Nachrichten aus der Sportwelt am Freitag

Erik ten Hag reagiert während der UEFA Champions League. Foto: epa/Maurice Van Steen
Erik ten Hag reagiert während der UEFA Champions League. Foto: epa/Maurice Van Steen

Rolle von Ten Haag beim Rangnick-Aus als Manchester-United-Berater

MANCHESTER: Der neue Trainer Erik ten Hag war einem Bericht des Senders ESPN zufolge am kompletten Weggang von Ralf Rangnick von Manchester United mitbeteiligt. Demnach kam es zwischen dem 63 Jahre alten Deutschen, der nach seiner Zeit als Interimscoach eigentlich noch als Berater für den Traditionsclub aus der Premier League hatte arbeiten wollen und sollen, und dem neuen Cheftrainer auch nicht zu einer persönlichen Übergabe. Ten Haag habe es bei einem Telefongespräch belassen, hieß es von dem Sender, der sich dabei auf nicht näher genannte Quellen bezog.

Ten Haag hatte in der vergangenen Saison Ajax Amsterdam zum Meistertitel in den Niederlanden geführt. Auf einen Vorschlag Rangnicks, dass dessen neuer Club bis zu zehn neue Spieler holen müsse für die kommende Spielzeit, hatte der 52 Jahre alte Ten Haag bereits skeptisch reagiert. Bei seiner Vorstellung bei Manchester United hatte er betont, dass er die endgültigen Entscheidungen treffen werde.

Als Rangnick Ende April als Nationaltrainer Österreichs vorgestellt worden war, war der ehemalige Bundesliga-Coach noch von seiner Berater-Tätigkeit für Manchester in der nächsten Saison ausgegangen.


Zuschauer schwer verletzt: Testspiel von RB Salzburg abgebrochen

ANIF: Nach einem Sturz eines Zuschauers auf der Tribüne aus rund vier Metern ist ein Testspiel des österreichischen Fußball-Meisters Red Bull Salzburg abgebrochen worden.

Der Vorfall ereignete sich am Freitagabend eine gute Viertelstunde vor Schluss der Parte in Anif gegen ZSKA Sofia aus Bulgarien beim Stand von 2:1 für die Salzburger. Wie die österreichische Nachrichtenagentur APA schrieb, wurde der Zuschauer schwer verletzt mit dem Hubschrauber ins Landeskrankenhaus Salzburg geflogen. Laut einem Sprecher von Red Bull Salzburg seien der Teamarzt und Rettungskräfte an der Versorgung des Betroffenen beteiligt gewesen.


Keine UEFA-Pflichtspiele in Region Transnistrien

NYON: In der moldauischen Region Transnistrien werden bis auf Weiteres keine Wettbewerbsspiele der Europäischen Fußball-Union ausgetragen. Das teilte die UEFA am Freitag nach einer entsprechenden Entscheidung des Exekutivkomitees mit. «Die Entscheidung stützt sich auf Erwägungen und Schlussfolgerungen von auf internationale politische und strategische Analysen spezialisierten Organisationen, deren Berichte von der UEFA-Administration im Rahmen der Bewertung der aktuellen Situation in der Region Transnistrien konsultiert wurden», hieß es. Sie sei im Einklang mit früheren Beschlüssen vor dem Hintergrund des Einmarschs der russischen Armee in die Ukraine.

Betroffen vom Spielverbot in der Region ist Sheriff Tiraspol in der Qualifikation der kommenden Champions-League-Saison. Die Mannschaft hatte in der vergangenen Spielzeit vor allem durch einen 3:0-Sieg gegen Real Madrid für Furore gesorgt. Tiraspol wurde aufgefordert, für seine Heimspiele im europäischen Wettbewerb «eine alternative, allen Anforderungen der einschlägigen UEFA-Reglemente entsprechende Spielstätte außerhalb der Region Transnistrien vorzuschlagen, solange das Verbot in dieser Region gilt».


