Bohrungen für Samui-Brücke gestartet

Foto: The Nation
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KOH SAMUI: Am Montag (10. Februar 2025) begannen laut der Zweigstelle des Marine Office auf Koh Samui Bohrungen auf dem Meeresboden für eine geografische Untersuchung im Rahmen eines Projekts zum Bau einer Brücke, die Koh Samui mit dem Festland von Surat Thani verbinden soll.

Das Büro veröffentlichte eine entsprechende Ankündigung, die vom amtierenden Direktor Adul Ralukemul unterzeichnet wurde. Die Maßnahme dient als Vorsichtsmaßnahme, um Boote zu warnen, die in der betreffenden Region unterwegs sein könnten.

Laut der Bekanntmachung gilt die Warnung für den Bereich zwischen den Koordinaten 09°19′15,19″N / 099°49′05,59″E und 09°24′18,28″N / 099°57′09,47″E. Um das Bohrgebiet klar zu markieren, wurden Bojen mit Lichtern platziert. Das betroffene Gebiet erstreckt sich vom unteren Teil des Bezirks Koh Samui bis zum Bezirk Khanom in der benachbarten Provinz Nakhon Si Thammarat. Bootsfahrer wurden angewiesen, aus Sicherheitsgründen mindestens 300 Meter Abstand von der Zone zu halten.

Die Bohrungen sollen voraussichtlich 140 Tage dauern und dazu beitragen, einen geeigneten Standort für den Bau der geplanten Samui-Seebrücke zu finden, erklärte Surachet Laophunsuk, Gouverneur der thailändischen Autobahnbehörde (Expressway Authority of Thailand, Exat).

Parallel dazu führt Exat eine öffentliche Anhörung durch, um das Interesse der Bevölkerung an der Nutzung der geplanten vierspurigen Brücke zu ermitteln, die eine etwa 40-minütige Autofahrt ermöglichen würde.

Die voraussichtliche Gebühr für die Nutzung der Brücke wurde vorläufig auf 700 Baht pro Auto festgelegt. Dies liegt etwas unter den Kosten für eine Fährfahrt zur Insel, die derzeit bei 760 Baht pro Person mit Fahrzeug liegt und mehrere Stunden in Anspruch nimmt.

