Gewerkschaft kritisiert neue Arbeitsverträge der THAI

Geparkte THAI-Maschinen am Suvarnabhumi International Airport in Bangkok. Foto: epa/Rungroj Yongrit
Geparkte THAI-Maschinen am Suvarnabhumi International Airport in Bangkok. Foto: epa/Rungroj Yongrit

BANGKOK: Die Gewerkschaft der Thai Airways International (THAI) protestiert gegen Änderungen an den Arbeitsverträgen der angeschlagenen Fluggesellschaft. Die Angestellten mussten den Änderungen im Rahmen des finanziellen Sanierungsprogramms zustimmen.

Die Verträge, so die Gewerkschaftsvertreter, seien unfair gegenüber den THAI-Mitarbeitern, da sie ihnen weniger Urlaubstage und kürzere Feiertage zugestehen. Deshalb wurde eine formelle Beschwerde beim Department of Labour Protection and Welfare (DLPW) eingereicht.

Um Betriebskosten zu senken, hat die Fluggesellschaft ein Vorruhestandsprogramm für ihre Führungskräfte aufgelegt. Deshalb sollen etwa 240 Stellen von 21.000 Mitarbeitern gestrichen werden. Der Sanierungsplan der Fluggesellschaft sieht weiter neue Arbeitsverträge für die Mitarbeiter vor. Die neuen Verträge beschneiden die Anzahl der Feiertage, auf die die Mitarbeiter Anspruch haben, und kürzen die Urlaubstage. So werden zum Beispiel die Feiertage für Mitarbeiter, die seit 20 bis 30 Jahren beschäftigt sind, von 17 Tagen im Jahr auf 13 Tage reduziert. Ihre Urlaubstage werden ebenfalls von 24 Tagen im Jahr auf nur noch sechs Tage gekürzt.

Das Unternehmen argumentiert, dass die alten Verträge nach dem State Enterprise Relations Act (2000) geregelt wurden. Da THAI kein staatliches Unternehmen mehr sei, sei das Gesetz für die Fluggesellschaft nicht mehr bindend. THAI verlor ihren Status als Staatsunternehmen im letzten Jahr, als das Finanzministerium seinen Anteil an der Fluggesellschaft auf unter 50 Prozent reduzierte, um den Sanierungsprozess zu erleichtern. Die Gewerkschaft betont, dass nach dem Arbeitsschutzgesetz von 1998 ein Unternehmen Gespräche mit seinen Mitarbeitern führen muss, bevor es die Arbeitsbedingungen ändert.

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Max Müller 02.03.21 15:52
Einseitig
Vorruhestand für Führungskräfte?
Warum nur für die?
240 Mitarbeiter von 21'000? Na toll. Das bringt sicher viel
Ich kann mir echt nicht vorstellen dass Thai überlebt wenn nicht rigorose Massnahmen durchgeführt werden.
Angefangen beim Management und bei den "Führungskräften".
Dass in der Situation alle Mitarbeiter etwas Opfern müssen ist wohl auch allen bewusst. Aber es wäre doch schön wenn man die Sparmassnahmen für die "normalen" Mitarbeiter zeitlich beschränken würde. Das käme sicher besser an und würde mehr Verständnis der Mitarbeiter haben.
Ich sehe noch immer schwarz für die Zukunft von Thai Airways. Wirklich schade. Ich bin ansonsten ein Fan von Thai Airways
Ole Bayern 02.03.21 15:52
Aber .... liebe Leute , wenn nix mehr da ist ...
..kann nichts verteilt werden. Das dies immer in voller Härte die AN trifft ist leider so. Die Aktionäre, und da gibt es sicherlich auch Kleinaktionäre, d.h. Arbeiter und Angestellte, die haben auch fast Alles verloren, Es sind nicht nur die "bösen" kapitalistischen Eigentümer bei einer AG. Vorstand und vorallem Aufsichtsrat haben komplett versagt. Aber in TH hat die ja schon ein "Geschmäckle" wenn AN z.B. mehr Überstunden bezahlt bekommen wie der Monat normale Arbeitsstunden hat. Wir hatten es im letzten Jahr schon mal diskutiert ..in der Form ist die Thai - Air nicht haltbar. Schulden über Schulden , hohe Verluste in den vergangen Jahren immer wiederkehrend, hohe Preise und immer schlechter werdender Sevice . Von den Hochzeiten in den 90 - ern ist die Thai Lichtjahre entfernt. Und in Deutschland , werter Herr Scharf, geht es noch ganz anders zur Sache ind solch einer Situatuon. Da wird erst einmal einem großen Teil gekündigt, dann wird der Tarifvertrag gekündigt, und die AN haben auf einen Teil Ihres Einkommens zu verzichten. Da kann die Gewerkschaft die roten Fahnen hissen und toben wie sie will. Aktuell siehe hierzu Karstadt ..wenn die leute nicht verzichten wollen oder können wird der Laden zugesperrt. War bei Bremer Vulkan, Quelle,Metallgesellschaft, Holzmann, Walter - Bau usw. nicht anders. Wer soll denn die Löhne und Sozialkosten zahlen, wenn nun die Privatisierung durch ist. Würden Sie als Privatmann die Zeche mit übernehmen wollen. Ich glaube nicht ! VG Ole
Rene Amiguet 02.03.21 09:37
Schlechte Zeiten
Jetzt sollen die Angestellten die Zeche für das miserable Management und die korrupten Tendenzen innerhalb der Thai Air Führungskräfte der Vergangenheit (und Gegenwart) bezahlen. Werden die Managerlöhne auch gekürzt?

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