CHAIYAPHUM: Die thailändische Nationalpark-, Wildtier- und Pflanzenbehörde hat zwei Tiger in der Wildtierzuchtstation Phu Khiao in der Provinz Chaiyaphum tierärztlich behandeln lassen.
Nach Angaben der Behörde soll der Einsatz Teil der Bemühungen sein, die Gesundheitsversorgung und das Tierwohl in staatlichen Wildtiereinrichtungen weiter zu verbessern.
Haarriss im Vorderbein entdeckt

Ein Veterinärteam der Abteilung für Wildtierzucht untersuchte am 17. und 18. Juli 2026 den 14 Jahre alten männlichen Tiger „Boem“. Das Tier war mit einer Schwellung am linken Vorderbein sowie ringförmigen Hautveränderungen aufgefallen. Nach einer Narkose führten die Tierärzte eine umfassende Untersuchung einschließlich Röntgenaufnahmen durch. Dabei stellten sie einen Haarriss im Knochen des linken Vorderbeins fest. Zudem wurden Proben der Hautveränderungen zur weiteren Untersuchung entnommen, Blutproben zur Beurteilung des allgemeinen Gesundheitszustands genommen sowie Gebiss und Maulhöhle untersucht. Außerdem entfernten die Tierärzte Zahnstein und legten eine medizinische Patientenakte an.
Eingewachsene Krallen behandelt

Im Rahmen desselben Einsatzes wurde auch der acht Jahre alte männliche Tiger „Nam Phrom“ behandelt. Bei ihm waren die Krallen ungewöhnlich stark gewachsen und hatten sich insbesondere an beiden Vorderpfoten in das Gewebe gebohrt. Dadurch waren schmerzhafte Entzündungen entstanden. Nach der Narkose kürzte das Veterinärteam die Krallen, versorgte die Wunden und fertigte Röntgenaufnahmen zur Beurteilung der Knochenstruktur an. Ergänzend wurden Blutproben entnommen, das Gebiss untersucht, Zahnstein entfernt und ebenfalls eine medizinische Patientenakte erstellt.
Nachsorge für beide Tiger geplant

Nach Angaben der Nationalparkbehörde erholten sich beide Tiere ohne Komplikationen von der Narkose. Für beide Tiger wurden individuelle Behandlungs- und Nachsorgepläne erstellt. Die Mitarbeiter der Wildtierzuchtstation wurden angewiesen, den Gesundheitszustand der Tiere engmaschig zu überwachen, die verordneten Medikamente nach Plan zu verabreichen und den Heilungsverlauf regelmäßig zu dokumentieren.
Systematische Wildtierversorgung

Die Behörde erklärte, dass der Einsatz den Anspruch verdeutliche, Wildtiere in staatlicher Obhut nach wissenschaftlichen Standards zu versorgen. Dazu gehörten eine umfassende Diagnostik, medizinische Behandlung, lückenlose Dokumentation sowie eine kontinuierliche Nachsorge zur langfristigen Sicherung des Tierwohls.