IOC verwehrt Kombiniererinnen Aufnahme ins Olympia-Programm

LAUSANNE: Die Nordischen Kombiniererinnen erhalten keinen Platz bei den Olympischen Winterspielen 2026 in Mailand und Cortina. Die Spitze des Internationalen Olympische Komitees entschied sich am Freitag gegen die Aufnahme eines Frauen-Wettbewerbs in der Sportart. Zudem stellte das IOC auch die olympische Zukunft der Nordischen Kombination grundsätzlich infrage. Eine Aufnahme ins Programm für die Winterspiele 2030 hänge von einer maßgeblichen Weiterentwicklung bei der Vielfalt der Teilnehmer und beim Zuschauerinteresse ab.

Bei den Frauen gebe es derzeit nur Athletinnen aus zehn Nationen. «Außerhalb Europas betreibt niemand diese Sportart», sagte IOC-Funktionär Karl Stoss. Die Kombination wird damit in Mailand und Cortina die einzige Sportart sein, in der nur Männer an den Start gehen. Die Frauen bestreiten zwar seit 2020 Weltcup-Wettbewerbe, 2021 wurden erstmals WM-Medaillen vergeben. 2023 soll es auch einen Mixed-Teamwettbewerb bei der WM geben.

Das genügte dem IOC aber nicht. Vielmehr zeigte sich der Ringe-Zirkel «sehr besorgt» über die Situation in der Nordischen Kombination. Das IOC habe die Männer-Wettbewerbe nur deshalb im Programm für 2026 belassen, weil die Athleten bereits seit Jahren auf diese Spiele hinarbeiten würden.

Neu aufgenommen wurden Frauen-Wettbewerbe im Rodel-Doppelsitzer und im Skispringen von der Großschanze. Zudem bestätigte das IOC das Skibergsteigen als neue olympische Sportart mit drei Wettbewerben. Hinzu kommen in Mailand und Cortina auch ein Skeleton-Mixed und Buckelpisten-Wettbewerbe für die Ski-Freestyler.


NÜRNBERG: Drei Wochen vor dem Saisonstart ist der 1.

FC Nürnberg bei der Suche nach einem Mittelstürmer fündig geworden. Der Fußball-Zweitligist gab am Freitag die Verpflichtung von Kwadwo Duah vom FC St. Gallen bekannt. Der 25-Jährige wurde nach dem bestandenem Medizincheck mit einem langfristigen Vertrag ausgestattet, wie der «Club» mitteilte. Genaue Laufzeiten nennen die Franken nicht. Duah erzielte in der vergangenen Spielzeit 15 Tore für den Schweizer Erstligisten. Sein Vertrag in St. Gallen lief noch bis 2023.


IOC entzieht Box-Weltverband Zuständigkeit für Olympia-Turnier

LAUSANNE: Wegen anhaltender Turbulenzen hat das IOC dem Box-Weltverband (IBA) erneut die Zuständigkeit für die Qualifikation und die olympischen Wettbewerbe bei den Sommerspielen 2024 entzogen. «Genug ist genug», sagte Kit McConnell, Sportdirektor des Internationalen Olympischen Komitees, am Freitag nach einer Entscheidung der IOC-Spitze. Ob Boxen über Paris 2024 hinaus auch in Los Angeles 2028 Teil des Olympia-Programms bleibt, solle zu einem späteren Zeitpunkt entschieden werden. Schon bei den Tokio-Spielen im Vorjahr war die IBA von der Organisation des Boxturniers ausgeschlossen gewesen.

Der Beschluss sei «im Interesse der Athleten und der Box-Gemeinschaft», hieß es. Wie genau die Wettbewerbe zur Qualifikation und bei den Paris-Spielen selbst organisiert werden, will das IOC in Abstimmung mit den Olympia-Machern entscheiden.

Das IOC hatte die IBA 2019 suspendiert. Gründe waren Manipulationen von Kampfurteilen, undurchsichtige Finanzgebaren und zwielichtige Führungspersönlichkeiten wie der Usbeke Gafur Rachimow, dem internationale Drogenschäfte nachgesagt wurden. Der neue IBA-Chef Umar Kremlew wird vom russischen Energieriesen Gazprom unterstützt, von dem die klamme IBA finanziell stark abhängig ist.

Bei der Wahl Kremlews war es jüngst erneut zu Unstimmigkeiten gekommen, weil mehrere Kandidaten vorab ausgeschlossen worden waren. Der Internationale Sportgerichtshof Cas hatte dies nachträglich für unrechtmäßig erklärt.


