CHONBURI: Der thailändische Zoll hat im Hafen Laem Chabang in der Provinz Chonburi rund 1,6 Tonnen Marihuana sichergestellt, die in zwei Exportcontainern für den Versand in die Niederlande versteckt waren.
Die Sicherstellung erfolgte am Montag (20. Juli 2026) im Rahmen einer gemeinsamen Kontrolle durch Zollbeamte. Vertreter der Reederei sowie der Hafenbehörde begleiteten die Inspektion.
Decken dienten als Drogentarnung
Nach Angaben des Zolls hatte der Exporteur die Ladung als 626 Pakete mit Decken und Bettdeckenbezügen deklariert. Das angegebene Gesamtgewicht betrug 32.390 Kilogramm. Bei einer eingehenden Kontrolle entdeckten die Beamten jedoch zwischen den deklarierten Waren versteckte getrocknete Cannabisblüten mit einem geschätzten Wert von rund 16 Millionen Baht.

Nach Angaben der Zollbehörde drohen dem Exporteur unter anderem strafrechtliche Konsequenzen wegen einer falschen Zollerklärung nach dem Zollgesetz.
Mehrere Gesetzesverstöße geprüft
Darüber hinaus prüfen die Ermittler mögliche Verstöße gegen das Gesetz zum Schutz und zur Förderung der traditionellen thailändischen Medizin sowie gegen die Gesundheitsministerialverordnung von 2025, mit der Cannabis als kontrollierte Heilpflanze eingestuft wurde.

Das sichergestellte Marihuana sowie sämtliche mit dem Fall in Zusammenhang stehenden Waren wurden als Beweismittel beschlagnahmt. Die Ermittlungen werden ausgeweitet, um weitere Beteiligte des mutmaßlichen Schmuggelnetzwerks zu identifizieren und strafrechtlich zur Verantwortung zu ziehen.