Kampagne gegen übermäßigen Salz- und Zuckerverbrauch

Foto: epa/Narong Sangnak
Foto: epa/Narong Sangnak

BANGKOK: Das Gesundheitsministerium hat für die Prävention und Kontrolle nichtübertragbarer Krankheiten eine Kampagne ins Leben gerufen, um den Zucker- und Salzkonsum in Thailand in den nächsten Jahren um 30 Prozent zu senken.

Staatssekretär Dr. Kiattiphum Wongrajit erklärte am Donnerstag vor der Presse, dass es das Ziel sei, die Zahl der Bluthochdruck- und Diabetesfälle sowie der Fettleibigkeit im Land zu reduzieren. Die Behörde wird zunächst eine App starten, mit der die Menschen die Gesundheitsrisiken einschätzen können, denen sie ausgesetzt sind. Darüber hinaus werden Kampagnen zur Gesundheitsförderung im öffentlichen und privaten Sektor gestartet.

Eine 2019 vom Department of Disease Control (DDC) durchgeführte Umfrage ergab, dass 43,1 Prozent der Befragten nicht wussten, dass sie Diabetes hatten. 2,7 Prozent suchten keinen Arzt auf, während 30,6 Prozent, die sich einer Behandlung unterzogen, wenig zur Kontrolle ihres Blutzuckerspiegels beitrugen. Es zeigte sich auch, dass 44,7 Prozent nicht wussten, dass sie an Bluthochdruck litten, 6,1 Prozent keine Behandlung suchten und 19,5 Prozent, die sich in Behandlung befanden, ihren Blutdruck nicht kontrollierten.

Nach einem 2014 vom DDC veröffentlichten Bericht litten 8,9 Prozent oder 4,8 Millionen der thailändischen Bevölkerung an Diabetes und 24,7 Prozent oder 13,3 Millionen Menschen an Bluthochdruck.

Überzeugen Sie sich von unserem Online-Abo:
Die Druckausgabe als vollfarbiges PDF-Magazin weltweit herunterladen, alle Artikel vollständig lesen, im Archiv stöbern und tagesaktuelle Nachrichten per E-Mail erhalten.
Pflichtfelder
Dieter Kowalski 29.11.20 11:07
@ Herr Harms
Wo liegt denn dieses Germansky von dem Sie uns immer berichten?
Oliver Harms 29.11.20 04:37
Und in Germansky hagelt es Strafen....
Aber für Hersteller die die gesetzlich vorgeschriebenen Zuckervorgaben unterschreiten!!
So ist es z.B.einem Brausehersteller passiert.
Die Lebensmittelkontrolle Köln hat festgestellt das er seine Brause mit zu wenig Zuckeranteilen verkauft
und d.h.darf er seine Brause nicht mehr als Brause bezeichnen und soll eine hohe Konventionalstrafe zahlen.Sein Ziel ist übrigens eine zuckerfreie Brause auf den Markt zu bringen und deshalb verklagt er grade die BRD.
Also geht Thailand mal wieder im Gegensatz zu Germanskyland den richtigen Weg.
Und wenn die Herren die Möglichkeit haben sollten,gehen sie mal in einen Suppermarkt der Lebensmittel Made in Germansky führt und schauen sie mal auf die Inhaltsstoffe,sie werden feststellen,daß in allen diesen Produkten Zucker vorhanden ist.Aus dem einfachen Grund,Zucker ist ein billiger Geschmacksverstärker.
Dieter Kowalski 28.11.20 11:28
Zucker in Getränken
Da hat man vor ein paar Jahren eine Extra-Steuer für zuckerhaltige Getränke eingeführt, und diese sukzessive erhöht (zuletzt im Oktober 2019). Dies sollte Getränke mit einem Zuckergehalt ab 10 % empfindlich teurer machen, während Getränke unter 6 % Zucker quasi steuerfrei blieben.
Erfolg dieser Aktion gleich null. Die meisten Produzenten haben die Steuer nicht an die Kunden weitergegeben um diese nicht zu vergraulen, und sie haben den Zuckergehalt auch nicht reduziert
aus Angst ihre Kunden zu verlieren.
Einziger Unterschied zu früher sind die vermehrt künstlich gesüßten Getränke am Markt. Diese sind aber zumeist ungenießbar, da man versucht die original Süße zu erhalten und dann soviel davon verwendet, dass man sich mit Grausen abwendet.
Meiner Meinung nach, gehören die Produzenten gesetzlich dazu gezwungen, nicht mehr als 6 % Zucker beizumischen. Dies würde schon viel helfen.
Carl Weber 28.11.20 02:07
Asienkrankheit Bluthochdruck
Nicht nur Thailand hat ein Problem mit Bluthochdruck, es scheint, dass Bluthochdruck im gesmaten asiaten Raum auffällig hohe Werte erreicht. Es ist z.B. bekannt, dass die beliebte Sojasoße sehr salzhaltig ist und wohl zu diesem Status beiträgt.
Klaus Roeper 27.11.20 17:52
Absolut Richtig , Lobenswert.
Das Fach Ernährung in den Schulen einführen.
In Brasilien Pflichtfach 1 Stunde in der Woche.
Das metabolische Syndrom, unerkannter Diabetes richtet Volkswirtschaftlich enorme Schäden an.
Die St. Vincent Deklaration von 1989 wollte die Folgen wie : Nierenversagen, Erblindungen, Majoramputationen der Gliedmassen, Schlaganfälle, Herzinfarkte vermindern.
Erfolg bis heute 0.
An Zucker und Salz ist man schnell gewöhnt.
Auch ans Glutamat.
Ganz schwierige Erkrankung.