SONGKHLA: Die Demokratische Partei hat ihren Infrastrukturplan „Southern Connect“ als Alternative zum Land-Bridge-Projekt der Regierung vorgestellt. Nach Ansicht der Partei würde das Konzept den Verkehrs- und Logistikbedarf im Süden Thailands besser erfüllen und zugleich die wirtschaftlichen Verbindungen zu den Nachbarländern stärken.
Auf einem Parteiseminar im Bezirk Hat Yai in der Provinz Songkhla erklärte Parteichef Abhisit Vejjajiva, dass er mit Parteimitgliedern unter anderem über Maßnahmen zum Hochwasserschutz sowie über das Land-Bridge-Projekt beraten habe.
Zweifel an Wirtschaftlichkeit wachsen
Das Vorhaben der Regierung soll internationalen Reedereien eine alternative Transportverbindung zwischen der Andamanensee und dem Golf von Thailand bieten. Abhisit äußerte jedoch Zweifel an der wirtschaftlichen Tragfähigkeit des Projekts. Nach seinen Angaben kämen die meisten Machbarkeitsstudien zu dem Ergebnis, dass das Vorhaben aufgrund mehrfacher Umladungen der Fracht wirtschaftlich nicht rentabel sei.
Um das Projekt wirtschaftlich betreiben zu können, wären seiner Einschätzung nach umfangreiche Industrie- oder Petrochemieanlagen erforderlich. Dadurch stelle sich die Frage, ob der Nutzen die Auswirkungen für den Süden des Landes rechtfertige. Zudem könne eine stark frequentierte Schifffahrtsroute den Tourismus beeinträchtigen, die Risiken eines verstärkten Schiffsverkehrs erhöhen und die wirtschaftliche Entwicklung auf den Korridor zwischen Ranong und Chumphon konzentrieren.
Bessere Anbindung des Südens
Abhisit erklärte, dass wenn der Staat bereit sei, rund eine Billion Baht in ein Großprojekt zu investieren, das Geld stattdessen in Infrastruktur fließen solle, die den Menschen im Süden unmittelbar zugutekomme. Sein Konzept „Southern Connect“ sieht unter anderem elektrifizierte zweigleisige Bahnverbindungen mit Anbindung an Malaysia und Singapur vor.
Nach Angaben des Parteichefs würde das Konzept geringere Investitionen erfordern und zugleich den Transport regionaler Produkte nach Malaysia, Singapur und Bangkok erleichtern. Darüber hinaus verwies er auf die Möglichkeit, einen Hafen im Bezirk Thepha in der Provinz Songkhla auszubauen. Die Verbindung zwischen der Andamanensee und dem Golf von Thailand könne dort mit vergleichsweise geringem Aufwand geschaffen werden, da bereits Teile der notwendigen Infrastruktur vorhanden seien.