VW-Chef: «Intelligentere Lösungen» als Werksschließungen
BERLIN: Im Ringen um die Zukunft von Volkswagen sieht Konzernchef Oliver Blume nach eigenen Angaben Alternativen zu Fabrikschließungen. «Es gibt intelligentere Lösungen, als Werke zu schließen», sagte Blume der «Bild am Sonntag». Ein Sparprogramm an den deutschen Produktionsstandorten zeige bereits Wirkung: «Unsere Fabrikkosten in Deutschland konnten wir allein im vergangenen Jahr um durchschnittlich 20 Prozent verbessern. Ein starker Fortschritt», sagte er.
Daimler-Truck-Chefin: Existenz der Branche in Europa bedroht
BERLIN: Für die Chefin von Daimler Truck, Karin Rådström, ist die Existenz der Nutzfahrzeugindustrie in Europa in Gefahr. «Wenn die CO2-Regulierung unverändert bleibt, setzt Europa die Wettbewerbsfähigkeit seiner Nutzfahrzeugindustrie aufs Spiel», sagte Rådström im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Sie glaube nicht, dass die Politik die Dringlichkeit verstanden habe. Rådström ist derzeit auch Vorsitzende des Nutzfahrzeug-Ausschusses des Verbands europäischer Automobilhersteller (Acea).
Schnieder sieht Bahn für mehr Pünktlichkeit in der Pflicht
BERLIN: Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder sieht die Bahn für mehr Zuverlässigkeit für die Fahrgäste auch bei den eigenen Abläufen im Zugbetrieb in der Pflicht. Es sei «nicht nur eine Frage der Investitionen, ob wir die Pünktlichkeit steigern. Es gibt auch betriebliche Abläufe, die verbessert werden müssen», sagte der CDU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur. «Wenn ein Zug abends zu spät ins Depot kommt und die Zeit knapper wird, ihn zu reinigen, dann muss ich den Personaleinsatz da einfach verstärken.» Dies liege nicht an der Infrastruktur. «Das ist etwas, das muss die Bahn regeln.»
Jobabbau bei O2: Gewerkschaft wirft Firma Planlosigkeit vor
MÜNCHEN: Der geplante Jobabbau beim Telekommunikationsanbieter O2 Telefónica stößt bei der Gewerkschaft Verdi auf scharfe Kritik. «Wir fürchten, dass es um ein reines Sparprogramm geht, das vom spanischen Mutterkonzern angeordnet ist - ohne dass es einen genauen Plan gibt, wie sich das Unternehmen in Deutschland positiv weiterentwickeln kann», sagte Verdi-Gewerkschaftssekretär Christoph Heil der Deutschen Presse-Agentur in München.
Voigt: Gespräch über Simson-Sonderstatus mit der EU
ERFURT: Thüringen startet nach Angaben von Ministerpräsident Mario Voigt einen neuen Anlauf, damit auch Reimporte von Simson-Mopeds mit Tempo 60 in Deutschland unterwegs sein können. «Wir sind da weiter dran», sagte der CDU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur in Erfurt. Dabei gehe es um europarechtliche Fragen, die geklärt werden müssten. Ein Alleingang Deutschlands sei nicht möglich, um beispielsweise aus Ungarn oder anderen Ländern in Osteuropa reimportierten Simson-Mopeds einen Sonderstatus beim zugelassenen Tempo zu verschaffen.
Lobbycontrol kritisiert Habecks Wechsel in die Wirtschaft
KOPENHAGEN: Der Verein Lobbycontrol sieht den angekündigten Wechsel von Ex-Vizekanzler Robert Habeck zur dänischen Investmentgesellschaft Urban Partners kritisch. Ein solcher Schritt könne dem Politikvertrauen schaden, sagte der Spezialist der Organisation für Lobbyregeln, Aurel Eschmann, der Nachrichtenagentur dpa. «Plötzlich steht die Frage im Mittelpunkt, ob Robert Habeck sich womöglich nicht nur aus politischer Überzeugung für die Förderung von Wärmepumpen eingesetzt haben könnte», sagte er.
Söder verspricht: Minijobs bleiben
MÜNCHEN: CSU-Parteichef Markus Söder ist sich in der Debatte um Renten- und Sozialreformen in Deutschland sicher: «Die Minijobs bleiben», sagte der bayerische Ministerpräsident der «Augsburger Allgemeinen». «Man kann darüber sprechen, wie Menschen mit Minijobs stärker vor Altersarmut geschützt werden. Aber eine Abschaffung wäre falsch und würde wichtigen Branchen wie der Gastronomie, dem Einzelhandel oder der Landwirtschaft schwer schaden.»
Verbraucher reichen Zehntausende Beschwerden über Post ein
BONN: Aus Frust über verlegte, verlorene oder beschädigte Briefe und Pakete haben Verbraucher Zehntausende Beschwerden bei einer Behörde eingereicht. Wie die Bundesnetzagentur mitteilte, gingen bei ihr im ersten Halbjahr 35.728 kritische Wortmeldungen ein. Im Vorjahreszeitraum hatte die Behörde 22.981 Beschwerden gezählt.