Neues aus der Wirtschaft am Dienstag

Fotomontage: DER FARANG
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Eurokurs gefallen - EZB-Referenzkurs: 1,1405 US-Dollar

FRANKFURT/MAIN: Der Euro-Kurs ist gefallen. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1405 (Montag: 1,1424) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8768 (0,8753) Euro.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,85215 (0,85330) britische Pfund, 185,01 (185,23) japanische Yen und 0,9257 (0,9253) Schweizer Franken fest.


Zölle: US-Regierung zahlt gut 81 Milliarden US-Dollar zurück

WASHINGTON: Nach dem wegweisenden Urteil des Supreme Courts hat die US-Regierung unter Präsident Donald Trump Milliarden an Zöllen wieder zurückgezahlt. Insgesamt wurden von Oktober 2025 bis Ende Juni rund 81,3 Milliarden US-Dollar (knapp 72,9 Mrd Euro) erstattet, wie aus Daten des Finanzministeriums hervorgeht. Im Vergleichszeitraum des vorigen Jahres lag die Summe noch bei knapp 5,3 Milliarden Dollar.


DIHK wirbt für Grundgesetzänderung für Sonntagsöffnungen

BERLIN: In der Debatte um flexiblere Sonntagsöffnungszeiten für den Einzelhandel spricht sich DIHK-Präsident Peter Adrian für eine Grundgesetzänderung aus. Dadurch solle die Rechtslage für verkaufsoffene Sonntage dauerhaft geklärt werden. Mit Blick auf das sogenannte Ladenschluss-Urteil sagte Adrian den Zeitungen der Funke Mediengruppe: «Das Bundesverfassungsgericht hatte sich in seiner Entscheidung aus dem Jahr 2009 auf die Weimarer Reichsverfassung bezogen, die von der «seelischen Erhebung» am Sonntag spricht. Nun - das erscheint mir nicht zeitgemäß.»


Ausländer stabilisieren deutschen Arbeitsmarkt

NÜRNBERG: Der Zustrom von Asylsuchenden in den vergangenen Jahren hat nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit maßgeblich zur Sicherung der Beschäftigung auf dem deutschen Arbeitsmarkt beigetragen. Zwischen Juni 2014 und Juni 2025 sei der Aufbau der Beschäftigung überwiegend von ausländischen Beschäftigten getragen worden, teilte die Behörde in Nürnberg mit. 43 Prozent des Beschäftigungswachstums entfielen auf Staatsangehörige aus Drittstaaten - rund ein Drittel davon komme aus den acht wichtigsten Asylherkunftsländern.


China liefert deutlich mehr Waren nach Deutschland

PEKING: Chinas Exporte nach Deutschland sind im Juni weiter kräftig gestiegen. In US-Dollar gerechnet lagen sie 27,2 Prozent höher als im Vorjahresmonat, wie aus Daten der Zollbehörde in Peking hervorgeht. Chinas Importe aus Deutschland legten dagegen nur um 3,1 Prozent zu, während die länderübergreifende Wachstumsquote um ein Vielfaches höher lag. Auch im gesamten ersten Halbjahr wuchsen die chinesischen Lieferungen nach Deutschland deutlich stärker als die Einfuhren aus der Bundesrepublik.


Deutschland darf Millionen für Halbleiterfabriken geben

BRÜSSEL: Deutschland darf nach einer Entscheidung der Europäischen Kommission vier Halbleiteranlagen mit insgesamt 659 Millionen Euro fördern. «Durch die Förderung von Innovationen im Halbleiterbereich stärken wir unsere technologische Souveränität und die Wettbewerbsfähigkeit Europas», teilte die zuständige EU-Kommissarin Teresa Ribera dazu mit.


Irankrieg und Berliner Sparpläne lösen Solarboom aus

BERLIN: Der Irankrieg und Kürzungspläne der Bundesregierung haben den Ausbau der Solarenergie in Deutschland im ersten Halbjahr befeuert. Nach vorläufigen Zahlen gingen von Anfang Januar bis Ende Juni neue Solaranlagen mit einer addierten Leistung von insgesamt knapp 7,4 Gigawatt-Peak ans Netz. Das waren neun Prozent mehr als in der ersten Hälfte des vergangenen Jahres, wie der Bundesverband Solarwirtschaft in Berlin mitteilte.


RWE erwartet stabile Strompreise für Haushalte

BERLIN/ESSEN: Deutschlands größter Stromerzeuger RWE geht für die kommenden fünf Jahre von insgesamt eher stabilen Preisen für Haushaltskunden aus. RWE-Chef Markus Krebber erwartet nach eigenen Angaben nicht, dass die Haushalte wegen der zunehmenden Stromnachfrage mit steigenden Preisen rechnen müssen. RWE produziert Strom vor allem mit Windrädern, Gas- und Kohlekraftwerken sowie Solaranlagen und verkauft ihn an Großkunden wie etwa Stadtwerke oder die Industrie. Haushaltskunden beliefert das Unternehmen schon seit vielen Jahren nicht mehr.


Siemens Energy bekommt einen neuen Namen

MÜNCHEN: Siemens Energy heißt künftig Omterra. Noch im laufenden Jahr soll der Namenswechsel beginnen und schrittweise umgesetzt werden, heißt es vom Konzern. Die Übergangsphase soll etwa eineinhalb Jahre dauern. Mit dem Namenswechsel kappt Energy eine der letzten Verbindungen zur ehemaligen Mutter Siemens. Mit Omterra entscheide man sich «bewusst für eine eigenständige, international anschlussfähige Marke», heißt es. Der neue Name ist ein reines Kunstwort.

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