BANGKOK: Die thailändische Regierung hat strengere Vorschriften für die Registrierung von SIM-Karten angekündigt, um der wachsenden Zahl von Online-Betrugsfällen entgegenzuwirken.
Anlass sind jüngste Vorfälle, bei denen Kriminelle sogenannte „SIM-Swap“-Betrugsmaschen nutzten, um an die Daten und das Geld ihrer Opfer zu gelangen.
Neue Technik soll SIM-Betrug verhindern
Regierungssprecher Anukool Pruksanusak teilte am Mittwoch (20. August 2025) mit, dass die Nationale Rundfunk- und Telekommunikationskommission (NBTC) seit dem 18. August landesweit die neue Liveness-Detection-Technologie einsetzt. Diese kommt für alle neuen Mobilfunkkunden zum Einsatz – sowohl bei Prepaid- als auch Postpaid-Verträgen – sowie für bestehende Nutzer, die ihre SIM-Karte ersetzen, aber ihre Telefonnummer behalten möchten. Das System überprüft die Identität in Echtzeit mittels Gesichtserkennung, ähnlich wie bei Banking-Apps, und soll verhindern, dass Betrüger Fotos, Videos oder 3D-Masken zur Manipulation nutzen.
Originaldokumente bei SIM-Kauf Pflicht
Die Registrierung von SIM-Karten muss künftig persönlich oder über von den Anbietern bereitgestellte Anwendungen erfolgen – entweder in Service-Centern, bei autorisierten Händlern oder offiziellen Verkaufsstellen. Dabei müssen ausschließlich gültige Originaldokumente vorgelegt werden. Thailändische Staatsbürger benötigen ihre nationale ID-Karte, ausländische Nutzer einen gültigen Reisepass, und Unternehmen müssen ein Firmenzertifikat sowie die Ausweisdaten des bevollmächtigten Unterzeichners vorlegen.
Regierung setzt auf mehr Datensicherheit
Anukool betonte zudem, dass Mobilfunkanbieter verpflichtet sind, die persönlichen Daten der Kunden gemäß den NBTC-Richtlinien und dem Personal Data Protection Act (PDPA) zu schützen. „Die Regierung geht entschlossen gegen Cyberkriminalität vor, um die Öffentlichkeit zu schützen“, sagte er. „Diese Maßnahmen werden Risiken im Zusammenhang mit Telefonnummern verringern und zu einer sichereren digitalen Gesellschaft beitragen.“