Dax ringt mit 25.000-Punkte-Marke

Händler schauen auf ihre Bildschirme im Handelssaal der Börse in Frankfurt am Main. Foto: EPA/Frank Rumpenhorst
Händler schauen auf ihre Bildschirme im Handelssaal der Börse in Frankfurt am Main. Foto: EPA/Frank Rumpenhorst

FRANKFURT: Der noch zu Wochenbeginn robuste Dax ist am Dienstag etwas unter Druck geraten. Dass der Preis für die wichtige Rohölsorte Brent auf den höchsten Stand seit einem Monat gestiegen ist, belastete die Stimmung. Eine halbe Stunde nach Handelsbeginn sank der deutsche Leitindex um 0,47 Prozent auf 24.997 Punkte. Der MDax der mittelgroßen Unternehmen verlor 0,65 Prozent auf 31.773 Punkte. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um knapp 0,6 Prozent bergab.

Verantwortlich für die Ölpreis-Entwicklung ist die von US-Präsident Donald Trump angekündigte Wiederaufnahme der Seeblockade gegen iranische Häfen ansteuernde Schiffe. Zudem erklärte Trump, dass die USA fortan für die sichere Durchfahrt der Meerenge von Hormus Einnahmen in Höhe von 20 Prozent des Frachtwertes für sich beanspruchten.

Am deutschen Markt steht zunächst aber eine Reihe von Unternehmenszahlen im Fokus. Der Pharmawirkstoff-Entwickler Evotec senkte wegen erwarteter Umsatzverschiebungen und geringerer Erlöserwartungen seine Jahresziele deutlich. Diese liegen nun klar unter den Analystenerwartungen, was die Aktien um fast ein Drittel auf den tiefsten Stand seit rund zehn Jahren einbrechen ließ.

Aktien aus der Reise- und Freizeitbranche litten besonders deutlich unter der Entwicklung im Nahen Osten und dem Ölpreisanstieg. Die Fraport-Titel, die am Montag dem negativen Branchentrend noch getrotzt hatten, sackten um vier Prozent ab, während Tui und Lufthansa zwei beziehungsweise 1,8 Prozent verloren.

Dass Vossloh seinen Ausblick wegen der wirtschaftlichen und geopolitischen Unsicherheiten etwas nach unten revidierte, bestraften die Anleger mit einem Kursrutsch von 8,4 Prozent. Derweil blickt das Medizintechnik-Unternehmen Drägerwerk nach einem guten zweiten Quartal etwas zuversichtlicher als bisher auf das laufende Geschäftsjahr. Die Aktien gewannen 1,4 Prozent.

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