Nachrichten aus der Sportwelt am Mittwoch

Nachrichten aus der Sportwelt am Mittwoch

Eisenbichler: Peking kein optimaler Austragungsgort für Olympia

BERLIN: Der sechsmalige Skisprung-Weltmeister Markus Eisenbichler hat sich wegen der Menschenrechtsverletzungen in China skeptisch zu Peking als Austragungsort der Olympischen Winterspiele 2022 geäußert. «Der Austragungsort bei den Olympischen Spielen 2022 ist natürlich nicht optimal. Die Spiele finden aber statt und im Endeffekt werde ich da teilnehmen, um das Land Deutschland bestmöglich zu vertreten und Medaillen zu gewinnen», sagte der 30 Jahre alte Siegsdorfer im Interview bei Sport1.

China wird oft wegen Menschenrechtsverletzungen kritisiert, daher gab es zuletzt Forderungen, dass Wettkämpfe in solchen Ländern boykottiert werden. «Wenn ich jetzt nicht mitfahren würde oder Sportler von Deutschland fernbleiben würden, werden dort ja trotzdem Medaillen vergeben», sagte Eisenbichler und fügte hinzu: «Hoffentlich wird es mit den Austragungsorten dann irgendwann mal anders. Olympia sollte da stattfinden, wo es sinnvoll ist.»

Das Thema Nachhaltigkeit Olympischer Spiele beschäftigt Eisenbichler sehr. «Da werden einfach Zentren gebaut an Orten, wo danach dann nicht mehr gesprungen wird. Ich finde, das sollten die Verbände und der IOC einfach anders aufziehen», sagte er. Die Olympischen Spiele sollten da stattfinden, wo es sinnvoll sei und der Wintersport auch etwas davon hat. «Da sollte man sich die Standorte auf jeden Fall nachhaltiger aussuchen», forderte Eisenbichler vor Beginn der Skisprung-Saison am 20. November.

Die Ankündigung von Norwegens Olympiasiegerin Maren Lundby, diese Saison auszulassen, da sie für die Wettkämpfe und Olympia nicht in kurzer Zeit stark abnehmen wolle, sagte der Bayer: «Wenn Maren das nicht machen möchte, dann soll sie das so handhaben.» Generell sei das eine persönliche Entscheidung. «Wenn Maren das nicht will, kann ich das aber auch verstehen.»


Spieler kollabiert: Cup-Partie Linz gegen Hartberg abgebrochen

LINZ: Die Partie im österreichischen Fußball-Pokal-Achtelfinale zwischen dem FC Blau-Weiß Linz und dem TSV Hartberg ist am Mittwoch wegen eines medizinischen Notfalls in der ersten Halbzeit abgebrochen worden. Der mit einem Defibrillator spielende Linzer Raphael Dwamena (26) kollabierte beim Stand von 0:0. Nach ersten Aussagen soll der Zustand des Ghanaers stabil sein.

«Sein Defibrillator hat angeschlagen und die Ärzte konnten ihn rasch stabilisieren», berichtete Blau-Weiß-Manager Stefan Reiter der österreichischen Nachrichtenagentur APA. Dwamena sei beim Abtransport ins Krankenhaus bei Bewusstsein gewesen, aktuell würden weiterführende Tests gemacht. Schiedsrichter Andreas Heiß hatte die Partie zunächst für kurze Zeit unterbrochen, ehe mit Zustimmung beider Teams der Abbruch erfolgte.


Fußball-Regelhüter für dauerhafte Option mit fünf Auswechslungen

ZÜRICH: Bis zu fünf Auswechslungen pro Team und Spiel sollen nach Ansicht der Fußball-Regelhüter auch nach der Corona-Pandemie möglich sein. Ein Beratungsgremium des International Football Association Board Ifab empfahl nach einem Treffen am Mittwoch, dass Veranstalter von Wettbewerben dies als dauerhafte Option einrichten können. Die Zahl der Zeitpunkte, zu denen Wechsel möglich sind, solle aber bei drei plus der Halbzeitpause beschränkt bleiben. Diese Empfehlung muss noch offiziell in den Regeln verankert werden, die nächste Generalversammlung des Ifab findet am 4. und 5. März 2022 in Zürich statt.

