NAKHON SI THAMMARAT: Der Tempelkomplex Wat Phra Mahathat Woramahawihan ist seinem Ziel, als neunte Welterbestätte Thailands anerkannt zu werden, einen wichtigen Schritt näher gekommen. Der beratende Ausschuss der UNESCO hat empfohlen, die Anlage in die Welterbeliste aufzunehmen.
Nach Angaben von Umweltminister Suchart Chomklin wird die Nominierung auf der 48. Sitzung des World Heritage Committee im südkoreanischen Busan behandelt. Die Beratungen über den Tempel sind für den Zeitraum vom 24. bis 26. Juli 2026 angesetzt.
Zentrum für Glauben, Kunst und Kultur
Der beratende Ausschuss würdigte die außergewöhnliche Bedeutung des Tempels als Zeugnis von mehr als 1.500 Jahren religiöser und kultureller Traditionen. Zudem habe die Anlage eine zentrale Rolle bei der Verbreitung von Religion, Kunst und Kultur im maritimen Südostasien gespielt.
Der Antrag auf Anerkennung ist das Ergebnis von mehr als zehn Jahren Vorbereitungsarbeit durch staatliche Stellen, lokale Behörden und Denkmalschutzexperten. Sollte die UNESCO zustimmen, wäre Wat Phra Mahathat die neunte Welterbestätte Thailands, die sechste Kulturstätte auf der Liste und zugleich die erste kulturelle Welterbestätte im Süden des Landes.
Vorbereitungen für Welterbe-Status
Der Generaldirektor des thailändischen Fine Arts Department, Phnombootra Chandrajoti, erklärte, dass bereits Maßnahmen zur langfristigen Sicherung des Areals vorbereitet würden. Geplant seien unter anderem strengere Vorgaben für Neubauten, eine bessere Steuerung der Flächennutzung, die Regulierung von Verkaufsständen sowie Vorbereitungen auf steigende Besucherzahlen aus dem In- und Ausland.
Den bei der UNESCO eingereichten Unterlagen zufolge entwickelte sich Wat Phra Mahathat zwischen dem frühen 13. und der Mitte des 14. Jahrhunderts zum wichtigsten Tempel der damaligen Hauptstadt des Königreichs Tambralinga. Das markanteste Bauwerk der Anlage ist der glockenförmige Hauptstupa, der Anfang des 13. Jahrhunderts errichtet wurde und nach traditioneller Überlieferung Reliquien Buddhas beherbergt. Dadurch zählt der Tempel bis heute zu den bedeutendsten Zentren des Theravada-Buddhismus.
Heiliger Ort für Millionen Buddhisten
Auch nach der Eingliederung der Region in das Reich von Ayutthaya blieb der Tempel ein bedeutendes religiöses Zentrum. Bis heute gilt die Anlage als heiliger Ort für Millionen Buddhisten. Besonders verehrt wird der Phra Borommathat Chedi, der als ältester glockenförmiger Reliquienstupa Thailands gilt.