Deutsche Fußball-Frauen mit siegreicher EM-Generalprobe

ERFURT: Deutschlands Fußball-Frauen haben eine erfolgreiche Generalprobe für die Europameisterschaft vom 6.

bis 31. Juli in England gefeiert. Die DFB-Auswahl gewann am Freitag vor 5918 Zuschauern in Erfurt den letzten Härtetest gegen die Schweiz mit 7:0 (2:0). Bei der Endrunde sind Dänemark, Spanien und Finnland die Vorrundengegner. Klara Bühl (6., 61., 66. Minute), Lina Magull (41.), Linda Dallmann (81.), Jule Brand (89.) und Sydney Lohmann (90.+5) erzielten die Tore für das überzeugende Team von Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg.


Korruption: Erneuter Freispruch für PSG-Präsidenten Al-Khelaifi

BELLINZONA: Paris Saint-Germains Präsident Nasser Al-Khelaifi ist auch in zweiter Instanz vom Vorwurf der Anstiftung zur ungetreuen Geschäftsbesorgung freigesprochen worden. Zum Ende des Berufungsverfahrens am Freitag vor dem Schweizer Bundesstrafgericht in Bellinzona konnte dem 48 Jahre alten katarischen Geschäftsmann kein Fehlverhalten nachgewiesen werden. «Die jahrelangen unbegründeten Anschuldigungen, erfundenen Anklagen und ständigen Verleumdungen haben sich als völlig unbegründet erwiesen - und das gleich zweimal», teilte Al-Khelaifis Anwalt Marc Bonnant mit.

Der Vorwurf der Staatsanwaltschaft war, dass Al-Khelaifi vor der Vergabe von TV-Rechten für die Fußball-Weltmeisterschaften 2018 bis 2030 als Besitzer der Mediengruppe BeIN dem ehemaligen FIFA-Generalsekretär Jérôme Valcke «nicht gebührende Vorteile» gewährt haben soll. Er hatte die Vorwürfe stets bestritten.

Das Bundesstrafgericht hatte im März die Berufungsverhandlung gegen Al-Khelaifi, Valcke und einen griechischen Geschäftsmann wegen des Vorwurfs der Korruption bei der Vergabe von Medienrechten Weltmeisterschaften eröffnet. Die Staatsanwaltschaft war mit den Urteilen im Oktober 2020 nicht einverstanden. Sie hatte mehrmonatige «teilbedingte Freiheitsstrafen» gefordert, unter anderem 36 Monate für Valcke und 28 Monate für Al-Khelaifi.

Valcke wurde in der Berufung nun ebenfalls freigesprochen. Der Franzose (61) wurde allerdings in einem getrennt geführten Fall wegen «passiver Korruption» und «wiederholter Urkundenfälschung» zu elf Monaten Haft auf Bewährung verurteilt, in erster Instanz waren es nur drei gewesen. Valcke war im September 2015 von seinen Aufgaben beim Weltverband FIFA entbunden worden, auch er hatte ein Fehlverhalten bestritten.


Ex-Tennisprofi Jaeger berichtet von sexueller Belästigung

BERLIN: Die frühere Spitzen-Tennisspielerin Andrea Jaeger aus den USA erhebt Vorwürfe der mehrfachen sexuellen Belästigung während ihrer aktiven Karriere gegen eine damalige WTA-Mitarbeiterin. Dies sei mindestens 30-mal in der Damen-Umkleide passiert, sagte die heute 57-Jährige dem britischen «Independent». Im Alter von 16 Jahren habe ihr zudem eine andere WTA-Mitarbeiterin ohne ihr eigenes Wissen bei einer Spielerinnen-Party Alkohol zu trinken gegeben und später versucht, sie zu küssen. Die Profi-Organisation war am Freitag zu einer Stellungnahme angefragt.


Köln verpflichtet U21-Nationalspieler Martel bis 2026

KÖLN: Fußball-Bundesligist 1. FC Köln hat U21-Nationalspieler Eric Martel langfristig unter Vertrag genommen. Der 20-Jährige, seit 2017 bei RB Leipzig ausgebildet und zuletzt an Austria Wien ausgeliehen, unterschrieb beim Conference-League-Teilnehmer einen Vertrag bis 2026.