Die derzeit noch temporär beschränkte Regelung mit fünf statt drei Auswechslungen pro Mannschaft in der regulären Spielzeit hatte das Ifab im Mai 2020 beschlossen. Damit sollte auf den dicht gedrängten Kalender mit Blick auf das Wohl von Spielern reagiert werden. Maßgebend für die Anwendung der Regel waren die jeweiligen Verbände, in der Bundesliga war sie direkt zum Neubeginn nach der Corona-Pause übernommen worden. Im vergangenen Mai hatte das Ifab fünf mögliche Auswechslungen bis zum 31. Dezember 2022 erlaubt.

Eine Verlängerung der Halbzeitpause von 15 auf 25 Minuten wurde von den Gremium hingegen sehr skeptisch bewertet. Mehrere Mitglieder drückten «Sorgen» aus, unter anderem aufgrund des möglichen negativen Einflusses auf das Wohlergehen der Spieler nach einer längeren Pause. Dieser Diskussionspunkt war vom südamerikanischen Kontinentalverband angestoßen worden. Durch die Verlängerung der Halbzeitpausen sollten größere Shows möglich sein, dies sollte in den Pausen für höhere Einschaltquoten sorgen.

Das Ifab-Gremium diskutierte zudem über die derzeit laufende Testphase für eine zusätzliche Wechselmöglichkeit von Teams, deren Spieler eine Gehirnerschütterung während der Partie erlitten hat. Da diese Fälle sehr selten aufgetreten seien, sollen die Tests nach Ansicht der Berater über das derzeitig vereinbarte Ende im August 2022 ausgedehnt werden, um weitere Daten zu sammeln.


Erste Siege für deutsche Boxer bei WM

BELGRAD: Nach vier Niederlagen haben die deutschen Boxer bei den Amateur-Weltmeisterschaften in Belgrad die ersten Siege eingefahren. Im Halbmittegelwicht (bis 71 kg) setzte sich der Münchner Magomed Schachidow am Mittwoch deutlich mit 5:0 Punktrichterstimmen gegen Albert Mengue Ayissi aus Kamerun durch. Der Cologne-Cup-Sieger dieses Jahres ließ sich vom unsauberen Boxstil seines Rivalen nicht beeindrucken und hatte den Kampf stets unter Kontrolle.

Alexander Okafor aus Frankfurt am Main besiegte im Cruisergewicht (bis 86 kg) den Somalier Ahmed Adan Mohamed ebenso deutlich mit 5:0. Der in Heidelberg trainierende Hesse spielte seine technische Überlegenheit aus und überließ seinem Gegner nur wenige Aktionen.

Die ersten vier deutschen Boxer hatten an den vorangegangen Tagen Niederlagen in ihren Auftaktkämpfen erlitten und sind ausgeschieden. Weitere sieben Athleten aus dem deutschen Team steigen in den nächsten Tagen in den Ring.


Minister fordert österreichischen Tennisstar Thiem zur Impfung auf

WIEN: Österreichs Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein hat Tennisstar Dominic Thiem aufgefordert, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen. «Auch bei Jüngeren und Sportlern gibt es Long-Covid und wir haben auch knapp 30-Jährige auf der Intensivstation liegen, so ist es nicht», sagte der Minister einer Vorabmeldung des Senders im Nachrichtenkanal Puls24 (Mittwoch, 22.20 Uhr) zufolge. Thiem hatte vor gut zwei Wochen erklärt, noch nicht geimpft zu sein und eigentlich auf einen so genannten Totimpfstoff (Novavax) warten zu wollen. Sollte dieser allerdings nicht rechtzeitig vor den Australian Open im Januar 2022 zur Verfügung stehen, wolle er sich mit einem anderen Impfstoff impfen lassen, sagte der 28-Jährige damals.

