TRAT: In den sozialen Medien sorgt ein überraschendes Angebot für Aufsehen: Ein Teil der Insel Koh Kham zusammen mit unvollständigen Ferienhäusern in der östlichen Provinz Trat steht für schwindelerregende 1,8 Milliarden Baht zum Verkauf.
Die Verkäuferin, Apassara Sonsab, preist auf Facebook das Angebot als „die schönste Insel in Trat“. Zu dem Verkaufspaket gehören etwa 10 Rai, kristallklares Meerwasser, ein sauberer Sandstrand von etwa 300 Metern Länge und malerische Vulkanfelsen.
Die Insel, die ungefähr 35 Kilometer vom Festland entfernt und nur einen Kilometer von Koh Mak gelegen ist, war in der Vergangenheit ein Vulkankrater. Dies betont auch das Büro der Thailändischen Tourismusbehörde (TAT) in Trat, welches auf die Verkaufsanzeige reagierte. Es erinnert daran, dass man auch ohne den Kaufpreis von 1,8 Milliarden Baht die natürlichen Schönheiten der Insel vom nahegelegenen Koh Mak aus mit Motorboot oder Kajak erkunden kann.
Die Vergangenheit von Koh Kham wirft jedoch Schatten auf das paradiesische Angebot. Im Jahr 2014 wurde der damalige Eigentümer wegen Wald- und Meeresverschmutzung angeklagt, nachdem er eine 148 Meter lange Brücke, einen 480 Meter langen Damm und umfangreiche Landgewinnungsmaßnahmen durchgeführt hatte.
Laut Nol Suwatchananont, Präsident der Verwaltungsorganisation von Koh Mak, wurde das Landrechtsdokument für das betroffene Grundstück bereits mehrfach weiterverkauft. Der aktuelle Besitzer, ein Gastronom aus Chonburi, beabsichtigt nun, das Grundstück erneut zu veräußern – die Absichten sind laut Nol ernst.
Das Inselangebot könnte für einige ein Traum sein, doch die ungelösten Fragen rund um die Umweltbelastungen und früheren rechtlichen Auseinandersetzungen werfen Bedenken auf, die potenzielle Käufer gründlich prüfen sollten, bevor sie sich in dieses Abenteuer stürzen.
Daher Vorsicht mit Insel kaufen, das kann schnell in die Hose gehen, je nach dem wer gerade am Drücker ist.