Kerber zum Wimbledon-Start gegen Mladenovic - Gutes Los für Williams

LONDON: Die dreimalige Grand-Slam-Turniersiegerin Angelique Kerber hat für den Auftakt des Rasen-Klassikers in Wimbledon eine ordentliche Auslosung erwischt. Die 34-Jährige trifft in der erste Runde des am Montag beginnenden Grand-Slam-Turniers auf die Weltranglisten-118. Kristina Mladenovic aus Frankreich. Tennis-Superstar Serena Williams umging bei der Auslosung am Freitag für ihr mit Spannung erwartetes Einzel-Comeback nach einem Jahr Pause eine gesetzte Spielerin und bekommt es zum Auftakt mit Harmony Tan aus Frankreich zu tun.


BBC: Noch keine Entscheidung über Zukunft von Becker als Experte

LONDON: Der britische TV-Sender BBC hält sich eine Rückkehr von Boris Becker als Wimbledon-Experte nach Ablauf der Haftstrafe der Tennis-Legende offen. «Boris wird kein Teil der diesjährigen Übertragung sein, und es ist noch keine Entscheidung über die Zukunft getroffen worden», teilte eine Sprecherin des britischen öffentlich-rechtlichen Rundfunks der Deutschen Presse-Agentur vor Beginn des Rasen-Klassikers am Montag mit.


Deutsche Volleyballer unterliegen Niederlande in Nationenliga

QUEZON CITY: Einen Tag nach der Corona-Kontroverse um das Spiel gegen China haben die deutschen Volleyballer in der Nationenliga eine weitere Niederlage kassiert. Das Team des neuen Bundestrainers Michal Winiarski unterlag am Freitag den Niederlanden in einem umkämpften Spiel mit 1:3. Deutschland hat nun drei Spiele gewonnen und vier verloren.


Erik Thommy wechselt vom VfB Stuttgart in die USA

STUTTGART: Mittelfeldspieler Erik Thommy wechselt vom VfB Stuttgart in die USA. Nachdem sein auslaufender Vertrag beim Fußball-Bundesligisten nicht verlängert wurde, unterschrieb der 27-Jährige bis 2024 bei Sporting Kansas City. Das teilte der Verein aus der Major League Soccer am Donnerstag (Ortszeit) mit.


Borussia Mönchengladbach verpflichtet Oscar Fraulo

MÖNCHENGLADBACH: Borussia Mönchengladbach hat mit der Verpflichtung des Nachwuchsspielers Oscar Fraulo den ersten externen Transfer für die kommende Saison perfekt gemacht. Der 18 Jahre alte Däne, der beim FC Midtjylland noch einen Kontrakt bis zum 31. Dezember 2022 hat, erhält bei der Borussia einen Vertrag bis zum 30. Juni 2026.


Greuther Fürth verpflichtet Bayern-Stürmer Sieb bis 2025

FÜRTH: Drei Wochen vor dem Saisonstart hat die SpVgg Greuther Fürth den 19-Jährigen Armindo Sieb für seine Offensive verpflichtet. Der U19-Nationalspieler kommt von den Amateuren des FC Bayern München und erhält beim Fußball-Zweitligisten einen Vertrag bis 2025. Das teilte der Bundesliga-Absteiger am Freitag mit.


Ole Braunschweig schwimmt deutschen Rekord über 50 Meter Rücken

BUDAPEST: Ole Braunschweig hat bei der Schwimm-WM in Budapest den fast 13 Jahre alten deutschen Rekord über 50 Meter Rücken verbessert. Im Vorlauf blieb er am Freitag in 24,58 Sekunden eine Hundertstelsekunde unter der bisherigen Bestmarke von Helge Meeuw aus dem Jahr 2009.


Tennis: Halep zieht in Bad Homburg zurück - Andreescu im Finale

BAD HOMBURG: Die Kanadierin Bianca Andreescu hat beim Turnier in Bad Homburg kampflos das Endspiel erreicht. Die 22 Jahre alte Tennisspielerin profitierte am Freitag von einer Verletzung der Rumänin Simona Halep, die wegen Nackenproblemen zum Halbfinale nicht antreten konnte. Andreescu, US-Open-Siegerin von 2019, trifft im Finale am Samstag auf Alizé Cornet oder Caroline Garcia.


