#SavePattaya: Bürger fordern Entschuldigung

Demonstranten kritisieren pauschale Darstellung Pattayas

Mehrere tausend Einwohner, Unternehmer und Beschäftigte versammelten sich am Bali-Hai-Pier zur Kundgebung „Save Pattaya“, um ein Zeichen für den Ruf der Touristenstadt zu setzen. Bild: TMN.TV
Mehrere tausend Einwohner, Unternehmer und Beschäftigte versammelten sich am Bali-Hai-Pier zur Kundgebung „Save Pattaya“, um ein Zeichen für den Ruf der Touristenstadt zu setzen. Bild: TMN.TV

PATTAYA: Mehrere tausend Einwohner, Unternehmer und Beschäftigte haben sich in Pattaya unter dem Motto „Save Pattaya“ versammelt, um gegen die aus ihrer Sicht pauschale Darstellung der Stadt als „gesetzlose Stadt“ zu protestieren. Die Teilnehmer forderten eine Entschuldigung des Politikwissenschaftlers Sirote Klampaiboon und riefen zu einer ausgewogenen Berichterstattung über Pattaya auf.

Am Freitagabend (3. Juli 2026) versammelten sich auf dem Mehrzweckplatz am Bali-Hai-Pier in Pattaya mehrere tausend Menschen im Rahmen der Kampagne „Save Pattaya“. An der Kundgebung nahmen Einwohner Pattayas, Unternehmer, Geschäftsleute, Händler, Betreiber öffentlicher Verkehrsmittel, Vertreter der lokalen Fischerei, des Tourismus- und Dienstleistungssektors sowie thailändische und ausländische Einwohner teil.

TV-Aussagen sorgen für Protest

Sakchai Taengho, ehemaliger langjähriger Bezirksvorsteher (District Chief) von Bang Lamung, sprach bei der Kundgebung und stellte sich hinter die Initiative „Save Pattaya“. Bild: TMN.TV
Sakchai Taengho, ehemaliger langjähriger Bezirksvorsteher (District Chief) von Bang Lamung, sprach bei der Kundgebung und stellte sich hinter die Initiative „Save Pattaya“. Bild: TMN.TV

Anlass der Veranstaltung waren Äußerungen des unabhängigen Politikwissenschaftlers Sirote Klampaiboon in einer Fernsehsendung. Nach Auffassung der Teilnehmer vermittelten seine Aussagen ein verzerrtes Bild Pattayas und könnten dem internationalen Tourismusstandort erheblich schaden.

Rufe nach Entschuldigung

Lisa Hamilton, Präsidentin der Pattaya Nightlife Business Association, sprach bei der Kundgebung über die Auswirkungen pauschaler Kritik auf Tourismus und Wirtschaft. Bild: TMN.TV
Lisa Hamilton, Präsidentin der Pattaya Nightlife Business Association, sprach bei der Kundgebung über die Auswirkungen pauschaler Kritik auf Tourismus und Wirtschaft. Bild: TMN.TV

Die Demonstranten hielten Schilder mit der Aufschrift #SavePattaya hoch und forderten Sirote Klampaiboon sowie die Verantwortlichen der Fernsehsendung auf, ihre Aussagen zu erläutern und sich bei der Bevölkerung Pattayas zu entschuldigen. Hintergrund sind Äußerungen, in denen Pattaya als „gesetzlose Stadt“ mit einflussreichen Persönlichkeiten und mangelnder Sicherheit beschrieben worden sein soll. Die Teilnehmer kritisierten, dass dadurch die gesamte Stadt pauschal verurteilt werde, obwohl die überwiegende Mehrheit der Einwohner ehrlich arbeite und lebe.

