Todesbahn hofft auf UNESCO-Status

Regierung unterstützt mögliche Welterbe-Bewerbung.

Die historische Todesbahn in Kanchanaburi könnte künftig als UNESCO-Welterbe vorgeschlagen werden. Foto: epa/Diego Azubel
Die historische Todesbahn in Kanchanaburi könnte künftig als UNESCO-Welterbe vorgeschlagen werden. Foto: epa/Diego Azubel

KANCHANABURI: Das thailändische Ministerium für natürliche Ressourcen und Umwelt hat seine Unterstützung für eine mögliche Bewerbung der historischen Thailand-Burma-Eisenbahn, auch als „Death Railway“ (Todesbahn) bekannt, als UNESCO-Welterbestätte signalisiert. Dies erklärte Athapol Charoenshunsa, Generaldirektor des Department of National Parks, Wildlife and Plant Conservation, angesichts von Forderungen, die Strecke in der Provinz Kanchanaburi zur Förderung des Tourismus im Westen des Landes für die Welterbeliste vorzuschlagen.

Nach Angaben Athapols liege die Zuständigkeit für ein entsprechendes Verfahren sowohl beim Kulturministerium als auch beim Ministerium für natürliche Ressourcen und Umwelt. Hintergrund sei, dass Teile der historischen Bahnstrecke durch Gebiete verlaufen, die unter Naturschutz stehen. Das Office of Natural Resources and Environmental Policy and Planning fungiere zudem als Sekretariat des Welterbekomitees in Thailand.

Ministerien beraten über Bewerbung

Sobald ein offizieller Vorschlag beim Kulturministerium eingereicht werde, könnten gemeinsame Beratungen mit dem Umweltministerium stattfinden. Denkbar sei auch die Einrichtung eines Unterausschusses, um die grundsätzlichen Voraussetzungen und die weitere Vorgehensweise zu prüfen.

Athapol bezeichnete die Idee einer Welterbe-Bewerbung als begrüßenswert. Die historische Bahnstrecke verlaufe durch Schutzwaldgebiete und stehe in Verbindung mit dem Sai-Yok-Nationalpark, dem Thong-Pha-Phum-Nationalpark sowie der Region Sangkhla Buri. Eine Anerkennung als UNESCO-Welterbe würde nach seinen Worten sowohl dem Natur- als auch dem Kulturerbe zugutekommen.

Strecke muss genau erfasst werden

Vor einer möglichen Bewerbung müsse jedoch zunächst eine gemeinsame Untersuchung des betroffenen Gebiets erfolgen. Dabei solle der genaue Verlauf der für die Nominierung vorgesehenen Strecke festgelegt und die Bedeutung der einzelnen Abschnitte bewertet werden. Auf dieser Grundlage könne anschließend das erforderliche Kartenmaterial erstellt werden.

Im weiteren Verfahren würde ein Antrag zunächst beim UNESCO-Welterbekomitee eingereicht. Dieses könne die Stätte zunächst auf die Vorschlagsliste potenzieller Welterbestätten setzen. Anschließend müssten die zuständigen Behörden detaillierte Berichte über die historische Bedeutung der Strecke sowie Management- und Schutzpläne für das Gebiet und die betroffenen Gemeinden ausarbeiten und erneut vorlegen.

Gute Chancen für eine Nominierung

Nach Einschätzung des Behördenchefs erfüllt die Todesbahn bereits wichtige Voraussetzungen für eine spätere Nominierung. Die Strecke verfüge über eine klar dokumentierte Geschichte und eine hohe historische Bedeutung, die sie auch international zu einem interessanten Kulturerbe mache.

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