Wegen Start auf Saudi-Tour: Geldstrafe für Golfprofi Martin Kaymer

HAMBURG: Die Teilnahme an der umstrittenen LIV Golf Invitational Series kommt den deutschen Profi Martin Kaymer teuer zu stehen. Die europäische DP World Tour belegte den 37-jährigen Kaymer und weitere Teilnehmer des mit Millionen aus Saudi-Arabien finanzierten LIV-Turniers in London mit einer Geldstrafe von 100.000 englischen Pfund (etwa 116.220 Euro). Dazu werden die World-Tour-Spieler, die Anfang des Monats auf dem Centurion Club abgeschlagen hatten, für die Scottish Open und die Barbasol Championship (beide 7. bis 10. Juli) sowie die Barracuda Championship (14. bis 17. Juli) gesperrt. Das Major-Turnier um die British Open ist von dem Bann ausgenommen.


Wildes Transfer-Gerücht: Ronaldo für Lewandowski bei Bayern?

MADRID: In die Spekulationen um Robert Lewandowskis Zukunft beim FC Bayern mischt jetzt die spanische Sportzeitung «AS» ein abenteuerlich wirkendes Gerücht. Angeblich sollen die Münchner den polnischen Weltfußballer im Falle seines Wechsels zum FC Barcelona womöglich durch Cristiano Ronaldo ersetzen wollen, wie das Blatt ohne Nennung von konkreten Quellen berichtet. Demnach haben die Bayern dem portugiesischen Superstar zugesichert, mit ihm den erneuten Angriff auf den Gewinn der Champions League starten zu wollen. Seit längerem wird spekuliert, dass der 37 Jahre alte Ronaldo Manchester United nach nur einer Saison wieder verlassen will.


Medien: Haller-Wechsel zum BVB wird erst im Juli offiziell

DORTMUND: Der angeblich schon ausgehandelte Transfer von Sébastien Haller zu Borussia Dortmund soll Medien zufolge erst im Juli offiziell gemacht werden. Hintergrund sei, dass Hallers bisheriger Arbeitgeber Ajax Amsterdam ebenso wie die Borussia ein börsennotierter Club ist und die Einnahmen des Verkaufs dann erst in das nächste Geschäftsjahr fließen würden. Das berichten der «Kicker», die Funke Mediengruppe und Sky. Demnach haben sich Ajax und der BVB bereits über die Bedingungen des Transfers geeinigt. Der ivorische Angreifer soll rund 31 Millionen Euro plus Bonuszahlungen kosten und einen Vierjahresvertrag erhalten.


Geringes Interesse beim TV-Auftakt der Finals

BERLIN: Am ersten Tag der Finals ist das Interesse der TV-Zuschauer gering gewesen. Bei den Übertragungen von deutschen Meisterschaften in mehreren Sportarten schaffte Schwimmen am Donnerstag mit 490.000 Zuschauern den Spitzenwert. Die Marktanteile der knapp dreistündigen Finals-Berichterstattung lagen zwischen fünf und sechs Prozent.

Bei den beiden bisherigen Mehrfach-Meisterschaften stieg die Zahl der Zuschauer an den Wochenenden deutlich an. Die Reichweite lag mehrere Stunden durchgängig über der Eine-Million-Grenze. Die ARD beginnt ihre Übertragungen an diesem Samstag um 10.00 Uhr. Das ZDF überträgt am Sonntag (11.20 Uhr). Zudem gibt es Streams auf den Internetseiten der beiden Sender.


Pierre Gasly fährt auch 2023 in der Formel 1 für Alpha Tauri

BERLIN: Formel-1-Pilot Pierre Gasly fährt auch in der kommenden Saison für das Alpha-Tauri-Team. Der Rennstall bestätigte am Freitag die weitere Zusammenarbeit mit dem 26 Jahre alten Franzosen. Zuletzt war über einen Abschied von Gasly spekuliert worden, der nach starken Leistungen auf einen Platz bei einem Top-Team gehofft hatte.


