BANGKOK: Thailand hat eine Initiative zur Aufnahme der sogenannten Death Railway in der Provinz Kanchanaburi, der antiken Stadt Chiang Saen sowie der historischen Altstadt von Chiang Mai in die UNESCO-Welterbeliste gestartet. Ziel der Bewerbung ist es, den Schutz der Kulturstätten zu stärken, einen nachhaltigen Kulturtourismus zu fördern und die wirtschaftliche Entwicklung der jeweiligen Regionen zu unterstützen.
Getragen wird die Initiative von den Senatoren Sahaphan Rungrojpanich (Kanchanaburi), Maneerat Khemawong (Chiang Rai) und Prayad Jatupornpitakkul (Chiang Mai) gemeinsam mit dem zivilgesellschaftlichen Netzwerk World Heritage Conservation Club. Der entsprechende Vorschlag wurde am Dienstag (21. Juli 2026) dem Senatsausschuss für Religion, Moral, Ethik, Kunst und Kultur unter Vorsitz von Senator Amon Srikongphan vorgelegt.
Death Railway als Mahnmal des Krieges
Nach Angaben von Senator Sahaphan besitzt die während des Zweiten Weltkriegs errichtete Death Railway eine herausragende historische Bedeutung. Sie erinnere an die Grausamkeiten des Krieges und an das Leid der Zwangsarbeiter, die die Strecke unter extremen Bedingungen errichten mussten. Gleichzeitig erfülle sie die UNESCO-Kriterien als außergewöhnliches Beispiel militärischer Ingenieurskunst mit unmittelbarem Bezug zu bedeutenden historischen Ereignissen. Eine Anerkennung als Welterbe würde dazu beitragen, die Bahnstrecke dauerhaft als Mahnmal gegen die verheerenden Folgen von Kriegen zu bewahren und zugleich die Botschaft des Friedens zu vermitteln.
Lanna-Hauptstadt mit großer Geschichte
Senatorin Maneerat hob die Bedeutung von Chiang Saen hervor, das einst Hauptstadt des Lanna-Königreichs am Mekong war. Die rechteckige Stadtanlage sowie die frühe Lanna-Architektur spiegelten den Einfluss verschiedener Kulturen wider. Eine Aufnahme in die Welterbeliste würde archäologische Stätten wie den Wat Pa Sak und die historischen Stadtmauern langfristig schützen sowie den gemeindebasierten Tourismus im Goldenen Dreieck fördern.