Eurokurs gefallen - EZB-Referenzkurs: 1,1424 US-Dollar
FRANKFURT/MAIN: Der Euro-Kurs ist.gefallen. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1424 (Freitag: 1,1430) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8753 (0,8748) Euro.
Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,85330 (0,85155) britische Pfund, 185,23 (185,02) japanische Yen und 0,9253 (0,9223) Schweizer Franken fest.
VW-Chef nennt erstmals eine Zahl: Bis zu 50.000 Jobs bedroht
WOLFSBURG: Mitten im Ringen um die Zukunft des größten europäischen Autobauers hat Volkswagen-Konzernchef Oliver Blume erstmals das mögliche Ausmaß der erwarteten Einschnitte beziffert. Ohne Veränderung der Arbeitskosten würde sich eine Größenordnung von rund 50.000 Stellen weltweit ergeben, sagte er einem internen Interview im Volkswagen-Intranet zufolge, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Zuvor hatte der «Spiegel» berichtet. Diese Zahl ergibt sich laut Blume aus dem Vorhaben, die Kosten für Verwaltung, Infrastruktur und Unterstützung des Kerngeschäfts auf ein wettbewerbsfähiges Niveau zu senken.
EU stärkt Rechte: Entschädigung für Fluggäste wird einfacher
BRÜSSEL: Bei verspäteten oder gestrichenen Flügen sollen Reisende in der EU künftig leichter ihre Rechte geltend machen können. Dafür gaben die EU-Länder in Brüssel das finale grüne Licht. Die Regeln sind voraussichtlich ab Mitte 2027 verbindlich. Fluggesellschaften können sie bereits früher umsetzen. Haben Passagiere einen Anspruch auf Ausgleich, muss die Fluggesellschaft sie innerhalb von vier Tagen nach der Ankunft elektronisch darüber informieren und ihnen erklären, wie sie die Entschädigung beantragen können. Die Verbraucher haben dann neun Monate Zeit, dies zu machen. Die Airline muss daraufhin wiederum innerhalb von 30 Tagen auszahlen oder den Reisenden mitteilen, warum sie in diesem Fall keine Entschädigung zahlt.
Managementproblem? - Bahn-Konzept Vollsperrung in der Kritik
BERLIN/WUPPERTAL: Die sogenannten Generalsanierungen besonders wichtiger Strecken sollen der Befreiungsschlag sein für die Deutsche Bahn. Die Fahrgäste müssen dabei monatelange Sperrungen in Kauf nehmen, sollen danach aber auf einer grundlegend modernisierten und zuverlässigen Strecke unterwegs sein. Das Problem: Der Deal funktioniert derzeit so nicht. Die Strecke von Hagen über Wuppertal nach Köln ist nun bereits die Dritte in diesem Jahr, bei der es nach Abschluss der Arbeiten nicht rundläuft oder die nicht rechtzeitig fertig wird. Davor: Hamburg-Berlin - sechs Wochen Verzögerung, der Bahn zufolge wegen des strengen Winters mit viel Frost. Und Nürnberg-Regensburg - Inbetriebnahme um drei Wochen verschoben wegen Verzögerungen bei der Sicherheitsüberprüfung der Stellwerkstechnik.
1,8 Milliarden Dollar für Drohnenhersteller Helsing
MÜNCHEN: Der 2021 gegründete Münchner Drohnen- und Softwarehersteller Helsing hat in einer der bislang größten Finanzierungsrunden für europäische Start-ups 1,8 Milliarden Dollar eingeworben. Die Bewertung des Unternehmens mit seinen über 1.000 Mitarbeitern ist nach Helsing-Angaben nunmehr auf 18 Milliarden Dollar gestiegen. Zu den Investoren zählen unter anderem der kanadische Pensionsfonds CCP Investments und zwei Größen der US-Finanzwelt: JP Morgan Chase und die zur gleichnamigen Investmentbank gehörende Kapitalanlagegesellschaft Goldman Sachs Alternatives. Die Mehrheit des Unternehmens bleibt nach Helsing-Angaben jedoch in europäischem Besitz.
Flugreisen deutlich teurer - Preise steigen um 8,5 Prozent
WIESBADEN: Urlauberinnen und Urlauber mussten im ersten Halbjahr für Flugtickets und Pauschalreisen deutlich tiefer in die Tasche greifen. So verteuerten sich die Flüge in den ersten sechs Monaten des Jahres 2026 durchschnittlich um 8,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, wie das Statistische Bundesamt mitteilt. Die Preise für Pauschalreisen stiegen moderater: Ins Ausland waren sie 3,0 Prozent teurer und zu deutschen Zielen mussten 2,8 Prozent mehr gezahlt werden.
Mehrheit gegen Kürzungen bei Wärmepumpenförderung
BERLIN: Die Mehrheit der Deutschen lehnt laut einer Umfrage die Pläne der schwarz-roten Koalition zu Kürzungen bei der Wärmepumpenförderung ab. Das zeigen die Ergebnisse einer repräsentativen Befragung des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag der Klimaschutzorganisation GermanZero. Mehr als jeder zweite Befragte (51 Prozent) betrachtet die Kürzung demnach negativ, 38 Prozent davon sogar sehr negativ.
Ärger über verbotene Werbeanrufe wird noch größer
BONN: Immer mehr Verbraucherinnen und Verbraucher beschweren sich über verbotene Werbeanrufe. Wie die Bundesnetzagentur auf Anfrage mitteilte, gingen bei ihr im ersten Halbjahr 21.552 Beschwerden wegen unerlaubter Telefonwerbung ein und damit 13 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. In den ganzen Jahren 2024 und 2025 waren die Beschwerden um sechs beziehungsweise acht Prozent gestiegen.
Trockene Weine im Trend
BODENHEIM: Der Trend zu trockenen und Weißweinen in Deutschland hält an. Nach Auswertung der bundesweiten Qualitätsweinprüfung wurden im vergangenen Jahr 53 Prozent aller deutschen Qualitäts- und Prädikatsweine in der trockenen Geschmacksrichtung angeboten, wie das Deutsche Weininstitut (DWI) im rheinhessischen Bodenheim mitteilte. Dies entspreche erneut einem Plus von einem Prozentpunkt gegenüber dem Vorjahr. 2020 habe der Anteil trockener Weine noch bei 48 Prozent gelegen, 2010 sogar nur bei 40 Prozent.