Der Totimpfstoff werde frühestens 2022 verfügbar sei, «und es gibt keinen Hinweis, dass er irgendwelche Vorteile gegenüber den jetzigen Impfstoffen hat», sagte Mückstein. Die aktuell verfügbaren Impfstoffe seien alle sicher und inzwischen bereits milliardenfach verimpft. «Ich kann nur den Dominic Thiem auffordern, dass er sich impfen lässt», sagte Mückstein in Richtung des Neunten der Tennis-Weltrangliste.

In Österreich stockt die Impfkampagne - und Thiem ist im Land sehr populär. Im Gegensatz zu den Vektor-Impfstoffen wie denen von Biontech/Pfizer beruhen Totimpfstoffe auf einer seit Jahrzehnten angewendeten Technologie.

Auch der deutsche Fußball-Nationalspieler Joshua Kimmich hatte am Wochenende gesagt, bislang wegen fehlender Langzeitstudien nicht gegen das Coronavirus geimpft zu sein. Das hatte bei teilweisem Verständnis heftige Kritik zur Folge.


Kleber gewinnt deutsches NBA-Duell gegen Theis

DALLAS: Die Dallas Mavericks mit Maximilian Kleber haben in der nordamerikanischen Basketball-Profiliga NBA ihre erste Heimpartie der Saison gewonnen. Im texanischen Duell mit den Houston Rockets um Daniel Theis siegten die Mavericks am Dienstagabend (Ortszeit) mit 116:106. Kleber kam in etwas mehr als 16 Minuten Spielzeit von der Bank auf neun Punkte und sieben Rebounds. Theis startete für die Rockets und erzielte ein sogenanntes Double Double mit 15 Punkten und zehn Rebounds. Ohne Superstar LeBron James haben die Los Angeles Lakers einen Fehlstart in die neue Saison verhindert. Bei den San Antonio Spurs gewann der Meister von 2020 mit 125:121 nach Verlängerung.


NHL: Grubauer gewinnt erstmals Heimspiel mit Seattle Kraken

SEATTLE: Der deutsche Nationaltorhüter Philipp Grubauer hat mit den Seattle Kraken erstmals in der noch jungen Franchise-Geschichte ein Heimspiel in der nordamerikanischen Eishockey-Profiliga NHL gewonnen. Die Kraken siegten am Dienstagabend (Ortszeit) mit 5:1 gegen die Montreal Canadiens. Grubauer parierte 23 Schüsse auf sein Tor. In der Erfolgsspur bleiben die Minnesota Wild mit dem Augsburger Nico Sturm. Bei den Vancouver Canucks siegten die Wild mit 3:2. Sturm blieb ohne Torbeteiligung.


Ex-Bundestrainerin Silvia Neid erhält die «Goldene Sportpyramide»

FRANKFURT AM MAIN: Die frühere Bundestrainerin Silvia Neid erhält die «Goldene Sportpyramide». Wie die Deutsche Sporthilfe am Mittwoch mitteilte, bekommt die Pionierin und Wegbereiterin für Frauen- und Mädchenfußball in Deutschland die Auszeichnung für ihr Lebenswerk am 24. November in Berlin. Das Preisgeld von 25.000 Euro gehe an von der Preisträgerin zu benennende Projekte im Sport.


Wada: Ukrainische Anti-Doping-Agentur warnte Athleten vor Tests

MONTREAL/BERLIN: Die ukrainische Anti-Doping-Agentur (NADC) hat Athleten des Landes nach Erkenntnissen der Wada jahrelang vor bevorstehenden Tests gewarnt und Meldedaten gefälscht. Beweise dafür, dass die NADC bereits seit 2012 gegen den internationalen Standard für Testverfahren verstoßen hat, haben Ermittlungen im Rahmen der 2019 gestarteten «Operation Hercules» ergeben. Das teilte die Welt-Anti-Doping-Agentur Wada am Dienstagabend (Ortszeit) mit. Die verbotenen Praktiken reichen laut Wada mindestens bis 2012 zurück.


