Nachrichten aus der Sportwelt am Donnerstag

Der Deutsche Romed Baumann. Foto: epa/Christian Bruna
Der Deutsche Romed Baumann. Foto: epa/Christian Bruna

Ski-Asse bestreiten Speed-Auftakt - Kombinierer Frenzel gefordert

BERLIN: Die alpinen Speedfahrer starten im kanadischen Lake Louise in ihren Olympia-Winter.

Angeführt wird das Abfahrts-Team am Freitag (20.00 Uhr/Eurosport/ZDF-Stream) von den WM-Zweiten Romed Baumann und Andreas Sander. Die deutschen Nordischen Kombinierer legen mit dem Goldquartett von Pyeongchang um Eric Frenzel und Johannes Rydzek im finnischen Ruka los. Die Skeletonis fahren erneut im Eiskanal von Innsbruck, die Skispringerinnen um Katharina Althaus fliegen in Russland.


Fußball-Regelhüter für dauerhafte Option mit fünf Auswechslungen

ZÜRICH: Bis zu fünf Auswechslungen pro Team und Spiel sollen nach Ansicht der Fußball-Regelhüter zukünftig dauerhaft möglich sein. Auf der Sitzung des International Football Association Board (Ifab) wurde am Donnerstag eine entsprechende Empfehlung abgegeben, die auf der Hauptversammlung am 4./5. März 2022 in Zürich verabschiedet werden soll. Die Zahl der Zeitpunkte, zu denen Wechsel möglich sind, solle aber beschränkt bleiben. So sollen weiterhin nicht mehr als drei Wechsel innerhalb einer Halbzeit erlaubt sein.

Die derzeit noch temporär beschränkte Regelung mit fünf statt drei Auswechslungen pro Mannschaft in der regulären Spielzeit hatte das Ifab im Mai 2020 beschlossen. Damit sollte auf den dicht gedrängten Kalender mit Blick auf das Wohl von Spielern reagiert werden. Maßgebend für die Anwendung der Regel waren die jeweiligen Verbände, in der Bundesliga war sie direkt zum Neubeginn nach der Corona-Pause übernommen worden. Im vergangenen Mai hatte das Ifab fünf mögliche Auswechslungen bis zum 31. Dezember 2022 erlaubt.

Der Vorschlag, die Halbzeitpause von 15 auf 25 Minuten zu verlängern, soll nicht weiter verfolgt werden. Mehrere Mitglieder äußerten Bedenken, unter anderem aufgrund des möglichen negativen Einflusses auf das Wohlergehen der Spieler nach einer längeren Pause.


Davis Cup ohne Zverev - Tennis-Spitzenspieler als Ratgeber für Struff

INNSBRUCK: Tennisprofi Jan-Lennard Struff hat den deutschen Spitzenspieler Alexander Zverev für den Fall des Davis-Cup-Matches gegen Novak Djokovic um Rat gebeten. «Ich hoffe, das was Gutes dabei war. Es hat sich auf jeden Fall gut angehört», sagte die deutsche Nummer zwei am Donnerstag, ohne die Tipps verraten zu wollen: «Es ist natürlich eine absolute Aufgabe. Aber ich finde, man sollte immer daran glauben, dass man eine Chance hat.»

Der Weltranglisten-Dritte Zverev ist ein Kritiker des neuen Modus im Davis Cup und in Innsbruck nicht dabei, wo die deutsche Mannschaft bei der Endrunde am Samstag (16.00 Uhr) auf Serbien und am Sonntag (16.00 Uhr/jeweils ServusTV) auf Österreich trifft. Auf dem Weg zu seinem Turniersieg beim Saisonabschluss der besten Profis des Jahres in Turin am Sonntag hatte der Hamburger den serbischen Weltranglistenersten Djokovic im Halbfinale in drei Sätzen besiegt.

