Motorradmiete: Touristen sollen Führerschein vorweisen

Künftig gilt: Wer während seines Urlaubs ein Motorrad mieten möchte, muss neben dem Reisepass auch einen für Thailand gültigen Führerschein vorlegen. Foto: JRP Studio / Fotolia.com
Künftig gilt: Wer während seines Urlaubs ein Motorrad mieten möchte, muss neben dem Reisepass auch einen für Thailand gültigen Führerschein vorlegen. Foto: JRP Studio / Fotolia.com

BANGKOK: Künftig müssen Touristen, die ein Motorrad leihen wollen, neben ihrem Reisepass einen für Thailand gültigen Führerschein vorweisen.

Das sehen neue Regelungen für Motorradfahrer vor. Im Gespräch ist, ausländischen Urlaubern das Fahren schwerer Maschinen ganz zu untersagen. Geplant sind weiter zwei unterschiedliche Führerscheinprüfungen: für kleine Maschinen und für große Maschinen ab 300 ccm. Zudem sollen Bewerber für schwere Maschinen einen Test am Simulator absolvieren. Den Fahrern soll zudem untersagt werden, die Fahrspuren ständig zu wechseln und zwischen fahrenden Autos zu überholen. Vorgesehen ist weiter eine Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h in Städten. Das Verkehrsministerium hat Arbeitsgruppen eingesetzt. Sie sollen innerhalb von 30 Tagen realisierbare Änderungen der Straßenverkehrsordnung vorschlagen. Mit den neuen Regelungen soll die Zahl der folgenschweren Motorradunfälle reduziert werden.

Internationaler Führerschein

Neben der thailändischen Fahrlizenz - Pflicht bei Aufenthalten über drei Monate - wird auch der internationale Führerschein - für Deutsche und Österreicher nach dem Internationales Abkommen über Kraftfahrzeugverkehr von 1926 / für Schweizer nach dem Internationales Abkommen über Kraftfahrzeugverkehr von 1949 - in Kombination mit dem Führerschein des Heimatlandes von der Polizei anerkannt. Der internationale Führerschein ist nur in Verbindung mit dem nationalen Führerschein gültig. Die Fahrerlaubnis des Heimatlandes allein wird in Thailand offiziell nicht anerkannt.

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Jürgen Franke 27.09.19 09:58
Lieber Thomas, die Thais beherrschen
lediglich das Gerät, von den Regel des Verkehrs kennen sie sicherlich wenige, sonst wären die Unfallzahlen nicht so hoch.
Martin Kaiser 26.09.19 21:13
Abkommen über den Strassenverkehr vom 19.09.1949
Die Schweiz hat dieses Abkommen nicht ratifiziert. Die Schweiz axeptiert aber die ausgestellte internationalen Führerscheine in der Schweiz von diesem Abkommen.
Es werden aber in der Schweiz keine von diesem Abkommen ausgestellt.
Martin Link 26.09.19 11:56
Höchstgeschwindigkeit
80 kmh in Städten find ich gut, besonders in der Nähe von Schulen. Das gilt ja gottseidank nur für die bigbikes ab 300cc. Mit meiner 125er darf ich also weiterhin 110 fahren, mehr gibt die sowieso nicht her.
Ingo Kerp 26.09.19 11:53
Sieht der Mopedvermieter einen potentiellen Kunden und der hat sogar noch einen Paß und FS, wird gnadenlos vermietet. Bringt ja Geld. Dabei wissen wahrscheinlich weder Mieter noch Vemieter die "Feinheit" des Intern. FS aus 1926 bzw. 1949.
Jürgen Franke 26.09.19 11:46
Es ist schon sehr eigenartig,
und gewöhnungsbedürftig, dass man sich als Gast an Gesetze des Landes halten muss.
Roman Müller 26.09.19 10:19
Laut gedacht....
ein kluger Mann, (nicht ich) hat einmal gesagt. Würden wir alle Gesetze und Vorschriften beachten, hätten wir keine Zeit diese zu übertreten... Der Mann hatte recht.
Thomas Thoenes 26.09.19 10:12
Die leidige Führerschein Story hier
ist ein echter Hohn und genau so fühlen sich die Touristen - Verhöhnt. Ein beispielsweise Deutscher Führerschein, der mit etlichen Fahrstunden und theoretischen Unterrichtsstunden so wie einer schweren Prüfung aus über 500 Fragen in beiden Bereichen einher geht wird in einem Land nicht anerkannt, in dem 50% der Verkehrsteilnehmer keinen Führerschein besitzen und für die anderen 50% das Erlangen eines solchen aus einer 5 Stunden Schulung, 50 Fragen von 90 Möglichen am Computer und manchmal das Durchfahren von ein paar Verkehrshütchen besteht. Desweiteren sind z.B. Deutsche Fahrer/innen es gewohnt an Zabrastreifen, roten Ampeln, Bahnübergängen und sonstigen Hindernissen zu halten und oder entsprechend vorsichtig zu fahren. Wir wissen das Strassen bei Regen glatt sein können und wundern uns auch nicht wenn wir in einer sandigen Kurve wegrutschen würden weil wir die Geschwindigkeit nicht gedrosselt haben. Worte wie Rückspiegel und Schulterblick kennen wir nicht nur aus dem Duden usw. usw. Also Alles in Allem ein echter Hohn was hier die Führerschein Regeln angeht. Wie meine Vorredner schon zu recht sagten wird sich die neue Regelung auch wieder sehr negativ auf den Tourismus und die Wirtschaft auswirken. Touristen bleiben weg und Verleiher gehen pleite. Der einzige Lichtblick das man z.B. auf der Beachroad mangels Verleiher einen Parkplatz findet hat sich auch schon erledigt. Das wurde dieses Jahr schon mangels Touristen möglich.
Jürgen Franke 26.09.19 10:07
Grundsätzlich beherrschen die Thais
die Mopeds recht gut, da sie mir denen groß geworden sind. Wenn ich die Ausländer dagegen betrachte, die sich erst einmal auch an den Linksverkehr gewöhnen müssen, habe ich große Bedenken bezüglich der Fahrkünste. Es ist zu hoffen, dass auch immer gleich die Versicherungsfragen bei der Vermietung geklärt werden.
Konrad Stoll 25.09.19 21:48
Regeln für Motorradfahrer
Find ich eigentlich vernünftig, nur das Wort "ausländischen" sollte gestrichen werden. Die "ausländischen" sind nämlich die einzigen die jemals wirklich eine Prüfung abgelegt haben.
Norbert Schettler 25.09.19 21:14
Regelungen
Das Touristen, wenn sie ein Motorrad mieten, den FS zeigen muessen, ist ok. Das sie dann aber trotzdem keine schweren Maschinen mehr fahren duerfen, das halte ich fuer seltsam. Die meisten sind zwar mit den hiesigen Vehrkehrsverhaeltnissen nicht vertraut, fahren aber bestimmt weitsichtiger als die Thais. Und bei einer erlaubten Hoechstgeschindigkeit von 80km! in Staedten ist das mit den Fahrspuren wechseln und ueberholen zwischen oder neben fahrenden Autos doch nur ein Wunschtraum. Da bin ich mal gespannt, welche realisierbaren Aenderungen die Arbeitsgruppen anbieten.