Porsche-Chef: Formel-1-Projekt kann profitabel sein

BERLIN: Im Falle eines Einstiegs in die Formel 1 sieht Porsche kein größeres wirtschaftliches Risiko. Er sei «zuversichtlich, dass es profitabel» sein könne, sagte Porsche-Chef Oliver Blume der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» (Freitag). Der Autobauer prüft seit längerem ein Engagement in der Rennserie, wenn ab 2026 ein neues Regelwerk greift. Dann sollen die Hybrid-Motoren mit 100 Prozent nachhaltigem Kraftstoff betrieben werden. Der Verbrenner im Aggregat soll nur noch 50 Prozent der Leistung beitragen, der Rest ist elektrisch. Das passt zur künftigen Ausrichtung der Auto-Branche.

«Wir begrüßen den Entwurf des Reglements», sagte Porsche-Chef Blume. Dadurch gebe es, was nur alle zehn Jahre vorkomme, eine Einstiegschance. «Und wenn wir uns in der Königsklasse des Rennsports engagieren, dann mit einem starken Partner», fügte Finanzvorstand Lutz Meschke in der «FAZ» hinzu. Experten rechnen damit, dass Porsche beim Red-Bull-Team um Weltmeister Max Verstappen einsteigen will.

Zuletzt stockten allerdings die Gespräche mit dem Weltverband Fia über die konkreten Details des neuen Reglements. Es wird erwartet, dass die Verhandlungen im Sommer abgeschlossen sind und dann Porsche sowie möglicherweise auch Audi ihre Formel-1-Pläne konkretisieren.

Porsche-Chef Blume begründete das Interesse mit dem wachsenden Erfolg der Motorsport-Königsklasse. «Im vergangenen Jahr haben über 1,5 Milliarden Fernsehzuschauer die Formel 1 verfolgt», sagte er. In den digitalen Kanälen sei die Rennserie «die Sportart, die am stärksten an Interesse gewinnt», fügte Blume hinzu. Für ihn spiele die Formel 1 in einer Liga mit der Fußball-Champions-League, den Olympischen Spielen oder der Fußball-WM, sagte er.


Keine Experimente: DFB-Frauen testen für die EM

ERFURT: Zwei Wochen vor dem EM-Auftakt gegen Dänemark absolvieren Deutschlands Frauen ihren einzigen Härtetest. Vom Duell mit der Schweiz erhofft sich die Bundestrainerin letzte Aufschlüsse und viel Rückenwind für das Turnier in England.

Mit Spaß und Freude, aber ohne Experimente - die deutschen Fußball-Frauen proben im Länderspiel gegen die Schweiz den EM-Ernstfall. Bei der Generalprobe für die Endrunde vom 6. bis 31. Juli in England erwartet Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg von ihrer Mannschaft am Freitag (17.00 Uhr/ZDF) in Erfurt einen überzeugenden Auftritt, der Rückenwind für die EURO geben soll. «Wir wollen mit dem Ball sehr dynamisch agieren, uns viel zutrauen, ein schnelles Kombinationsspiel haben, auch defensiv aktiv sein. Und was ich auch erwarte, ist ganz viel Kreativität», formulierte Voss-Tecklenburg die Vorgaben für den Härtetest und die EM.

Das Personal: Rechtzeitig zurückgekehrt ist Kapitänin Alexandra Popp, die wegen einer Corona-Infektion eine mehrtägige Trainingspause einlegen musste. Die 31 Jahre alte Offensivspielerin vom deutschen Meister VfL Wolfsburg soll in den kommenden Tagen weiter aufgebaut werden und definitiv noch nicht über 90 Minuten zum Einsatz kommen. Nicht dabei ist Popps Teamkollegin Tabea Waßmuth, die sich nach einer Wadenverletzung im Aufbautraining befindet.

Die Form: Nach Ansicht der Bundestrainerin kann das EM-Turnier kommen. «Wir haben eine unglaublich gute Trainingsqualität, eine tolle Intensität, eine tolle Frische. Das gilt es mitzunehmen - sowohl in das Spiel gegen die Schweiz als auch die erste Gruppenpartie gegen Dänemark», sagte Voss-Tecklenburg. Zudem gehe es darum, dass der komplette Kader zum EM-Start gesund ist. «Unser Ziel ist es, dass am 8. Juli alle Spielerinnen so stabil sind, dass sie spielen können», betonte die 54-Jährige.

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