Neues aus der Wirtschaft am Sonntag

Fotomontage: DER FARANG
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EU-Kommission legt Konjunkturprognose vor

BRÜSSEL: In den ersten Monaten des Jahres ist die deutsche Wirtschaft minimal gewachsen. Verschiedene Schätzungen sagen dennoch keine Trendwende voraus. Wie schätzt Brüssel die Lage ein?

Die Europäische Kommission stellt an diesem Montag (11.00 Uhr) in Brüssel ihre Frühjahrs-Konjunkturprognose vor. Bei ihrer jüngsten Schätzung im November erwartete die Behörde für Deutschland ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts um 0,7 Prozent in diesem Jahr. Die Bundesregierung rechnet 2025 mit einer Stagnation des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Auch der Internationale Währungsfonds (IWF) traut der größten Volkswirtschaft der EU im laufenden Jahr kein Wachstum zu.

Zollstreit mit USA hat Folgen

Für die EU sagte die Behörde im November ein Plus von 1,5 Prozent für das laufende Jahr voraus, für die Eurozone rechnete sie mit einem Wachstum um 1,3 Prozent.

Dämpfen dürfte das Wirtschaftswachstum nach Einschätzung der EU-Kommission der Handelskonflikt mit den USA. «Wir sehen diese US-Zölle als einen Faktor, der sich negativ auf die EU-Wirtschaft und die US-Wirtschaft selbst auswirkt und auch negative globale Auswirkungen hat», sagte EU-Wirtschaftskommissar Valdis Dombrovskis jüngst. «Alles in allem erwarten wir einen negativen wirtschaftlichen Einfluss.» Man werde alle Entwicklungen weiterhin sehr genau beobachten.


US-Finanzminister: Unsicherheit ist eine Verhandlungstaktik

WASHINGTON: Kleinunternehmer in den USA stehen wegen Trumps Zollpolitik unter Druck - viele sind auf chinesische Waren und Produktionsstätten angewiesen. Finanzminister Bessent versucht, zu beschwichtigen.

Im Zollstreit der USA mit China hat US-Finanzminister Scott Bessent die Linie der Regierung verteidigt. «Strategische Unsicherheit ist eine Verhandlungstaktik. Wenn wir den anderen Ländern zu viel Sicherheit geben würden, dann würden sie uns in den Verhandlungen ausspielen», sagte er dem Sender CNN. Anlass war eine Frage zu amerikanischen Kleinunternehmern, die wegen der US-Zölle auf chinesische Produkte unter wirtschaftlichem Druck stehen. Bessent sagte, er sei «zuversichtlich, dass am Ende dieser Verhandlungen sowohl die Einzelhändler als auch das amerikanische Volk und die amerikanischen Arbeitnehmer besser dastehen werden».

China ist für die USA ein Hauptlieferant günstiger Konsumgüter - sowohl für Handelsriesen wie Walmart und Amazon als auch für viele kleine Unternehmen. US-Präsident Donald Trump hat wiederholt erklärt, er wolle die heimische Produktion stärken. Viele Unternehmen kritisieren jedoch, dass es in den USA für zahlreiche Waren an geeigneten Produktionsstätten, Fachkräften und ausreichender Infrastruktur fehlt.

Auf diese Kritik angesprochen erklärte Bessent, dass sich der Druck auf China langfristig nicht auf alle Produktgruppen erstrecken solle. Man beabsichtige nicht, die wirtschaftlichen Beziehungen zur Volksrepublik zu kappen - Trump wolle sie vielmehr ausweiten. Während der Corona-Pandemie habe man aber strategische Schwachstellen erkannt, insbesondere bei Medikamenten, Halbleitern und Stahl. «Das mittelfristige Ziel ist es, diese strategischen Industrien so schnell wie möglich zurückzubringen», sagte Bessent. «Ich denke, wir werden mit China weiterhin die Produkte handeln, von denen diese kleinen Unternehmen sprechen - mit niedrigeren Zöllen.»

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