Löw-Verabschiedung beim DFB mit Mertesacker, Khedira und Podolski

HAMBURG: Der langjährige Fußball-Bundestrainer Joachim Löw wird bei seiner Verabschiedung am 11. November auch auf alte und bereits abgetretene Profis aus dem Nationalteam treffen. Dies sagte der ehemalige Weltmeister Benedikt Höwedes in einem Interview auf der DFB-Homepage am Mittwoch. «Ein Teil der Nationalmannschaftsfamilie kommt zusammen. Spieler, Trainer, Betreuer, die ihn über die Jahre begleitet haben und ihm viel bedeuten, die mit ihm gemeinsam Weltmeister geworden sind. Lukas Podolski zum Beispiel, Per Mertesacker, Sami Khedira, um nur drei zu nennen», sagte Höwedes.


Hoffenheim ändert Zugangsregeln: «2G-Optionsmodell» ab November

SINSHEIM: Fußball-Bundesligist TSG 1899 Hoffenheim ändert in der Corona-Pandemie seine Zugangsregeln für die Arena. Statt wie bisher mit 3G-Nachweis (geimpft, genesen oder negativ getestet) soll ab dem Heimspiel gegen RB Leipzig am 20. November ein 2G-Optionsmodell zum Einsatz kommen, wie der Verein aus dem Kraichgau am Mittwoch mitteilte.


Australischer Fußball-Profi Cavallo outet sich als schwul

BERLIN: Der aktive Fußballprofi Josh Cavallo vom australischen Erstligisten Adelaide United hat sich als homosexuell geoutet. «Ich bin Fußballer, und ich bin stolz, schwul zu sein», sagte der 21-Jährige am Mittwoch in einem von seinem Verein veröffentlichten Video-Statement. «Es ist erstaunlich zu wissen, dass es derzeit keine schwulen Profifußballer gibt, die sich outen und aktiv spielen. Nicht nur in Australien, sondern auf der ganzen Welt», schrieb Cavallo auf Instagram. «Ich weiß, dass es andere Spieler gibt, die sich bisher noch nicht hervorgewagt haben. Ich möchte helfen, dies zu ändern.»


Ingolstadt-Fans stehlen DFB-Pokal-Kopie aus Großkreutz-Kneipe

DORTMUND: Fans aus Ingolstadt haben nach der Niederlage ihres Vereins in Dortmund eine Nachbildung des DFB-Pokals aus der Kneipe des ehemaligen Weltmeisters Kevin Großkreutz gestohlen. Die vier Verdächtigen wurden nach einer Fahndung der Polizei allerdings noch in der Stadt erwischt. «Die gute Nachricht: Der Pott bleibt in Dortmund», bilanzierten die Ermittler am Mittwoch.


Becker kritisiert deutsche Nachwuchsförderung: «Mache mir Sorgen»

HANNOVER: Boris Becker hat die Nachwuchsförderung im Deutschen Tennis Bund kritisiert. «Ich mache mir Sorgen um den deutschen Nachwuchs. Ich sehe von den Jüngeren keinen unter den Top 50 - aber das ist die Messlatte!», sagte Deutschlands Tennis-Legende im Podcast «Das Gelbe vom Ball» des TV-Senders Eurosport. Becker war bis Ende des vergangenen Jahres als Head of Men's Tennis im Verband auch für den Nachwuchs zuständig: «Strukturveränderungen habe ich nicht geschafft, weil es irgendwo auch noch nicht gewollt war.»


Moukoko vor Rückkehr in BVB-Kader - Zagadou auf gutem Weg

DORTMUND: Beim Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund entspannt sich vor dem Spiel am Samstag (15.30 Uhr/Sky) gegen den 1. FC Köln die Personallage. «Wir hoffen, dass Youssoufa Moukoko wieder eine Rolle spielt», sagte Trainer Marco Rose. Damit könnte der von einem Muskelfaseriss genesene 16 Jahre alte U21-Nationalspieler den noch länger verletzten Torjäger Erling Haaland vertreten. Nach Einschätzung von Rose ist auch Mahmoud Dahoud möglicherweise wieder eine Option für die Partie gegen den Tabellen-Achten. Noch wahrscheinlicher ist die Rückkehr von Angreifer Donyell Malen, der beim 2:0 im DFB-Pokal am Dienstag gegen Ingolstadt wegen eines Magen-Darm-Infekts gefehlt hatte.


