BANGKOK: Thailands Tourismusminister Surasak Phancharoenworakul plant die Wiedereinführung einer Abgabe für ausreisende thailändische Staatsbürger. Demnach soll künftig eine sogenannte „Departure Levy“ in Höhe von 1.000 Baht pro Ausreise erhoben werden, um zusätzliche Mittel für die Förderung des Inlandstourismus zu generieren.
Nach Angaben des Ministers stützt sich das Vorhaben auf das weiterhin gültige Notstandsdekret über die Ausreiseabgabe aus dem Jahr 1983. Eine entsprechende Gebühr war bereits früher in Höhe von 500 Baht erhoben worden, wurde jedoch später wieder abgeschafft. Da die gesetzliche Grundlage weiterhin besteht und einen Höchstsatz von bis zu 5.000 Baht pro Ausreise vorsieht, könnte die Maßnahme vergleichsweise kurzfristig reaktiviert werden.
Abgabe nur für Thais bei Auslandsreisen
Die geplante Abgabe soll ausschließlich thailändische Reisende betreffen, die ins Ausland fliegen. Bei geschätzten rund zehn Millionen Ausreisen pro Jahr könnten laut Minister Einnahmen von bis zu zehn Milliarden Baht erzielt werden. Diese Mittel sollen in ein Förderprogramm fließen, das Inlandsreisen von Thailändern durch Zuschüsse unterstützt.
Abgabe: Starttermin wird noch geprüft
Surasak kündigte an, die konkrete Umsetzung und den Zeitpunkt der Einführung mit dem Finanzministerium abzustimmen. Eine Wiederaufnahme der Abgabe sei nach Zustimmung des Kabinetts möglich. Negative Auswirkungen auf die Reisetätigkeit thailändischer Bürger erwartet der Minister nicht. Entscheidend für die Nachfrage seien aus seiner Sicht vor allem die aktuellen Flugpreise.