Boxcamp-Skandal in Rayong

Leiter soll Minderjährige an Pädophile vermittelt haben

Ermittler der Central Investigation Bureau kontrollieren das Muay-Thai-Trainingslager in Rayong im Rahmen der Ermittlungen wegen des Verdachts der Vermittlung Minderjähriger. Bild: Central Investigation Bureau (CIB)
Ermittler der Central Investigation Bureau kontrollieren das Muay-Thai-Trainingslager in Rayong im Rahmen der Ermittlungen wegen des Verdachts der Vermittlung Minderjähriger. Bild: Central Investigation Bureau (CIB)

RAYONG/CHONBURI: In der Provinz Eayong wurde der Leiter eines Muay-Thai-Trainingslagers festgenommen, weil er mutmaßlich jugendliche Boxer für einen ausländischen Sponsor und andere Pädophile vermittelt haben soll. Der 28-jährige Narubet „Chek“ Nilthai wurde nach Angaben der Abteilung zur Bekämpfung des Menschenhandels (ATPD) am Dienstag (14. Juli 2026) im Rahmen einer verdeckten Ermittlungsaktion in einem Hotel in der Provinz Chonburi festgenommen.

Nach einem Hinweis eines Informanten auf mutmaßliche sexuelle Dienstleistungen im Boxcamp leitete die Polizei Ermittlungen ein. Im Zuge der verdeckten Maßnahmen meldete sich ein Beamter in Zivil als Teilnehmer zum Training an.

Jugendliche Boxer an Kunden vermittelt

Nach Angaben von Pol Maj Gen Withaya Sriprasertparp, dem Kommandeur der Abteilung, leitete Narubet das Trainingslager, in dem sich rund 30 thailändische und ausländische Muay-Thai-Kämpfer im Alter zwischen 18 und 35 Jahren aufhielten. Er soll mehrere der jungen Boxer an männliche Kunden vermittelt haben.

Beamte der Central Investigation Bureau eröffnen dem mutmaßlichen Leiter des Boxcamps den Haftbefehl nach seiner Festnahme. Bild: Central Investigation Bureau (CIB)
Beamte der Central Investigation Bureau eröffnen dem mutmaßlichen Leiter des Boxcamps den Haftbefehl nach seiner Festnahme. Bild: Central Investigation Bureau (CIB)

Nach Angaben der Ermittler räumte Narubet ein, dass die meisten der jungen Boxer sexuelle Dienstleistungen angeboten hätten. Demnach sollen etwa 15 der Sportler aus dem Trainingslager an den mutmaßlich illegalen Aktivitäten beteiligt gewesen sein. Zur Begründung habe er erklärt, dass viele der jungen Männer aufgrund persönlicher und familiärer Probleme dringend Geld benötigten. Nach den Ermittlungen soll er Fotos der Boxer über eine Chat-Anwendung an potenzielle Kunden weitergeleitet haben.

Verdeckte Aktion führt zur Festnahme

Während der verdeckten Ermittlungsaktion brachte Narubet drei Jungen im Alter von 13, 15 und 16 Jahren für sexuelle Dienstleistungen in ein Motel in der Provinz Chonburi. Er nannte einen Preis von jeweils 3.000 Baht pro Junge. Die Jungen erzählten der Polizei später, dass sie einen Anteil von 1.000 Baht erhalten hätten.

Nach der Festnahme wird der Tatverdächtige von Ermittlern zum Polizeifahrzeug begleitet, um ihn zur weiteren Vernehmung zu bringen. Bild: Central Investigation Bureau (CIB)
Nach der Festnahme wird der Tatverdächtige von Ermittlern zum Polizeifahrzeug begleitet, um ihn zur weiteren Vernehmung zu bringen. Bild: Central Investigation Bureau (CIB)

Pol Col Warit Pathumarak, Leiter der ATPD-Abteilung 2, sagte, dass ein weiteres Team aus Polizisten und zuständigen Beamten zu Narubets Boxcamp in Rayong gefahren sei. Dort berichteten 12 Jungen der Polizei, dass ein Norweger mit einer thailändischen Sekretärin der Geldgeber sei.

Ermittlungen gegen Geldgeber

Immer wenn er das Camp besuchte, rief seine Sekretärin mehrere der jungen Männer in einen Empfangsraum, um sich mit dem Sponsor zu treffen. Die Jungen berichteten, sie seien angewiesen worden, miteinander und mit ihm Sex zu haben. Er zeichnete die Handlungen auf und zahlte bis zu 5.000 Baht pro Sitzung.

PolCol Warit zitierte die Boxer mit den Worten, dass der Norweger denjenigen, die er bevorzugte, Mobiltelefone und Schuluniformen sowie Geld für ihre Eltern zur Verfügung gestellt habe. Die betroffenen jungen Männer erstatteten keine Anzeige, da sie sich dafür entschieden hatten, die Unterstützung anzunehmen.

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