Entwarnung kurz vor Fristende - Hernández muss nicht ins Gefängnis

MADRID: Lucas Hernández darf aufatmen: Der Fußball-Profi des FC Bayern München muss in Spanien doch nicht ins Gefängnis. Die spanische Justiz hat einer Berufungsklage der Anwälte des 25 Jahre alten Franzosen stattgegeben, wie das Landgericht in Madrid am Mittwoch mitteilte. Die sechsmonatige Haftstrafe wegen häuslicher Gewalt war schon 2019 von einem Strafgericht in Madrid verhängt worden. Die Entwarnung kam kurz vor Fristende. Die Frist zum Antritt der Haftstrafe wäre am Donnerstag um Mitternacht abgelaufen. Die Haftstrafe wurde nach Angaben des Gerichts für vier Jahre auf Bewährung ausgesetzt.


Lettischer Bob-Olympiasieger Melbardis beendet Karriere

RIGA: Der lettische Bob-Olympiasieger Oskars Melbardis hat am Dienstag sein Karriereende verkündet. Einen Grund für seine Entscheidung gab Melbardis in dem Post nicht an. Lettlands bester Bobpilot erlitt im Sommer aber zum zweiten Mal eine Rückenverletzung, die operiert werden musste. Melbardis gewann 2014 in Sotschi die Goldmedaille im Viererbob und holte auch Bronze im Zweierbob. Beide Medaillen wurde ihm 2019 nachträglich zuerkannt, nachdem die russischen Bobteams wegen Dopings disqualifiziert wurden.


Protest erfolglos nach Schierles Niederlage bei Box-WM

BELGRAD: Für den deutschen Boxer Silvio Schierle bleibt es bei der Niederlage in seinem ersten Kampf bei den Weltmeisterschaften in Belgrad.

Der Protest des deutschen Teams nach der knappen 2:3-Wertung gegen den Tadschiken Schabbos Negmatullojew am Dienstag im Halbschwergewicht (bis 80 kg) ist abgewiesen worden. Beide Boxer hatten je eine Runde gewonnen. Die dritte war weitgehend ausgeglichen. «Silvio war aktiver und hat mehr geschlagen, der Tadschike hatte wohl die klareren Treffer», sagte Trainer Michael Timm. Nach vier Auftritten des 13 Boxer starken Teams warten die Deutschen auf den ersten Sieg.


Bayern-Profi Hernández muss nicht ins Gefängnis - Erfolg mit Berufung

MADRID: Fußball-Profi Lucas Hernández vom FC Bayern München muss in Spanien doch nicht ins Gefängnis.

Die spanische Justiz hat einer Berufungsklage der Anwälte des 25 Jahre alten Franzosen stattgegeben, wie das Landgericht am Mittwoch in Madrid mitteilte. Die sechsmonatige Haftstrafe wegen häuslicher Gewalt war schon 2019 von einem Strafgericht in Madrid verhängt worden.


Missbrauchsaffäre: Manager im US-Olympia-Eishockeyteam tritt zurück

WASHINGTON: Stan Bowman, General Manager des US-amerikanischen Olympia-Eishockeyteams sowie Präsident des NHL-Clubs Chicago Blackhawks, ist wegen einer Missbrauchsaffäre zurückgetreten. Auslöser sind Ereignisse aus dem Jahr 2010. Einer am Dienstag veröffentlichten unabhängigen Untersuchung zufolge war die Clubführung der Blackhawks um Bowman, damals in seinem ersten Jahr als General Manager, Vorwürfen sexuellen Missbrauchs gegen den damaligen Video-Coach Brad Aldrich nicht ausreichend nachgegangen, obwohl sie darüber Kenntnis hatte.


