DDPM warnt 61 Provinzen vor Starkregen

Behörden rechnen mit Sturzfluten, Erdrutschen und hohem Seegang bis 30. Juli

Foto: epa/Diego Azubel
Foto: epa/Diego Azubel

BANGKOK: Das thailändische Department of Disaster Prevention and Mitigation (DDPM) hat 61 Provinzen vor Sturzfluten, Hangrutschen, Überschwemmungen und starkem Oberflächenabfluss infolge anhaltender Starkregenfälle gewarnt. Die Warnung gilt für den Zeitraum vom 26. bis 30. Juli 2026. Zudem werden für die nördliche Andamanensee Wellenhöhen von mehr als drei Metern erwartet.

DDPM-Generaldirektor Teerapat Katchamat erklärte, das Zentrale Kommando für Katastrophenschutz habe die Warnung nach einer Bewertung der aktuellen Wetterlage und weiterer Risikofaktoren herausgegeben. Grundlage ist die zweite Unwetterwarnung des thailändischen Wetterdienstes (TMD), die am 24. Juli 2026 veröffentlicht wurde.

Nach Angaben des TMD ist in den kommenden Tagen landesweit mit örtlich starken Regenfällen zu rechnen. Besonders heftige Niederschläge werden für Teile des Ostens sowie die Westküste Südthailands erwartet. Ursache sind ein Monsuntrog über dem oberen Norden Thailands, Laos und Nordvietnam sowie ein sich verstärkender Südwestmonsun über der Andamanensee, Thailand und dem Golf von Thailand.

In der oberen Andamanensee werden Wellenhöhen zwischen zwei und drei Metern erwartet, bei Gewittern können sie auf über drei Meter ansteigen. Im oberen Golf von Thailand sowie in der südlichen Andamanensee werden Wellen von rund zwei Metern prognostiziert, in Gewittergebieten sind ebenfalls höhere Wellen möglich.

Von der Unwetterwarnung betroffen sind 14 Provinzen im Norden, 18 im Nordosten, 20 in Zentralthailand sowie neun Provinzen im Süden. Zu den betroffenen Provinzen in Zentral- und Ostthailand zählen unter anderem Chonburi, Rayong, Chanthaburi und Trat.

Für die Küstenprovinzen Ranong, Phang Nga und Phuket wurde zusätzlich eine Warnung vor starkem Seegang und kräftigem Wind herausgegeben. Die Provinzverwaltungen wurden angewiesen, gemeinsam mit den zuständigen Behörden Warnhinweise für Küstengebiete zu veröffentlichen und Badeverbote an Stränden auszusprechen, sofern die Bedingungen für Touristen gefährlich werden.

Auch Bootsbetreiber, Kapitäne und Anbieter von Passagierdiensten wurden zu besonderer Vorsicht aufgerufen. Bei einer weiteren Verschärfung der Wetterlage sollen Auslaufverbote für Boote geprüft werden.

Das DDPM ordnete an, Wetterentwicklung, Niederschlagsmengen und Wasserstände kontinuierlich zu überwachen. Einsatzkräfte sowie Räum- und Rettungsgerät sollen in besonders gefährdeten Gebieten stationiert werden, um im Notfall schnell Hilfe leisten zu können.

Besondere Aufmerksamkeit gilt zudem Naturattraktionen wie Höhlen, Wasserfällen und Schluchten. Diese sollen bei Gefahr vorübergehend geschlossen und für Besucher gesperrt werden. Die Behörden wurden angewiesen, gefährdete Gebiete rund um die Uhr zu überwachen und die Bevölkerung frühzeitig zu warnen, damit Schutzmaßnahmen rechtzeitig ergriffen werden können.

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