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Florian Kolle 15.02.25 13:09
Der Fortschritt
..ist auch auf Samui unaufhaltsam. Ich war das erste Mal '99 dort. Seitdem hat sich viel verändert. Und wer in den 80ern schon dort war, kennt wahrscheinlich noch ein ganz anderes Inselparadies.
Aber wer Abgeschiedenheit und unberührte Natur bevorzugt, der ist auf Koh Phangan besser aufgehoben. Und wer eine Insel ohne jegliche Zivilisation bevorzugt, der kann ja nach Koh Chang in Ranong fahren.
Ich habe von 2012 bis 2021 auf Samui gelebt und die Fahrt mit der Fähre war nervig auf Dauer. Ist ja was anderes, ob man Urlaub macht, oder dort wohnt. Die meisten Touristen kommen eh per Flugzeug, die Brücke ist für Anwohner gedacht. Ein Freund von mir, der dort geboren und aufgewachsen ist, begrüsst das Vorhaben, sowie die meisten Locals auch. Man sieht die Brücke eh nur auf dem südlichen Teil, also nicht von Chaweng und Lamai, wo der Tourismus ist.
Und wer schonmal den Visa-Run nach Penang gemacht, der kennt das Scenario. Die haben sogar zwei Brücken und Penang ist etwas so gross wie Samui.
Ich war auch erst dagegen, aber wer länger auf Samui war, der weiß wie nervig die Fahrt mit der Fähre ist, vor allem wenn man ein Auto hat. Koh Samui ist mittlerweile wie eine Stadt mit schönen Stränden. Wer die Provinz bevorzugt, der besucht lieber Koh Phangan.
Jomtien Franky 14.02.25 14:13
Vielleicht...
...hilft es ja, dass Pattaya dadurch etwas leerer wird, da hätte die Brücke einen guten Job gemacht. Chinesen aller Länder, vereinigt Euch auf Koh Samui! Wird aber eher nix draus, schade.
Dieter Kowalski 14.02.25 08:00
@ Michael
Genauso ist es. Der Lomprayah High Speed Catamaran war gemeint. 45 Minuten Fahrzeug, und natürlich ohne Auto, dass die meisten ausländischen Touristen sowieso nicht haben.
Konrad Benz 14.02.25 07:20
Brücke
Es ist widersprüchlich über unberührte Natur und Strände zu reden, wenn man genau diese selbst schon mal berührt hat. Man nimmt sich selbst das Recht unberührte Natur zu genießen, spricht den Nachkommenden dasselbige aber ab. Jeder der schon mal auf Koh Samui war oder davon geschwärmt hat wie unberührt (von Anderen) es doch dort ist...ist ein Teil der Brücke.
Chris Jomtien 14.02.25 05:13
Verschlimmerung der Situation
Eine Brücke würde immerhin helfen, die risikoreiche Überfahrt auf desolaten Fähren während der sturmgeplagten Regenzeit zu umgehen. Gleichzeitig würde sie jedoch weit mehr Autos und damit Lärm, Gestank und Verkehrsunfälle das ganze Jahr über und insbesondere während der Hauptsaison bringen. Eine reine Eisenbahnbrücke würde dem Insel-Flair weit weniger schaden, jedoch erheblich höheren Nutzen für die breite Masse bringen. Einheimische Urlauber, zum Beispiel aus Bangkok, kämen damit viel schneller und zudem erholter zum Ziel als mit dem eigenen Auto. Touristen ohne eigenes Fahrzeug müssten nicht mehr zwischen dem überteuerten Flug mit Bangkok Airways und der Schlachtvieh gleichen Verladung in Minibussen und Booten wählen und zugleich würde der Autoverkehr auf der Insel erheblich gegenüber der aktuellen Situation sinken. Win-Win somit.
Bernhard Winter 14.02.25 05:07
Bei meinem ersten Besuch auf Koh Samui ..
.. hat mir damals, neben der fast unberührten Schönheit der Insel und dem damals noch ursprünglichen Chaweng Beach vor allem die Livemusik am Flughafen (!) gefallen. Eine 4-Mann Band hat die unter Palmen wartenden Fluggäste mit Neil Diamond Songs beglückt .. diese Zeiten verschwinden bei den aktuellen Plänen vollends in der Erinnerung.
Michael 13.02.25 21:20
@Dieter Kowalski 13.02.25 11:50
Weiss nicht mit welcher Fähre du gefahren bist. Aber die Fähre zwischen Donsak und Koh Samui braucht je nach Wellengang zwischen 1,5 und 2 Stunden. Bin gerade gestern auf dem Festland gewesen und war ca. 1 Stunde und 45 Minuten unterwegs. Ein Auto incl. Fahrer kostet 580 Baht, also deutlich weniger als im Artikel behauptet. Vielleicht warst du mit dem High Speed Katamaran unterwegs, der braucht tatsächlich ca. 45 Minuten. Da kann man aber kein Auto und auch kein Motorrad mitnehmen.
Marco Egloff 13.02.25 16:40
@Naumann
Autofähre ! Kann man googeln !
Antipathie für Bangkok Air kann ich nachvollziehen
Axel Plenkers 13.02.25 16:00
Untergang für Samui
Diese Brücke wird der Touristische Untergang für Samui werden. Die Insel wird im Smoke, Müll und Stauß ersticken. Das wird die Touristen von der Insel fern halten. Den Charme und das was die Insel ausmacht wird alles verloren gehen. Die einzigen die hier profitieren sind die Chinesischen Baufirmen. Ich werde mich neu orientieren IN ASIEN
Siegfried Naumann 13.02.25 14:58
Vorteil der Brücke für mich
Ich war noch nie auf Koh Samui, weil ich etwas gegen das Privileg der Bangkok Airways habe. Der Vorteil wenn die Brücke fertig ist: Ich kann - wann immer ich will - in kurzer Zeit mit dem Auto auf die Insel fahren - aber genauso schnell wieder zurück auf´s Festland....
Ingo Kerp 13.02.25 13:00
Hat die Samui-Seebrücke Priorität? Hatte man nicht mit Elan die Landbrücke Andaman - Golf von Thailand über Wochen / Monate hinweg gepusht? Auch die Brücke nach Koh Chang, die Tiefseehäfen für Kreuzfahrtschiffe und die Monorail oder was auch immer für Pattaya, sind ploetzlich aus den Palnungen verschwunden? In Korat wartet man auch vergebens auf die chinafinanzierte Expressbahn. Viele Pläne = wenig Ergebnisse.
Dieter Kowalski 13.02.25 11:50
Die Überfahrt mit der Fähre von Don Sak nach Koh Samui dauert 45 Minuten und nicht mehrere Stunden.
Kostet 450 Baht und nicht 700.
Marco Egloff 13.02.25 11:30
Untergang
Diese Brücke wird zum Tod von Samui führen.
Jetzt schon ein Deaster bezüglich Verkehr und Massenandrang. Da muss man die Ringroad mindestens 4 Spurig ausbauen.
Obwohl Samui fleissig daran arbeitet mit komplet irren Preisen und Überrussifizerung ganz ganz viele langjährige Stammgäste zu verärgern und zu verlieren! Glück auf mit dieser Taktik!

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