Nach Corona-Pause: Treppenlauf im Empire State Building zurück

NEW YORK: Nach einer Zwangspause in der Corona-Pandemie sind erstmals wieder rund 200 Teilnehmer des legendären Treppenlaufs im New Yorker Empire State Building die 1576 Stufen des Wolkenkratzers hochgerannt. Am schnellsten schaffte das Wai Ching Soh aus Malaysia, er war nach 10 Minuten und 46 Sekunden am Ziel. 2019 war Soh noch Zweiter geworden, damals brauchte er fast 30 Sekunden länger. Bei den Frauen kam Cindy Harris nach 14 Minuten und einer Sekunde am schnellsten oben an. Die US-Amerikanerin war 2019 Dritte geworden.

2020 hatte der Treppenlauf im Empire State Building wegen der Corona-Krise abgesagt werden müssen. Diesmal durften wegen der anhaltenden Auswirkungen der Pandemie nur deutlich weniger Teilnehmer als sonst dabei sein. Zudem musste bei der 43. Auflage des Treppenlaufs eine Corona-Impfung nachgewiesen werden und es galten Hygiene- und Abstandsregeln.

Anders als bei solchen Hochhaus-Läufen in China oder dem Nahen Osten winkt in New York kein Preisgeld. Den Rekord von 9 Minuten und 33 Sekunden über die 86 Stockwerke hatte 2003 der Australier Paul Crake aufgestellt. Den Siegrekord der Männer hält der Deutsche Thomas Dold, der zwischen 2006 und 2012 siebenmal als Schnellster oben war.


VfL Wolfsburg verpflichtet Trainer Florian Kohfeldt

WOLFSBURG: Der VfL Wolfsburg hat Florian Kohfeldt als neuen Trainer verpflichtet. Der 39-Jährige erhält bei den Niedersachsen einen Vertrag bis 2023, wie der Fußball-Bundesligist am Dienstag mitteilte. Kohfeldt war vor dem letzten Spieltag der vergangenen Saison bei Werder Bremen freigestellt worden und hatte seitdem keinen anderen Job im Profifußball übernommen. Zuvor hatten die «Sport Bild» und die «Bild» über die Einigung des Trainers mit dem Verein berichtet. Kohfeldt war im November 2017 bei Bremen zum Cheftrainer befördert worden. Zuvor hatte er bei den Norddeutschen als Jugendtrainer und Assistent gearbeitet.


Leipzig, Hertha und Hoffenheim im Pokal weiter - Schalke raus

BERLIN: Die Bundesligisten RB Leipzig, Hertha BSC und TSG Hoffenheim sind mit Pflichtsiegen ins Achtelfinale des DFB-Pokals eingezogen. Die Leipziger, Finalisten der Vorsaison, gewannen am Dienstagabend zum Auftakt der zweiten Runde glanzlos mit 1:0 (1:0) beim Fußball-Regionalligisten SV Babelsberg 03. Auch die Berliner Hertha mühte sich gegen den Viertligisten Preußen Münster lange, ehe der 3:1 (1:1)-Erfolg feststand. Hoffenheim setzte sich gegen den Zweitligisten Holstein Kiel mit 5:1 (2:0) durch. Eine Überraschung gelang Drittligist 1860 München, der Bundesliga-Absteiger FC Schalke 04 durch einen 1:0 (1:0)-Heimsieg aus dem Wettbewerb warf.


Auch Borussia Dortmund erreicht Pokal-Achtelfinale

DORTMUND: Titelverteidiger Borussia Dortmund hat nach einem Arbeitssieg das Achtelfinale des DFB-Pokals erreicht. Der BVB mühte sich gegen den Fußball-Zweitligisten FC Ingolstadt am Dienstagabend zu einem 2:0 (0:0)-Erfolg. Vor der enttäuschenden Kulisse von nur 25.813 Zuschauern erzielte der eingewechselte Thorgan Hazard in der 72. und 81. Minute die Tore für die Gastgeber.


