Neue Steueranreize für Inlandstourismus

Steuerliche Maßnahmen sollen Reisen in der Nebensaison ankurbeln

Thailands Regierung plant neue Steueranreize, um den Inlandstourismus in der Nebensaison zu stärken. Foto: epa-efe/Diego Azubel
Thailands Regierung plant neue Steueranreize, um den Inlandstourismus in der Nebensaison zu stärken. Foto: epa-efe/Diego Azubel

BANGKOK: Das thailändische Finanzministerium prüft die Einführung zusätzlicher steuerlicher Maßnahmen zur Förderung des Tourismus in der Nebensaison. Dies erklärte Vizefinanzminister Julapun Amornvivat nach Gesprächen mit dem Tourismus- und Sportministerium über mögliche weitere Konjunkturimpulse.

Die Tourismusbranche habe dabei ihr Interesse bekundet, über das bestehende Co-Payment-Programm „Tiew Thai Khon La Khrueng“ hinauszugehen, um die Reiselust in der Nebensaison gezielt anzukurbeln. „Während für die Hochsaison gegen Jahresende ein Aufschwung erwartet wird, besteht in der Nebensaison weiterhin Unterstützungsbedarf“, sagte Julapun. Eine gesteigerte touristische Nachfrage könne zudem den Binnenkonsum insgesamt stärken.

Noch 400.000 Co-Pay-Plätze verfügbar

Julapun zeigte sich zuversichtlich, dass die kürzlich erfolgte Kabinettsumbildung insbesondere im Bereich der touristischen Sicherheit positive Impulse setzen werde – ein Aspekt, der für das Vertrauen in Thailand als Reiseziel von zentraler Bedeutung sei.

Das derzeitige Co-Payment-Programm umfasste bis zum 11. Juli 2025 die Zuteilung von 500.000 Berechtigungen, von denen nach Ministeriumsangaben noch über 400.000 verfügbar sind.

Steuervorteile für Reisen in Provinzen

Bereits in der Vergangenheit hatte die Steuerbehörde spezielle Anreize zur Förderung des Inlandstourismus erlassen. So konnten Privatpersonen im Zeitraum vom 1. Mai bis 30. November 2024 Reisekosten in insgesamt 55 sogenannten Sekundärprovinzen steuerlich geltend machen – darunter Ausgaben für Pauschalreisen, Hotels, Resorts oder Homestays, maximal bis zu 15.000 Baht. Voraussetzung war die Vorlage elektronischer Steuerbelege (E-Rechnungen oder E-Quittungen).

Unternehmen profitieren von Abzügen

Auch für Unternehmen gab es entsprechende Anreize: Seminar- und Veranstaltungskosten inländischer Firmen konnten im genannten Zeitraum als Betriebsausgaben geltend gemacht werden. Wurde die Veranstaltung in einer Sekundärprovinz durchgeführt, waren doppelte Abzüge möglich, in anderen ausgewiesenen Regionen galt ein Faktor von 1,5. Auch hier war die vollständige elektronische Belegführung erforderlich.

Laut Finanzministerium führten die Maßnahmen zu einem geschätzten Steuerausfall von rund 1,7 Milliarden Baht. Neue Anreizprogramme sollen nun gezielter auf die aktuelle Nachfrageentwicklung in der Tourismussaison abgestimmt werden.

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Erwin Bernhard 31.07.25 13:14
Norbert Mayer
Ich stimme Ihrem Kommentar zu.
Mancherorts sind die Machenschaften mehr oder weniger offensichtlich.
Im Isaan- Dorf, im Bekanntenkreis, denken Einige gar nicht daran, die Umgebung zu verlassen, die haben bereits nach einem halben Tag, 50 km weg, den Drang nach Hause zu gehen.
Auswärts Essen, ausser bei Beerdigungen, Hochzeiten, kommt kaum in Frage.
Da genügt zum Farmland, die Umgebung und manchmal der grosse Regionalmarkt, der zweimal im Monat ist.
Norbert Mayer 29.07.25 19:00
Welchem Klientel dient das wirklich ?
Wer kann sich denn in der rund 9monatigen Nebensaison "einfach mal so" einen Urlaub leisten - vor allem in einer Unterkunft mit elektronischen Steuerbescheiden ? Sicher nicht der "normale Durchschnitt" der thailändischen Bevölkerung, die laut Verlautbarungen arm ist, aber den Großteilder Bevölkerung ausmacht (auch nach meinem jahrelangen Eindruck). Aber auch bei den Unternehmen sind es doch wieder eher die Ketten und nicht die lokalen Unternehmer, die aufgrund elektronischer Steuerbescheide davon profitieren, aber gerade die lokalen Unternehmen bräuchten doch diese Unterstützung.
Fazit: Wem dient diese Steuerentlastung - sicher nicht denen, die es dringend bräuchten, sondern denen, die Dank gutem Einkommen überhaupt von Steuerentlastungen profitieren und eh nur in komfortablen Hotels und Restaurants absteigen.
So stützen sich die Eliten gegenseitig. Traurig.

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