KOH SAMUI: Eine Tote und sechs zum Teil Schwerverletzte hat der Unfall eines Safari-Offroadjeeps heute Mittag bei Namuang gefordert. Laut ersten Informationen der Polizei handelt es sich bei den Opfern um chinesische Touristen und eine deutsche Frau.
(Aktualisierung: Bei der Verunglückten handelt es sich um eine deutsche Touristin aus Düsseldorf. Diese hatte die Tour mit ihrer 25 Jahre alten Cousine gebucht und angetreten. Die geschockte Verwandte hat bereits heute Abend Koh Samui verlassen und fliegt zurück in ihre Heimat. Die Rückführung der getöteten Düsseldorferin kann erst nach Freigabe des Leichnams und einer vorhergehenden Obduktion erfolgen. DER FARANG spricht den Angehörigen der Urlauberin, die unter so tragischen Umständen auf Koh Samui ihr Leben lassen musste, tief empfundenes Beileid aus)..
Der Veranstalter ‚Samui Offroad Tours‘ mit seinen weißen Geländewagen hatte die Touristen aus China und Europa frühmorgens in ihren Hotels abgeholt. Weshalb das Gefährt im Gebirge um 11.30 Uhr außer Kontrolle geriet und sich überschlug, ist noch Gegenstand aktueller Ermittlungen. Unfallzeugen sagten, der Fahrer sei zuvor in waghalsiger Manier gefahren.
Wie ein Mitarbeiter der Touristenpolizei auf Koh Samui vor wenigen Minuten auf Anfrage bestätigte, handelt es sich bei der getöteten Touristin um eine Frau deutscher Nationalität (27 Jahre alt). Sie sei zuerst ins Bangkok Samui Hospital gebracht worden – dort habe man das Leben der jungen Urlauberin aber nicht mehr retten können. Später wurde der Leichnam ins Staatliche Krankenhaus in Nathon überführt.
Schon öfter hat es auf der Insel schwere Unfälle bei Safari Touren ins Gebirge gegeben. Im Frühjahr waren bei einem Zwischenfall mit einem konkurrierenden Veranstalter acht russische Touristen schwer verletzt worden, als ihr Fahrer mit dem Tourwagen ins Schleudern geriet und gegen einen Baum prallte. Damals wurde als Ursache Bremsversagen angegeben – wie zumeist nach solchen Unfällen.
Bisher gibt es noch keinen offiziellen Polizeibericht. Wegen der toten Urlauberin aus Deutschland ist jedoch die Touristenpolizei eingeschaltet und die Deutsche Botschaft in Bangkok verständigt worden. Über die genaue Herkunft der getöteten Touristin liegen noch keine Erkenntnisse vor. Zunächst muss die Familie des Opfers verständigt werden. Die Deutsche soll mit einer Verwandten hier Urlaub gemacht haben.
Auf Koh Samui hat es in den vergangenen Jahren wiederholt Beschwerden über die rücksichtslose Fahrweise einiger Safari-Touranbieter gegeben. Manchmal sitzen die Fahrgäste ungesichert über dem Führerhaus in einer kleinen Dachkonstruktion. Auch auf der Ringstraße um die Insel sind häufig haarsträubende Überholmanöver der Safarijeeps zu beobachten, die trotz voller Besetzung mit Touristen keine Vorsicht walten lassen.