Bekenntnis zur Heimatstadt

Teilnehmer der Kundgebung hielten Plakate hoch und bekundeten ihre Unterstützung für Pattaya und dessen Einwohner. Bild: TMN.TV
Teilnehmer der Kundgebung hielten Plakate hoch und bekundeten ihre Unterstützung für Pattaya und dessen Einwohner. Bild: TMN.TV

Die Atmosphäre der Veranstaltung war lebhaft, blieb jedoch friedlich. Zahlreiche Teilnehmer ergriffen auf der Bühne das Wort und schilderten ihre persönliche Verbundenheit mit Pattaya. Sie betonten, dass sich die Stadt über Jahrzehnte hinweg zu einem Ort der Chancen entwickelt habe, an dem Menschen aus allen Regionen Thailands sowie aus dem Ausland Arbeit gefunden, Familien gegründet und zum wirtschaftlichen Erfolg des Landes beigetragen hätten. Das Image Pattayas dürfe deshalb nicht allein aufgrund einzelner Vorfälle oder persönlicher Meinungen beurteilt werden.

Kritik ja, Pauschalurteile nein

Mit selbst gestalteten Plakaten brachten Teilnehmer ihre Solidarität mit Pattaya und der Kampagne „Save Pattaya“ zum Ausdruck. Bild: TMN.TV
Mit selbst gestalteten Plakaten brachten Teilnehmer ihre Solidarität mit Pattaya und der Kampagne „Save Pattaya“ zum Ausdruck. Bild: TMN.TV

Lisa Hamilton, Präsidentin der Pattaya Nightlife Business Association, erklärte, dass Kritik legitim sei, sofern sie auf Tatsachen beruhe. Eine pauschale Darstellung Pattayas als gesetzlose Stadt schade jedoch unmittelbar Unternehmen, Beschäftigten und vielen Menschen, deren Lebensunterhalt vom Tourismus abhänge. Sie betonte, dass die Einwohner Pattayas bestehende Kriminalitäts- und Sozialprobleme keineswegs leugneten. Vielmehr arbeiteten Behörden, Unternehmen und die Bevölkerung kontinuierlich an deren Lösung. Einzelne Missstände dürften jedoch nicht dazu genutzt werden, die gesamte Stadt und ihre Bewohner zu verurteilen.

Mehr als negative Schlagzeilen

Auch Vertreter verschiedener Berufsgruppen beteiligten sich an der Kundgebung und bekannten sich zu ihrer Heimatstadt Pattaya. Bild: TMN.TV
Auch Vertreter verschiedener Berufsgruppen beteiligten sich an der Kundgebung und bekannten sich zu ihrer Heimatstadt Pattaya. Bild: TMN.TV

Mehrere Redner wiesen zudem darauf hin, dass auch andere Großstädte weltweit mit Kriminalität, Sicherheitsproblemen oder organisierter Kriminalität zu kämpfen hätten. Entscheidend sei, gemeinsam an Lösungen zu arbeiten, anstatt ein dauerhaft negatives Bild zu schaffen, das unbeteiligten Bürgern schade. Pattaya sei weiterhin eines der bedeutendsten Touristenzentren Thailands mit hoher wirtschaftlicher Bedeutung, attraktiven Investitionsmöglichkeiten, vielfältigen Freizeitangeboten für Familien, Naturattraktionen, Stränden, Koh Larn, internationalen Hotels und Resorts sowie einem Sicherheitskonzept, das kontinuierlich weiterentwickelt werde.

Appell für faire Berichterstattung

Die Kundgebung am Bali-Hai-Pier zog Teilnehmer aus Wirtschaft, Tourismus und Bevölkerung an und verlief friedlich. Bild: TMN.TV
Die Kundgebung am Bali-Hai-Pier zog Teilnehmer aus Wirtschaft, Tourismus und Bevölkerung an und verlief friedlich. Bild: TMN.TV

Die Organisatoren betonten, dass die Kundgebung nicht dazu diene, Probleme in Pattaya zu leugnen oder Straftäter zu schützen. Vielmehr solle darauf aufmerksam gemacht werden, dass über die Stadt ausgewogen und fair berichtet werden müsse. Neben Kriminalitätsmeldungen gebe es zahlreiche Bürger, Freiwillige, Polizeibeamte, staatliche Stellen und private Organisationen, die täglich daran arbeiteten, die Sicherheit und Lebensqualität für Einwohner und Touristen zu verbessern.

Während der gesamten Veranstaltung sorgten Beamte der Polizeiwache Pattaya City für die Sicherheit und regelten den Verkehr. Die Kundgebung verlief ohne Zwischenfälle; es kam weder zu Unruhen noch zu Auseinandersetzungen.

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