Müller schießt Deutschland ins Achtelfinale

RECIFE: Als Gruppensieger zieht Deutschland ins Achtelfinale ein. Dort geht es gegen Algerien. Zum Matchwinner beim 1:0 über die USA wird erneut Thomas Müller, der sein viertes WM-Tor erzielt. Für Uruguays Stürmerstar Luis Suárez ist die WM dagegen vorbei. Er wird gesperrt.

Das erste Ziel ist erreicht: Deutschland ist durch ein Tor von Thomas Müller als Gruppensieger ins Achtelfinale der Endrunde in Brasilien eingezogen und trifft dort am Montag auf Algerien. Mit seinem schon vierten Turniertreffer sorgte Müller am Donnerstag in der 55. Spielminute für das Goldene Tor beim 1:0 (0:0) gegen die USA. Auch der ehemalige Bundestrainer Jürgen Klinsmann konnte nach dem intensiven Kampf vor 41.876 Zuschauern in der Arena Pernambuco jubeln. Die Amerikaner zogen als Gruppenzweiter ebenfalls in die K.o.-Runde ein, wo am Dienstag Belgien wartet. Das 2:1 (1:0) der Portugiesen gegen Ghana reichte beiden Mannschaften nicht.

US-Nationaltrainer Jürgen Klinsmann und Bundestrainer Joachim Löw liegen sich nach dem Spiel in den Armen.
US-Nationaltrainer Jürgen Klinsmann und Bundestrainer Joachim Löw liegen sich nach dem Spiel in den Armen.

Für die DFB-Auswahl geht es schon am Montag in Porto Alegre gegen Algerien weiter. Den Nordafrikanern reichte im letzten Vorrundenspiel gegen Russland ein 1:1 (0:1), um den zweiten Platz in der Gruppe H abzusichern. Im bisher einzigen WM-Duell beider Teams hatte Algerien der deutschen Elf 1982 in Spanien beim 2:1 eine blamable Niederlage zugefügt. Neben den Russen muss auch Südkorea nach dem 0:1 gegen Belgien die Heimreise antreten.

Unterdessen ist Luis Suárez für seine Beißattacke im WM-Spiel gegen Italien mit einer drakonischen Strafe belegt worden. Der Stürmer aus Uruguay wurde am Donnerstag von der Disziplinarkommission des Weltverbandes FIFA mit einer Sperre von neun Länderspielen belegt und darf auch für seinen Verein FC Liverpool vier Monate nicht spielen. Zudem wurde eine Geldstrafe von 100.000 Schweizer Franken verhängt.

«So ein Verhalten kann auf keinem Fußball-Platz toleriert werden», sagte Claudio Sulser, der Chef der FIFA-Disziplinarkommission, am Donnerstag in Rio de Janeiro. Suárez, der bereits in die Heimat abgereist ist, hatte am Dienstag im letzten Gruppenspiel seinen Gegner Giorgio Chiellini bei einem Zweikampf unbemerkt vom Referee in die Schulter gebissen. Die FIFA-Richter bewerteten das Vergehen nun nachträglich dem Reglement gemäß auch nach Ansicht der TV-Bilder.

Auch für Kevin-Prince Boateng war die WM schon vor dem Gruppenfinale von Ghanas Auswahl gegen Portugal beendet. Der Fußballverband GFA verbannte den 27-Jährigen wegen «indiskutablen Verhaltens» ebenso wie Italien-Legionär Sulley Muntari aus dem Kader. Der Mittelfeldakteur von Schalke 04 habe sich «vulgäre verbale Beleidigungen» gegen Coach Kwesi Appiah geleistet, berichtete der Verband. Boateng habe zudem keine Reue für sein Verhalten gezeigt. Der Profi wies die Vorwürfe in dieser Härte zurück. Er akzeptiere die Suspendierung zwar, «nur sollte keiner glauben, dass ich den Trainer beleidigt hätte oder mir etwas zuschulden kommen ließ», erklärte Boateng laut «Sport Bild».

Auch für den Argentinier Sergio Agüero könnte die WM vorbei sein. Die Zeitung «Clarín» berichtete von einem verletzungsbedingten WM-Aus des Angreifers, der auf jeden Fall im Achtelfinale gegen die Schweiz wegen einer Oberschenkelverletzung fehlen wird. (Fotos: epa)

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