Keine Steuergelder mehr für die angeschlagene THAI

Foto: epa/Rungroj Yongrit
Foto: epa/Rungroj Yongrit

BANGKOK: Das Finanzministerium will die finanziell angeschlagene Thai Airways International (THAI), deren größter Aktionär es ist, nicht mehr rekapitalisieren. Beim State Enterprise Police Office (SEPO) heißt es weiter, die Fluggesellschaft werde nicht wieder den Status eines Staatsunternehmens erlangen.

Die THAI verlor letztes Jahr ihren Status als Staatsunternehmen, als das Ministerium beschloss, seinen Anteil auf unter 50 Prozent zu reduzieren, um den Prozess der Schuldensanierung zu erleichtern. Berichten zufolge unterstützten allerdings Finanzminister Arkhom Termpittayapaisith und der stellvertretende Premierminister Supattanapong Punmeechaow, der auch Chef des Wirtschaftsteams der Regierung ist, die Wiedereinführung von THAI als Staatsunternehmen. Sie argumentierten, die Rückkehr des Finanzministeriums als Mehrheitsaktionär würde die finanzielle Stärke der Fluggesellschaft und ihre Verhandlungsmacht mit den Gläubigern stärken. Die Gläubiger treffen sich am Mittwoch, um zu entscheiden, ob sie den Umschuldungsplan der Fluggesellschaft akzeptieren.

Das Finanzministerium hält einen Anteil von 49,9 Prozent an der THAI. Die SEPO-Generaldirektorin Pantip Sripimol machte deutlich, wenn das Ministerium mehr Geld in das Unternehmen stecken würde, käme dies dem Versuch gleich, Geld umzuleiten, um „das Meer aufzufüllen", ein Schritt, der gegenüber den Steuerzahlern schwer zu rechtfertigen wäre. Ob die Fluggesellschaft wieder als staatliches Unternehmen eingestuft werden sollte, sei eine Frage der Politik.

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Ole Bayern 11.05.21 14:40
Es scheint sich die wirtschaftliche ...
... Vernuft nun auch in Bezug der Thai - Air durchzusetzen . Es kann ja eigentlich nicht funktionieren bei mehr als dem Doppelten des Jahres - Umsatzes an Schulden . Wirtschaftlich stabile Airlines haben ein Ebit von i.M. 3 - 5 % p.a. , selbst dann würde ein Schuldenberg von 200 % des Umsatzes bedeuten - wie bei der Thai - , daß ca. 20 Jahre der gesamten Gewinn für die Schuldentilgung eingesetzt werden muß . Wer soll das den finanzieren ? Wer gibt sein Geld nur für Risiko ohne Chance auf Rendite .... ich jedenfall nicht . Voraussetzung ist aber man macht überhaupt Gewinn , die Thai macht schon fast eine Dekate nur Verlust . Jahrelanges Missmanagment kommt zum Schluß immer zum selben Ergebnis .... war in D nicht anders ... LTU , Air - Berlin , usw . . Ich sag´s immer meinen Studenten , die auch z.T. meinen wenn was billig ist , sollte es doch gut sein dieses Unternehmen zu kaufen oder zu übernehmen . Aber ..... " Aus 2 oder 3 Kranken wird niemals ein Gesunder " . Die Schuldenlast erdrückt die Thai , und ohne dem Staat erst recht . Es ist schade , war doch die Thai noch vor ca. 20 Jahren ein wirklich sehr gute Airline . Kapitalschnitt und Neuanfang ... dann natürlich aber kleiner , oder geregelte Insolvenz mit ggf. Neuanfang sind die einzigen Möglichkeiten für die Thai , wenn der Staat hier nicht mehr mitziehen will und kann . VG Ole
Ingo Kerp 11.05.21 13:10
Sollte die THAI wieder Stastsunternehmen werden, werden die Kopfschmerzen der Regierung stark zunehmen. THAI wird die thail. Steuerkasse derart in die Knie zwingen, das die Gesellschaft am Ende doch noch aufgeloest werden muß, da man die Kosten keinem Steuerzahler mehr verkaufen kann. Die Gläubigerversammlung wird dem vorgeschlagenen Sanierungskonzept wohl nicht mehr zustimmen, da klar ist, das die THAI mehr Geld benoetigt.