BANGKOK/NAKHON RATCHASIMA: Nach dem Einsturz des 30-stöckigen Gebäudes der Staatlichen Rechnungsprüfungsbehörde (SAO) in Folge des Erdbebens vom 28. März 2025 gerät der Bau der Hochgeschwindigkeitsbahnstrecke zwischen Bangkok und Nakhon Ratchasima zunehmend in die Kritik. Der Bürgermeisterkandidat von Nakhon Ratchasima, Marut Chumkhuntod, äußerte erhebliche Bedenken hinsichtlich der Sicherheit und Zuverlässigkeit des Großprojekts.
Marut verwies darauf, dass die verantwortliche Baugruppe — bestehend aus der Italian-Thai Development (ITD) und der China Railway Engineering Corporation (CREC) — auch das kürzlich eingestürzte SAO-Gebäude errichtet habe. Er forderte eine umgehende Untersuchung der finanziellen Auswirkungen des Einsturzes sowie eine Überprüfung der eingesetzten Bauqualität und Technologien. Die jüngsten Ereignisse hätten eindrucksvoll gezeigt, welche gravierenden Folgen ein Erdbeben nach sich ziehen könne, insbesondere wenn moderne Bauweisen seismischen Belastungen nicht standhielten.
Besonders kritisch sieht Marut die eingesetzten chinesischen Bautechnologien, die auch bei weiteren Projekten Anwendung finden. Er rief die Öffentlichkeit dazu auf, diese Entwicklungen aufmerksam zu verfolgen und Transparenz einzufordern. Der Hochgeschwindigkeitszug müsse einem umfassenden strukturellen Qualitäts- und Sicherheitscheck unterzogen werden, um die Erdbebensicherheit der verwendeten Technologien sicherzustellen.
Parallel dazu veranlasste Nakhon Ratchasimas Gouverneur Chaiwat Chuenkosum in seiner Funktion als Direktor des Provinziellen Katastrophenkommandos eine technische Untersuchung der Bahnstrecke. Unter Leitung von Krit Phoonkasem, dem Leiter des Amtes für Katastrophenschutz und -bekämpfung, inspizierten Ingenieure der SPTK Joint Venture Co., Ltd., der CSC Co. sowie der chinesischen Regierung den Bauabschnitt im Unterbezirk Ban Mai im Bezirk Mueang Nakhon Ratchasima.
Die Prüfungen umfassten Gleisbauwerke, Bahnhofsgebäude sowie Tunnelanlagen im gesamten Provinzgebiet. Laut den Ingenieuren wurden keine durch das Erdbeben verursachten Schäden festgestellt. Sämtliche Bauwerke seien gemäß den geltenden Sicherheitsstandards errichtet und auf eine strukturelle Lebensdauer von 100 Jahren ausgelegt.
Krit Phoonkasem wies die beteiligten Ingenieurteams an, die Ergebnisse in einem detaillierten Bericht zusammenzufassen und der Staatsbahn Thailands sowie der Provinzverwaltung von Nakhon Ratchasima zur weiteren Bewertung vorzulegen. Ziel sei es, das Vertrauen aller Beteiligten in die Sicherheit des Infrastrukturprojekts zu stärken.