BANGKOK: Bangkok und sechs weitere Provinzen in Zentralthailand müssen sich vom 28. Juli bis zum 1. August 2026 auf ungewöhnlich hohe Gezeiten einstellen. Nach Angaben des Department of Disaster Prevention and Mitigation (DDPM) besteht insbesondere entlang des Chao-Phraya-Flusses und seines Kanalnetzes die Gefahr, dass Flüsse über die Ufer treten und tiefer gelegene Gebiete überfluten.
Grundlage der Warnung sind Prognosen der hydrographischen Abteilung der Königlich Thailändischen Marine. Demnach werden die Wasserstände am Chao Phraya bei Pom Phra Chulachomklao und in den umliegenden Gebieten während des fünftägigen Zeitraums deutlich ansteigen. Die höchsten Pegel werden täglich zwischen 18.00 und 21.00 Uhr erwartet.
Ufergebiete besonders gefährdet
Besonders gefährdet sind Wohngebiete am Flussufer, Flächen außerhalb bestehender Hochwasserschutzanlagen sowie Regionen ohne dauerhafte Schutzmaßnahmen. Die Warnung gilt für Bangkok sowie Teile der Provinzen Pathum Thani, Nonthaburi, Nakhon Pathom, Samut Prakan, Samut Sakhon und Samut Songkhram.
Das nationale Katastrophenschutzzentrum hat die Provinzverwaltungen und die Bangkok Metropolitan Administration angewiesen, die Lage eng zu überwachen und die Bevölkerung laufend zu informieren. Unternehmen entlang von Flüssen und Kanälen, darunter Baustellen an Uferbefestigungen und schwimmende Restaurants, sowie Anwohner in gefährdeten Gebieten werden aufgefordert, die offiziellen Warnmeldungen zu verfolgen und rechtzeitig Vorsichtsmaßnahmen zu treffen.
Starkregen verschärft die Lage
Die Warnung fällt mit einer anhaltenden Unwetterlage zusammen. Das Thailändische Meteorologische Amt (TMD) hatte bereits in seiner achten Wetterwarnung vor kräftigen bis sehr starken Regenfällen bis zum 30. Juli 2026 gewarnt. Besonders betroffen sein sollen Teile des Nordostens, der Zentralebene, des Ostens sowie die Westküste Südthailands.