Spielerbündnis und Ligen wollen mehr Einfluss in UEFA

BRÜSSEL: Die Spielervereinigung Fifpro und das Bündnis European Leagues fordern mehr Einfluss für Spieler, Ligen und Fans in den Spitzengremien der UEFA. «Das aktuelle System der Führung ist nicht länger in der Lage, die notwendigen Entscheidungen zu treffen und die Beteiligten einzubeziehen, die Gehör verdienen», sagte Fifpro-Generalsekretär Jonas Baer-Hoffmann bei einer Konferenz in Brüssel am Dienstag. Einem Bericht des britischen «Guardian» zufolge wollen die beiden Interessenvertretungen am Mittwoch in einem gemeinsamen Manifest umfassende Reformen bei der UEFA fordern.


Klarer Heimsieg in der WM-Quali: DFB-Frauen besiegen Israel 7:0

ESSEN: Die deutschen Fußballerinnen haben auch das vierte Qualifikationsspiel zur Weltmeisterschaft 2023 in Australien und Neuseeland gewonnen. Die DFB-Auswahl von Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg setzte sich am Dienstag in Essen mit 7:0 (4:0) gegen Außenseiter Israel durch. Fünf Tage nach dem mühsamen 1:0 im Hinspiel in Petach Tikva zeigte sich das Team dabei stark verbessert. Vor nur 1814 Zuschauern erzielten die Hoffenheimerin Jule Brand (20. und 45. Minute), Kapitänin Sara Däbritz von Paris Saint-Germain (26.), die Frankfurterin Laura Freigang (42.), Lina Magull vom FC Bayern (56.), Tabea Waßmuth (71.) und Felicitas Rauch (78./beide VfL Wolfsburg) die Tore.


Haftantritt rückt für Lucas Hernández näher - Donnerstag ist Stichtag

MADRID: Gut zwei Tage vor Ablauf der Frist zum Haftantritt von Lucas Hernández hat in Spanien immer noch keine Entscheidung der Justiz zu der vom Bayern-Profi eingelegten Berufung vorgelegen. Es gebe dafür auch noch keinen Termin, teilte ein Justizsprecher auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur am späten Dienstagnachmittag in Madrid mit. Wenn er nicht vorher mit dem Einspruch Erfolg hat, muss der 25 Jahre alte Franzose die sechsmonatige Haftstrafe wegen häuslicher Gewalt spätestens um Mitternacht des Donnerstags antreten.


Zverev nach Sieg gegen Krajinovic in Wien im Achtelfinale

WIEN: Tennis-Profi Alexander Zverev hat mit ein wenig Mühe die erste Runde beim Turnier in Wien überstanden. Vor den Augen seiner Freundin Sophia Thomalla setzte sich der Hamburger am Dienstag gegen den Serben Filip Krajinovic mit 6:2, 7:5 durch. Im zweiten Satz lag der Weltranglisten-Vierte schon mit 2:5 gegen den 40. in der Welt zurück, ehe er fünf Spiele nacheinander holte. Im Achtelfinale der mit 1,974 Millionen Euro dotierten Veranstaltung trifft der 24-jährige Zverev auf den Australier Alex de Minaur.


Erstrunden-Aus für Andrea Petkovic

CLUJ-NAPOCA: Tennisprofi Andrea Petkovic ist schon in der ersten Runde des WTA-Turniers im rumänischen Cluj-Napoca gescheitert. Die 34-Jährige aus Darmstadt unterlag am Dienstagabend der Russin Warvara Gratschewa mit 4:6, 6:2, 4:6. Zuvor hatten Mona Barthel und Anna-Lena Friedsam bei dem mit 235.000 Dollar dotierten Hartplatzturnier den Sprung ins Achtelfinale geschafft.


Bayerns Basketballer überraschen Olimpia Mailand in der Euroleague

MÜNCHEN: Den Basketballern des FC Bayern München ist eine Überraschung in der Euroleague geglückt. Der Bundesligist fügte mit dem 83:77 (39:39)-Heimsieg am Dienstagabend Olimpia Mailand die erste Niederlage im höchsten europäischen Wettbewerb zu. Dadurch hat das Team von Trainer Andrea Trinchieri nach sechs Spielen nun zwei Siege auf dem Konto.

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