Großrazzia gegen Nominee-Netzwerke

Foto: Khaosod English
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KOH SAMUI: Die Polizei der Region 8 hat eine großangelegte Operation gegen Nominee-Netzwerke in insgesamt sieben Provinzen durchgeführt. Im Rahmen der Aktion wurden 29 Objekte durchsucht, darunter allein sieben Standorte auf der Ferieninsel Koh Samui in der Provinz Surat Thani, berichtet „Khaosod English“.

Hintergrund der Razzien ist ein laufender Fall, in dem die Gemeinde Koh Samui einen Bauingenieur beauftragt hatte, bei der Polizeistation Bo Phut eine Anzeige gegen ein Unternehmen zu erstatten. Dieses soll auf dem Chaweng Noi Hill widerrechtlich Land in Anspruch genommen haben, um dort Gebäude für das „Seabreeze“-Projekt zu errichten. Die Vorwürfe umfassen Verstöße gegen das Baugesetz sowie den Verdacht auf Nominee-Geschäfte, bei denen thailändische Strohmänner als Scheingesellschafter fungieren.

Die Provinzpolizei von Surat Thani beauftragte das „Transnational Criminal and Illegal Immigration Suppression Center“ mit der Untersuchung des Falls. Die Ermittler kamen zu dem Schluss, dass es sich bei „Seabreeze“ um ein Luxusvillen-Projekt für ausländische Käufer handelt, hinter dem ein deutscher Staatsbürger steht – mit Unterstützung einer örtlichen Anwaltskanzlei.

Laut den Ermittlungen war diese Kanzlei maßgeblich daran beteiligt, über 160 Firmen für ausländische Investoren zu gründen, die auf Koh Samui in den Bereichen Villenvermietung, Gastronomie und Tourismus aktiv sind.

Im Zuge der Durchsuchungen am 25. Februar 2025 nahmen die Behörden sieben Objekte ins Visier. Das erste Ziel war die Anwaltskanzlei selbst, während die weiteren sechs Standorte Firmensitze betrafen, deren Direktoren Ausländer sind – allesamt mit derselben Adresse wie die Kanzlei.

Insgesamt konnten die Ermittler feststellen, dass die Kanzlei 167 Firmen mit Sitz an ihrer Adresse registriert hatte. Bei den Durchsuchungen wurden zahlreiche Unterlagen beschlagnahmt, darunter Firmendokumente, Buchhaltungsunterlagen, Investitionsnachweise, juristische Verträge, Steuererklärungen sowie Personalakten von Anteilseignern. Darüber hinaus wurden Computerfestplatten zur weiteren Auswertung sichergestellt. Die Ermittlungen und rechtlichen Schritte dauern an.

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Ingo Kerp 06.03.25 12:50
167 Firmensitze an einer Adresse. Da werden ja sogar die Inhaber der Adressen von Briefkastenfirmen auf den Bahamas oder Cayman Islands blaß und sehen klein aus. Vielleicht doch ein bißchen zu gierig und auffällig gewesen in der Kanzlei.

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