BANGKOK: Die Immigration soll am Donnerstagmorgen einen belgischen Journalisten vorübergehend verhaftet haben, weil er einen thailändischen Rothemden-Aktivisten interviewen wollte.
Nach Angaben des Foreign Correspondents Club of Thailand (FCCT) wurde der belgische Freiberufler für mehr als vier Stunden in Gewahrsam genommen. Er wollte den Aktivisten Anurak „Ford" Jeantawanich befragen, der vor Monaten zweimal von Unbekannten zusammengeschlagen worden war. „Es ist zutiefst beunruhigend, wenn die Behörden vorschreiben, wen ausländische Journalisten interviewen sollen oder nicht", heißt es in der Erklärung des Clubs. „Die thailändische Regierung sollte ausländischen Journalisten weiterhin die Möglichkeit geben, hier über politische Fragen zu berichten, ohne sich der Drohung eines nicht näher bezeichneten rechtlichen Vorgehens auszusetzen."
Laut Aussage vom FCCT wurde der in Phnom Penh lebende Journalist am Donnerstagmorgen von seinem Hotel zum Hauptquartier der Immigration begleitet. Während seiner Befragung wurde er von Beamten angewiesen, sein Interview mit Anurak nicht fortzusetzen. Er wurde aufgefordert, das Land sofort zu verlassen. Die Immigration lehnte es laut „Khao Sod“ ab, die Nachrichten zu kommentieren.