Seine Aufstellung kommunizierte Teamchef Michael Kohlmann noch nicht. «Wir müssen erst am Samstag eine Stunde vor Spielbeginn endgültig aufstellen», sagte der Herren-Chef des Deutschen Tennis Bundes mit Blick auf die erste Partie und zeigte sich optimistisch: «Ich glaube, dass alle definitiv auch in der Form sind, dass wir sowohl gegen Serbien als auch gegen Österreich unsere Punkte holen können.»

Zum Team gehören neben Struff noch Dominik Koepfer und Peter Gojowczyk sowie die Doppelspezialisten Kevin Krawietz und Tim Pütz. Es werden pro Partie zwei Einzel und ein Doppel gespielt. Die Sieger der sechs Gruppen und die zwei besten Zweiten ziehen ins Viertelfinale ein.


Diamond League der Leichtathleten in 14 Städten auf vier Kontinenten

MONTE CARLO: Die Diamond-League-Meetings werden 2022 in 14 Städten und auf vier Kontinenten ausgetragen. Wie der Weltverband World Athletics am Donnerstag mitteilte, beginnt die wichtigste Leichtathletik-Serie am 13. Mai in Doha und endet mit einem zweitägigen Finale in Zürich am 7. und 8. September.

Die weltbesten Athleten haben am 28. Mai in Eugene die Chance, vor den Weltmeisterschaften in der US-Stadt (15. bis 24. Juli) die Anlagen für die technischen Disziplinen und die Laufbahn im Stadion zu testen. Nach der WM kehrt die Diamond League zum ersten Mal seit 2019 und dem Ausbruch der Corona-Pandemie nach China zurück: Shanghai ist am 30. Juli Schauplatz, das zweite Meeting ist ohne Angabe der Stadt für den 6. August geplant.

Für das zweitägige Finale in Zürich qualifizieren sich die Athleten, die bei den Meetings zuvor ausreichend Punkte gesammelt haben. Welche Disziplinen zum Diamond-League-Programm gehören werden, soll noch vor Weihnachten bekanntgegeben werden.


Landgericht weist Katar-Antrag vor Jahreshauptversammlung zurück

MÜNCHEN: Ein Antrag gegen das Katar-Sponsoring des FC Bayern München wird auf der Jahreshauptversammlung des deutschen Fußball-Rekordmeisters nicht zur Abstimmung kommen. Die 13. Zivilkammer des Landgerichts München I hat am Donnerstag nur wenige Stunden vor der für 19.00 Uhr angesetzten Versammlung im Münchner Audi Dome «die sofortige Beschwerde gegen die Entscheidung des Amtsgerichts München» für «eine Ergänzung der Tagesordnung hinsichtlich des Sponsorings durch Qatar-Airlines» zurückgewiesen. Der FC Bayern sei damit nicht verpflichtet, auf der anstehenden Mitgliederversammlung «über das weitere Sponsoring durch Qatar Airlines zu beraten», wie das Gericht auf Anfrage mitteilte.


Kimmich-Ausfall für Arminia-Coach Kramer vor Bayern-Spiel kein Thema

BIELEFELD: Arminia Bielefelds Trainer Frank Kramer will sich vor dem Gastspiel beim FC Bayern München am Samstag (18.30 Uhr) nicht vom Ausfall des Fußball-Nationalspielers Joshua Kimmich ablenken lassen. «Wir konzentrieren uns auf die Spieler, die da sind. Das sind vier Weltmeister und neun Champions-League-Sieger», sagte Kramer am Donnerstag über das Personal des FC Bayern, dem unter anderem Kimmich in Folge eines positiven Corona-Tests fehlen wird. Der bislang ungeimpfte 26-Jährige befindet sich nach Angaben des Rekordmeisters in häuslicher Isolation.


