SISAKET: Die bei einem kambodschanischen Raketenangriff im vergangenen Jahr beschädigte PTT-Tankstelle im Bezirk Kantharalak der Provinz Sisaket erhält keine weiteren staatlichen Entschädigungszahlungen. Nach Angaben der thailändischen Regierung wurden die entstandenen Sachschäden bereits vollständig durch Versicherungsleistungen und das Mutterunternehmen ausgeglichen.
Die Betreiberin der PTT-Tankstelle Ban Phue, Kamolrat Polsretlert, hatte am Freitag (24. Juli 2026) eine Petition beim Parlament eingereicht und zusätzliche staatliche Unterstützung beantragt. Sie erklärte, dass sie Ersparnisse, die ursprünglich für die Ausbildung ihrer Kinder vorgesehen gewesen seien, habe einsetzen müssen, um den Geschäftsbetrieb aufrechtzuerhalten.
Raketenangriff forderte sieben Tote
Bei dem Raketenangriff am 24. Juli 2026 des vergangenen Jahres, der sich im Zuge des Grenzkonflikts zwischen Thailand und Kambodscha ereignete, wurden die Tankstelle sowie eine benachbarte 7-Eleven-Filiale getroffen. Sieben Menschen kamen ums Leben, zwölf weitere wurden verletzt.
Regierungssprecherin Rachada Dhanadirek erklärte am Samstag (25. Juli 2026), dass Premierminister Anutin Charnvirakul die zuständigen Behörden angewiesen habe, eine faire Unterstützung aller Betroffenen sicherzustellen.
Keine Hilfen aus Katastrophenfonds
Der Antrag der Tankstellenbetreiberin auf Leistungen aus dem Katastrophenhilfefonds des Premierministers sei jedoch abgelehnt worden, da die Sachschäden in Höhe von 3,05 Millionen Baht bereits vollständig von Dhipaya Insurance und PTT ersetzt worden seien. Dadurch habe die Tankstelle ihren Betrieb bereits am 5. September 2026 wieder aufnehmen können.
Die ebenfalls beschädigte 7-Eleven-Filiale erlitt nach Regierungsangaben Schäden in Höhe von 14 Millionen Baht und erhielt von CP All eine Entschädigung von neun Millionen Baht.
Opfer und Angehörige entschädigt
Die Entschädigungszahlungen an die Hinterbliebenen der sieben Todesopfer in Höhe von insgesamt rund 58 Millionen Baht seien vollständig ausgezahlt worden. Auch alle zwölf Verletzten hätten bereits Entschädigungen in einer Gesamthöhe von 4,6 Millionen Baht erhalten. Die einzelnen Zahlungen hätten je nach Schwere der Verletzungen zwischen 100.000 und 800.000 Baht gelegen.
Rachada betonte, dass die Regierung gesetzlich verpflichtet sei, Doppelauszahlungen für bereits entschädigte Sachschäden zu vermeiden. Daher seien keine weiteren staatlichen Hilfen für die Tankstelle vorgesehen.