Abwasser erinnerte. Entlang des Strandes und auf der Wasseroberfläche hatten sich großflächige dunkle Ablagerungen gebildet.
Strömung spült Strand massiv aus
Darüber hinaus hatte die starke Strömung den erst kürzlich aufgeschütteten Sand erheblich ausgespült. Dadurch entstand ein tiefer Graben, über den das Wasser ins Meer abfloss. Je nach Niederschlagsmenge verstärkte sich der Wasserstrom zeitweise deutlich.

Nach bisherigen Erkenntnissen tritt ein solches Phänomen regelmäßig bei starken Regenfällen auf. Große Regenwassermengen gelangen dabei innerhalb kurzer Zeit in das Entwässerungssystem und erhöhen den Abfluss an den Auslässen zum Meer erheblich. Die genaue Ursache sowie die Qualität des eingeleiteten Wassers sollen nun von der Stadt Pattaya und den zuständigen Behörden untersucht werden.
Bootsbetrieb stark erschwert

Betreiber von Ausflugsbooten am Jomtien Beach berichteten, dass sich an dieser Stelle der wichtigste Anlege- und Slipbereich, Pier A, für Wassersportanbieter befindet. Durch die Erosion und den entstandenen Graben könnten große Schnellboote jedoch nicht mehr wie gewohnt an Land gezogen werden. Stattdessen müssten inzwischen fünf Traktoren eingesetzt werden, um die Boote aus dem Wasser zu ziehen.

Ein Ausweichen auf Pier B sei derzeit nicht möglich, da dieser Bereich wegen laufender Strandaufschüttungsarbeiten vorübergehend gesperrt ist. Dies führe zu erheblichen Einschränkungen im Betrieb und verursache zusätzliche Kosten für die betroffenen Unternehmen.
Fünf Traktoren ziehen Boot an Land

Nach der Veröffentlichung des Videos forderten zahlreiche Nutzer in den sozialen Medien die zuständigen Behörden auf, die Wasserqualität umgehend zu untersuchen und wirksame Maßnahmen gegen die während der Regenzeit regelmäßig auftretenden Einleitungen ins Meer zu ergreifen. Ziel sei es, Umwelt, Tourismus und die betroffenen Unternehmen langfristig besser zu schützen.