Senat und Hertha einigen sich auf maximal 39.738 Fans gegen Augsburg

BERLIN: Maximal 39.738 Fans können am Samstag zum Heimspiel von Hertha BSC in der Fußball-Bundesliga gegen den FC Augsburg ins Berliner Olympiastadion kommen. Zunächst hatte der Hauptstadt-Club die Vollauslastung mit 74.000 Zuschauerinnen und Zuschauern unter 2G-Bedingungen beantragt. Die Senatsverwaltung für Inneres und Sport und Hertha BSC einigten sich nun auf eine geringere Auslastung an diesem Samstag (15.30 Uhr/Sky). Für die Partie gegen Augsburg rechnen die Herthaner mit 20.000 Fans, 250 davon aus Augsburg, hieß es am Donnerstag bei einer Pk des Bundesligisten.


DFB-Kandidat Neuendorf: Positive Reaktionen auf Bewerbung

KÖLN: DFB-Präsidentschaftskandidat Bernd Neuendorf hat nach Bekanntwerden seiner Bewerbung positive Reaktionen erhalten. «Ich habe viel Zuspruch von den Kollegen bekommen», sagte Neuendorf am Donnerstag in Köln der Deutschen Presse-Agentur. Zu seinem Programm will sich der Präsident des Verbandes Mittelrhein (FVM) weiter nicht öffentlich äußern. «Wir gehen einen Schritt nach dem anderen», sagte er: «Meine ersten Ansprechpartner werden die Regional- und Landesverbände sein, aber auch die Liga und Vereine, wenn das gewünscht ist. Und ich halte es für ein stilvolles Vorgehen, wenn die Kollegen zuerst von mir selbst erfahren, wie ich die Aufgabe angehen möchte.»


Trainer Hoeneß: Alle Hoffenheimer Spieler geimpft

ZUZENHAUSEN: Die Fußballprofis bei der TSG 1899 Hoffenheim sind nach Angaben von Trainer Sebastian Hoeneß durchgehend gegen das Coronavirus geimpft. «Wenn ich richtig informiert bin, sind wir, wenn's um Spieler geht, bei der 100-Prozent-Marke», sagte der 39-Jährige bei einer Pressekonferenz des Bundesligisten am Donnerstag. Auch beim Mitarbeiterstab habe man eine «sehr, sehr hohe Impfquote». Er selbst sei ebenfalls geimpft, betonte Hoeneß.


Überraschung bei Tischtennis-WM: Wunderkind und Vize-Weltmeister raus

HOUSTON: Bei der Tischtennis-WM in Houston hat es in der Nacht zu Donnerstag die ersten großen Überraschungen gegeben. Der an Nummer zwei gesetzte Japaner Tomokazu Harimoto verlor in der zweiten Runde in 3:4 Sätzen gegen den langjährigen Bundesliga-Profi Jakub Dyjas. Der 26-Jährige Pole spielte von 2013 bis 2020 für den TTC Schwalbe Bergneustadt, Fortuna Passau und TTF Liebherr Ochsenhausen. Auch der Schwede Mattias Falck, der bei der Weltmeisterschaft vor zwei Jahren in Budapest noch das Endspiel erreichte, ist bereits früh gescheitert. Der Bundesliga-Spieler von Werder Bremen verlor mit 3:4 gegen den Franzosen Alexandre Cassin.


Handballerinnen Grijseels und Zschocke vor WM angeschlagen

GROßWALLSTADT: Kurz vor der Weltmeisterschaft plagen die deutschen Handballerinnen kleine Verletzungssorgen. Alina Grijseels und Mia Zschocke haben sich am Mittwochabend im Training verletzt, traten am Donnerstag aber mit der Mannschaft die Reise zum Vier-Länder-Turnier am Wochenende im WM-Gastgeberland Spanien an. Bundestrainer Henk Groener nominierte dennoch vorsorglich Lena Degenhardt (TuS Metzingen) und Mareike Thomaier (Bayer Leverkusen) nach, so dass der DHB-Kader derzeit 18 Spielerinnen umfasst. Grünes Licht gab es für Emily Bölk und Alicia Stolle, die wegen eines positiven Corona-Falls in ihrem Verein Ferencvaros Budapest zu Beginn des WM-Lehrgangs in Großwallstadt vorsorglich weitgehend isoliert worden waren.

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